Bruno Spengler ist mit dem zweiten Platz weiterhin auf Meisterschaftskurs

DTM 2011

— 07.08.2011

Spengler: "Sieben Punkte sind nicht viel"

Bruno Spengler nahm dankend den Fahrfehler von Mike Rockenfeller an und baut mit dem zweiten Platz auf dem Nürburgring seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus

Nach dem schwierigen Qualifying hat Bruno Spengler auf dem Nürburgring die Kohlen für Mercedes aus dem Feuer geholt. Lange Zeit fuhr der Kanadier auf dem dritten Platz und hing Mike Rockenfeller (Audi) im Heck. Spengler riskierte nicht zuviel, denn die Meisterschaftsführung stand auf dem Spiel. Dennoch übte der 27-Jährige konstant Druck aus. Das zahlte sich aus, denn "Rocky" verbremste sich kurz vor Schluss. Spengler nahm das Geschenk dankend an und kam als Zweiter ins Ziel. In der Gesamtwertung führt er nun vier Rennen vor Saisonende mit sieben Punkten Vorsprung auf Martin Tomczyk (Audi).

"Zwei Runden vor Schluss war das natürlich eine Art Wunder. Ich gratuliere Mattias (Ekström; Anm. d. Red.) zum Sieg. Er hat keine Fehler gemacht und den Triumph verdient", zollt Spengler Respekt. "Aber auch Mike hat einen tollen Job gemacht und keine Fehler begangen. Für mich war es unmöglich, ihn zu überholen. Selbst mit viel Risiko war ich nicht in der Position dafür, obwohl ich schneller war."

"Für ihn war es sicher auch schwierig, das gesamte Rennen jemanden im Rückspiegel zu sehen. Er hat dann einen Fehler gemacht, aber das hätte jedem passieren können. Natürlich hat mir das geholfen. Natürlich freue ich mich sehr über diese zwei Extrapunkte. Meine C-Klasse war heute sehr gut und konstant."

"Ich war schneller als Mike, konnte ihn aber nicht überholen. So ist der Rennsport. Meine Jungs haben das gesamte Wochenende über einen tollen Job gemacht, auch im Qualifying, wo sich die Bedingungen ständig verändert haben. Mein Team hat mir an diesem schwierigen Wochenende wirklich geholfen und es ist sehr gut ausgegangen."

Fast die komplette Renndistanz hing Spengler im Heck des Audi. "Es ist natürlich frustrierend, wenn man schneller ist, aber nicht überholen kann. Manchmal habe ich sehr hart angegriffen und einen Weg vorbei gesucht", beschreibt der Meisterschaftsführende. "Ich habe ständig das gelbe Auto gesehen. Jetzt kenne ich seinen Sponsor sehr gut."

"Es hat aber Spaß gemacht, jemandem so eng zu folgen und ihn unter Druck zu setzen. Ich habe natürlich nicht erwartet, dass sich die Türe öffnen würde, aber ich gebe nie auf, also weiß man nie, was passieren wird. Das Rennen ist bis zur Zielflagge nicht vorbei und alles kann passieren. Das haben wir heute gesehen."

Ekström war an der Spitze unerreichbar. Mit dem zweiten Platz und den acht Punkten rückt Spengler weiter seinem großen Ziel Meisterschaft näher. "Ich habe erwartet, dass diese Jungs schnell sein würden. Aber auch mit Martin (Tomczyk; Anm. d. Red.) habe ich gerechnet, weil er auf dem Nürburgring immer schnell ist. Es sind noch vier Rennen zu fahren und sieben Punkte sind nicht viel. In der DTM kann immer alles passieren. Ich bleibe fokussiert und nehme jedes Rennen wie es kommt. In Hockenheim werden wir sehen, wer führt."

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug erkennt die Niederlage gegen Audi an. Den Grund dafür sieht er im verregneten Qualifying. Platz zwei ist für die Meisterschaft enorm wichtig. "Unser Ergebnis ist unter diesen Umständen perfekt. Das Qualifying war aufgrund des Wetters nicht gut für Bruno. Wenn man beim Start nicht an der richtigen Position ist, dann wird es schwierig. Wenn man einem Auto für zwei Drittel des Rennens mit wenigen Metern Abstand folgen kann, dass ist man klar schneller."

"Bruno hätte Mike schon beim Boxenstopp schnappen können, aber der Halt war doppelt so lang, wie er sein sollte", spricht Haug einen Fehler seiner Mannschaft an. "Solche Dinge passieren. Bruno hat weitergekämpft und eines seiner stärksten Rennen gezeigt. Das Auto war perfekt, aber die Startposition war nicht gut genug. Wenn man in schwierigen Rennen Profit schlägt, dann ist das richtig stark."

Fotoquelle: xpb.cc

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