Edoardo Mortara schien sich im Olympiastadion richtig wohl zu fühlen

DTM 2011

— 17.07.2011

Die Audi-Stimmen zum Sonntag

Edoardo Mortara konnte seine starke Stadionform auch heute bestätigen, hatte aber einen Crash - Mattias Ekström ärgert sich über Zeitstrafe

Edoardo Mortara hat bestätigt, dass sein Sieg bei der DTM-Premiere im Münchener Olympiastadion am Samstag kein Zufall war. Der italienische Audi-Pilot erreichte auch am heutigen Sonntag das Finale. Dort schied er aber wegen eines Crashs vorzeitig aus, somit gewann Mercedes-Pilot Bruno Spengler.

Bis ins Viertelfinale kamen heute Mattias Ekström und Martin Tomczyk. Ekström gewann auf der Strecke gegen Mercedes-Pilot Renger van der Zande. Eine Zeitstrafe bedeutete jedoch das vorzeitige Aus für den Schweden. Er hatte sein Auto auf dem Weg zur Startaufstellung mit gezielten Gasstößen gewendet, um die Fans zu unterhalten. Im Achtelfinale scheiterten Filipe Albuquerque, Timo Scheider, Mike Rockenfeller, Oliver Jarvis und Miguel Molina, der am Vormittag die Relegation gegen Rahel Frey gewonnen hatte.

Die Stimmen zum Sonntag:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Es war spannend bis zum Schluss. Es war auch spannend zu beobachten, dass an beiden Tagen ein unterschiedlicher Ausscheidungsmodus lief, aber jeweils die gleichen Fahrer bis ins Finale kamen. Es war bis zum Ausfall von Edo Mortara genauso eng. Es war alles drin. Eines ist aber ganz sicher: Dieser DTM-Show-Event war Werbung für den Motorsport vom Feinsten."

Edoardo Mortara: "Ein fantastisches Wochenende mit den Plätzen eins und zwei. Ich hätte heute gerne wieder gewonnen. Ich war am Limit, aber Bruno Spengler war nicht zu schlagen. Ich hoffe, bei den nächsten Rennen diese Resultate wiederholen zu können. Ich bin enttäuscht, dass ich das Auto beschädigt habe, denn unser Aufgabe war, nicht zu viel kaputt zu machen."

Mike Rockenfeller: "Wir haben das Setup nach dem Samstag komplett umgebaut, ich hatte zu viel Untersteuern und war zu langsam und bin ausgeschieden."

Mattias Ekström: "In München haben wir zum ersten Mal mit der DTM ein Stadion-Event erlebt. Das Stadion war cool und die Fans großartig. Es waren sehr viele Menschen da. Und die Rennen haben auch Spaß gemacht. Natürlich wäre ich gerne noch etwas weiter gekommen. Aber es kam anders. Die Abstände waren sehr gering. Ich freue mich schon auf den nächsten Anlauf."

Oliver Jarvis: "Leider hat jemand die Reifenwärmer ausgestöpselt und ich musste mit kalten Reifen starten und hatte keine Chance. Es war enttäuschend auszuscheiden. Aber es war ein tolles Event, ich habe mir den Rest von der Tribüne aus angesehen."

Filipe Albuquerque: "Ich habe neue Reifen genutzt, um das Letzte herauszuholen. Aber es war keine gute Entscheidung, denn ich hatte Übersteuern und hätte fast die Wand getroffen. Gut ist, dass ich das Auto nicht beschädigt habe und noch alle Teile für den Rest der Saison habe, wo ich jetzt stärker Druck machen will."

Martin Tomczyk: "Christian Vietoris war einfach schneller als ich. Grundsätzlich bin ich zufrieden. Ich hoffe, wir haben den Zuschauern eine schöne Show geboten."

Timo Scheider: "Ich habe nicht viel zu sagen. Gestern und heute haben wir einfach nicht die richtige Abstimmung gefunden. Es war enttäuschend für mich."

Miguel Molina: "Wir wussten, dass es schwierig werden würde, denn Bruno Spengler hat gestern den zweiten Rang im Qualifying belegt. Ich habe alles gegeben und mich seit Samstag verbessert. Ich habe diese perfekte Show mit so vielen Fans genossen."

Rahel Frey: "Am Sonntagmorgen war schon wieder volle Action. Eine tolle Show! Ich fuhr die Ausscheidung gegen Miguel Molina. Das war sehr, sehr knapp. Den Zuschauern wurden anschließend noch viele schöne Rennen geboten. Ich habe es als Zuschauerin genossen."

Hans-Jürgen Abt (Abt-Teamchef): "Ich glaube, für die Fans war die DTM in München ein tolles Erlebnis. In einer Stadt in einem Stadion zu fahren, ist schon etwas ganz Besonderes. Es ist sicherlich alles ausbaufähig, aber fürs erste Mal war das eine tolle Show. Die Fans waren begeistert. Mit 54.000 Menschen am Samstag und Sonntag war das der erste Schritt in eine gute Zukunft."

Ernst Moser (Phoenix-Teamchef): "Das war eine super gelungene Veranstaltung. Ich glaube, wir haben den Zuschauern viel Spannung geboten. Bis zum Schluss sind alle im Stadion geblieben und waren wie elektrisiert vom Finale. Aus unserer Sicht: Schade für Martin Tomczyk. Ich wäre gern mit ihm ins Halbfinale gekommen. Es hat nicht ganz gereicht."

Arno Zensen (Rosberg-Teamchef): "Das war eine Wahnsinns-Veranstaltung - für uns im Team Rosberg sowieso. Das waren schon fast Edo-Mortara-Festspiele. Wir haben tolle Rennen gesehen. Der kleine Fehler im ersten Finallauf am Sonntag und damit das Ausscheiden von 'Edo' waren natürlich schade. Er hat gekämpft bis zum Schluss. Ein riesiges Dankeschön an die beiden anderen Audi-Teams. Die Boxenstopps waren sensationell. Es war ein richtig schönes Wochenende."

Fotoquelle: xpb.cc

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