Martin Tomczyk will seine Chancen in Oschersleben und Valencia nutzen

DTM 2011

— 14.09.2011

Tomczyk: Ohne Ablenkungen zum Titel

Martin Tomczyk verzichtet bewusst auf Testeinsätze im Audi A5 für 2012: In Oschersleben und Valencia ein Polster auf Bruno Spengler herausfahren

Die DTM-Saison geht mit dem Rennen am kommenden Wochenende in Oschersleben in die entscheidende Phase. An der Spitze der Gesamtwertung liefern sich Martin Tomczyk (Audi) und Bruno Spengler (Mercedes) ein enges Duell um den Titel. Der Deutsche sieht die kommenden zwei Läufe als vorentscheidend an. In Oschersleben und Valencia möchte Tomczyk klare Verhältnisse schaffen, bevor Spengler auf seine Lieblingsstrecke Hockenheim kommt, auf der er zum Saisonstart bereits siegte.

"Oschersleben liegt mir. Die Strecke liegt nicht nur mir, sondern den Audis allgemein. Deswegen heißt dort die Devise: Vor Bruno ins Ziel kommen! Ich will möglichst viele Punkte herausschlagen, um dann die letzten beiden Rennen entsprechend angehen zu können", sagt Tomczyk. Erfolge sind ab sofort doppelt wichtig: "Wenn ich dort einen größeren Vorsprung herausfahren kann, dann hat Bruno noch weniger Zeit, dies wieder wettzumachen. Wenn ich hinter ihm ins Ziel komme, dann läuft mir die Zeit davon."

"Wir sehen unsere Chancen in Oschersleben und Valencia. In Hockenheim kommt Bruno seit Jahren gut zurecht - das hat man Anfang der Saison wieder gesehen. Ich selbst mag Hockenheim auch. Ich habe dort auch schon gute Ergebnisse geholt, aber für uns wird es wichtig sein, in den kommenden beiden Rennen vor Bruno ins Ziel zu kommen", unterstreicht der Phoenix-Pilot noch einmal. Tomczyk will sich vom bisher erfolgreichen Weg nicht abbringen lassen.

"Ich bin der Einzige bei Audi, der um die Meisterschaft fahren kann. Da ist es klar, dass die Unterstützung seitens Audi da ist, um möglichst bis zum Schluss um den Titel kämpfen zu können und ihn bestenfalls sogar zu holen", sagt der Rosenheimer, dem seine Titelchance "nach dem Norisring" so richtig bewusst wurde. "Die Taktik bleibt ganz klar das Thema von meinem Team Phoenix - so fahren wir die Saison zu Ende. Wir lassen uns gern unterstützen, aber die Abläufe werden wir weiterhin selbst bestimmen. Das hat von Beginn der Saison an gut funktioniert und das wird auch weiterhin gut funktionieren."

"Es ist natürlich ein gutes Gefühl, derzeit vorne zu liegen. Die Meisterschaft wird nun nur noch unter zwei Fahrern ausgetragen. Dafür geht es aber umso enger zu", beschreibt der Audi-Jahreswagenpilot die Voraussetzungen. "Wenn man mit einem Punkt Vorsprung in die letzten drei Rennen geht, dann ist der Druck sehr hoch. Bruno ist ein schneller, sehr konstanter Fahrer. Er weiß das genauso von mir. Es werden spannende drei Rennen."

Vor allem Oschersleben hatte in den vergangenen drei Jahren immer richtungsweisenden Charakter. Der Sieger in der Magdeburger Börde wurde seit 2008 auch immer Meister. "Statistiken sind generell überhaupt nicht mein Fall", winkt Tomczyk ab. "Wenn ich dort nicht gewinne, dann werde ich nicht automatisch sagen: 'Oh, dieses Jahr werde ich nicht Meister'. Für mich sind Statistiken irrelevant. Wenn ich gewinne, dann hat vielleicht die Statistik recht. Wenn ich nicht gewinne und trotzdem Meister werde, dann können wir die Statistik über den Haufen werfen."

"Es zählen jetzt viele Faktoren: mentale Stärke, Konstanz, Geschwindigkeit. Man muss sich auf jedes einzelne Rennen konzentrieren. Der Druck wächst - nicht nur von Medien, sondern man macht sich auch selbst Druck", erklärt Tomczyk. Entspannt fügt er hinzu: "Ich bin aber lange genug dabei. Ich weiß, wie der Hase läuft. Bruno und ich sind beide lange genug dabei, um uns zusammenreißen zu können." Auch der bevorstehende Wechsel zu BMW werde seinen Kontrahenten kaum ablenken.

Er selbst gönnt sich auf der Zielgeraden der Saison ebenfalls keinerlei Ablenkungen. Nicht einmal weitere Probefahrten im A5 Coupé für die kommende Saison sind eingeplant. "Meine Priorität liegt auf dem Meisterschaftskampf", sagt der Audi-Pilot, der das Rollout im A5 absolviert hatte. "Daher werde ich wohl vor Ende der Saison nicht im neuen Auto sitzen. Das war ein Wunsch von mir. Ich war noch nie so nahe am Gewinn des Titels, daher will ich mich nun zu hundert Prozent darauf konzentrieren."

Fotoquelle: xpb.cc

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