Christian Vietoris macht den Spagat zwischen DTM und GP2

DTM 2011

— 07.08.2011

Vietoris und der Zick-Zack-Kurs in die DTM

Im Gegensatz zu seinen DTM-Rookie-Konkurrenten Edoardo Mortara und Filipe Albuquerque hat Christian Vietoris noch keinen Punkt auf dem Konto: Die Gründe

In das große Shootout-Jahr der DTM sind gleich fünf Rookies gestartet. Alle Neulinge wollen sich im harten Fight um die Cockpits für 2012 durchsetzen. Die besten Karten für das Erreichen dieses hohen Zieles haben derzeit die beiden Audi-Youngster Edoardo Mortara und Filipe Albuquerque, die schon in der ersten Saisonhälfte Punkte sammeln konnten. Auf ein solches Erfolgserlebnis wartet Christian Vietoris indes noch.

"Das ist natürlich nicht das, was ich mir erhofft hatte. Als Rookie muss man in der DTM erstmal lernen", sagt der 22-Jährige über seine ersten Auftritte in der Serie. "Der Speed passt. Der war von Anfang an gut. Es gibt da nicht so viel Raum für Verbesserungen", fügt er selbstbewusst hinzu. Die Statistik belegt dies: In den Trainings ist der Rookie oft gut unterwegs, aber im Qualifying und Rennen gibt es Steigerungspotenzial.

"Er passt gut zu uns, es macht Spaß mit ihm. Die Ergebnisse werden kommen", ist Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sicher. Vietoris hatte die Verantwortlichen bei einer Sichtung im Winter überzeugt. "Ich möchte aber keinen Fahrer in den Himmel loben, bevor er die Resultate geliefert hat. Wir sind aber aus gutem Grund hier zusammen", sagt Haug. "Er hat großes Potenzial. Die Belastung mit der GP2 nebenher ist hoch, aber es tut ihm gut."

Für junge Piloten sind Rennkilometer jederzeit Gold wert. Aber auch der Spaß am Fahren hat seine Grenzen. "Ich bin jedes Wochenende auf der Rennstrecke. Am kommenden Wochenende habe ich endlich mal frei. Darauf freue ich mich schon sehr", sagt Vietoris angesichts der Doppelbelastung. Also Beine hoch am nächsten Wochenende? "Nein, ich muss nach Stuttgart zu Stars & Cars. Aber auf jeden Fall kein Rennwochenende, das ist auch mal schön."

Bislang hat Vietoris zwischen Rennen kaum mal Zeit zum durchatmen, es fehlt auch die nötige Zeit, um Gelerntes sacken zu lassen und Erlebnisse zu verarbeiten. Dennoch sieht er kein Problem im Spagat zwischen GP2 und DTM. "Der Umstieg fällt mir von Woche zu Woche leichter. Ich habe die Feinheiten der Autos besser drin, kann einfach den Schalter schneller umlegen. Aber am Freitag brauche ich immer ein wenig, diese Zeit kann ich im Verlauf des Wochenendes meist nicht mehr aufholen."

Der junge Persson-Pilot wandert zwischen den Motorsportwelten, hat auch seinen Platz im Persson-Team vielleicht noch nicht ganz gefunden. "Wir reden nicht so viel. Er hat viel Erfahrung aus der GP2 und seinen vielen Jahren in der Formel 3. Das ist für ihn wohl genug", sagt beispielsweise Susie Stoddart über ihren neuen Teamkollegen. "Ich weiß, wo ich mich verbessern muss", stellt Vietoris klar.

"Ich darf die Position in der ersten Runde nicht verlieren, sondern muss da mal reinhalten und mal eine Beule am Auto in Kauf nehmen", erklärt der Mercedes-Jahreswagenpilot. "Gerade am Anfang war ich immer darauf aus, keine Beule und keinen Kratzer ans Auto zu bekommen. Das lernt mal im Formelsport so, weil dort das Rennen immer schnell beendet ist. Hier ist Kontakt geradezu fast erwünscht. Daran muss ich mich gewöhnen."

Dass er diese geforderte Härte durchaus mitgehen kann, hat er am Lausitzring mit einer kämpferischen Fahrt gezeigt. Vietoris scheiterte dort als Neunter nur denkbar knapp an den Punkten. "Am Lausitzring hatte ich ein Aha-Erlebnis im Zweikampf mit Edo Mortara. Da habe ich gemerkt, wie viel solch ein Auto wegstecken kann", sagt er. Er fügt grinsend hinzu: "Lassen wir uns überraschen, vielleicht geht es ja schon am Sonntag am Nürburgring in die Punkte."

Fotoquelle: xpb.cc

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