Mattias Ekström: Nach 15 Monaten endlich wieder auf dem obersten Treppchen

DTM 2011

— 07.08.2011

Ekström: Endlich wieder topp und neue Kampfansagen

Mattias Ekström konnte am Nürburgring seinen ersten Sieg nach über 15 Monaten holen, nun will der Audi-Pilot wieder regelmäßig ganz vorn mitmischen

Der Jubel war überschwänglich, man konnte förmlich sehen, welch Riesenstein Mattias Ekström und seiner Crew vom Herzen gefallen ist. Auf dem Nürburgring konnte der Audi-Schwede seine lange Durststrecke beenden und seinen ersten DTM-Sieg seit über 15 Monaten holen. Entsprechend ausgelassen feierte er dies mit Donuts und qualmenden Reifen.

Den Grundstein dazu hatte Ekström bereits gestern gelegt. Im regnerischen Qualifiying-Poker sicherte er sich seine erste Pole-Position seit einem Jahr. Und diesmal konnte er sie nutzen. Der Schwede behauptete sich am Start, blieb auch nach den Boxenstopps vorn und fuhr nach 49 souveränen Runden mit einem bequemen Vorsprung ins Ziel. "Es ist immer toll, Rennen zu gewinnen. Dieses Mal fühlt es sich aber besonders gut an, denn wir hatten am Saisonanfang ziemliche Schwierigkeiten", freut er sich.

Endlich habe für ihn alles gepasst. "Freitag und Samstag ist es wirklich gut gelaufen. Es war auch klasse, auf der Pole-Position zu stehen", fasst der Audi-Pilot sein Wochenende zusammen. "Und heute den Start-Ziel-Sieg zu holen - besser geht es nicht. Als ich in den Rückspiegel geschaut und gesehen habe, dass Rocky Zweiter war, dachte ich, dass wir einen Doppelsieg für das Abt-Team holen."

Teamkollege Rockenfeller hatte bis wenige Runden vor Schluss hinter dem Schweden auf Rang zwei gelegen, verbremste sich dann aber und musste diesen zweiten Platz kampflos an Mercedes-Pilot Bruno Spengler abgeben. "Aber trotzdem muss ich sagen, dass Rocky das ganze Wochenende über einen wirklich guten Job gemacht hat. Er war sehr stark und wir hatten die ganze Zeit über einen echt engen Kampf. Das ist toll", so Ekström.

Vom Start bis ins Ziel weitgehend ungefährdet auf Siegkurs - das Rennen schien für Ekström heute einfach zu sein. Doch der Schwede betont: "Siege sind nie einfach. Aber ich muss sagen: Wenn das Auto zu hundert Prozent für mich passt, dann ist es einfacher. Ich hatte sicher schon Rennen, die schwieriger waren."

Einen Spaziergang auf das oberste Treppchen hatte er jedoch nicht: "Im ersten Stint hatte ich große Probleme mit meinen Bremsen. Ich konnte kaum die Bremspunkte finden, es hat vorn blockiert und hinten blockiert. Nach dem ersten Boxenstopp, als ich neue Reifen hatte, konnte ich ein bisschen herumspielen und habe die richtige Balance gefunden. Danach war ich wirklich zuversichtlich, dass ich zulegen kann. Denn die Balance des Autos in den Kurven war zwar gut, aber beim Bremsen hatte ich Probleme."

Nach 15 langen Monaten konnte er endlich wieder gewinnen. Zuletzt war ihm das 2010 beim zweiten Saisonrennen in Valencia gelungen. Danach begann eine wirklich schwierige Zeit für den Audi-Pilot. Doch er will nicht mit dem Renngott hadern. "Es war nicht nur so, dass mir all das Pech passiert ist", erklärt Ekström. "In diesem Fahrerlager kann jeder Fahrer ein Rennen gewinnen. Es geht auch ein bisschen darum, wie das Paket funktioniert, wie das Auto in diesem Moment zu deinem Fahrstil passt, ob das Team gute Boxenstopps macht, eine gute Strategie hat und ein optimales Setup findet."

Es zähle immer das Paket: "Es ist der Fahrer, das Team und das Auto. Wenn alles passt, dann gewinnst du Rennen. Wenn es nicht passt, gewinnst du nicht, weil es in der DTM so eng zugeht. Jeder hat gesehen, dass Bruno einen Lauf hatte, und dann änderst du etwas, und es hört auf. Und du weißt nicht, was du ändern sollst, um wieder erfolgreich zu sein."

Nicht nur der Schwede ist erleichtert, dass das Siegen wieder klappt, sondern auch Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. "Mr. Ekström ist zurück, keine Frage", sagt der Österreicher. "Es war hart zu erleben, dass es ein Jahr gedauert hat, ihn zurück auf die Pole-Position zu bringen. Und er hat daraus ein wirklich perfektes Rennen gemacht. Er hat das ganze Rennen über eine sehr gute Performance gezeigt. es war auch schön, nach dem Rennen wieder tolle Donuts zu sehen. Das habe ich ein bisschen vermisst, und darin ist er wirklich ein Spezialist."

Und heute soll nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Ekström im Ziel Donuts dreht. Er schickt gleich eine Kampfansage an die Konkurrenz, vor allem an den Meisterschaftsführenden Bruno Spengler: "Ich verspreche, dass ich ihm ab sofort zumindest im Kampf um die Rennsiege das Leben schwer machen werde. Die Punkte werden am Ende nicht reichen, aber ich hoffe, dass ich mit ihm definitiv um gute Rennpositionen kämpfen kann."

Nach einem stressigen Programm von neun Rennen in elf Wochen macht Ekström nun aber erst einmal Urlaub mit seiner Familie.

Fotoquelle: xpb.cc

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