Der neue BMW M3 DTM wird mit Audi und Mercedes auf die Strecke gehen

DTM 2011

— 10.09.2011

DTM-Test: Meilenstein für RMG

Das neue BMW Team RMG steht vor der ersten großen Bewährungsprobe: Ein M3 DTM in den Händen der neuen Mannschaft um Stefan Reinhold

Mit Spannung blicken die DTM-Fans auf die kommenden Tage. Die drei Hersteller Audi, BMW und Mercedes werden am Lausitzring erstmals gemeinsam mit ihren künftigen Autos zum Test antreten. Vor allem für das neue BMW Team RMG hat dieser Event eine besondere Bedeutung. Es wird der erste öffentliche Auftritt der neuen Mannschaft von Stefan Reinhold.

"Der erste Meilenstein war unser Rollout in Aschheim Ende August. Da hat alles gut funktioniert, es fehlte nichts an Equipment. Dort haben wir sehr gut mit BMW zusammengearbeitet, so etwas macht Spaß", berichtet Reinhold im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Der frühere Toyota- und Phoenix-Techniker steht mit seinem Team von derzeit rund 15 Fachleuten bereit.

"In diesem Jahr war ich natürlich schon bei einigen Rennen. Zu Beginn habe ich mir ganz besonders die Logistik angeschaut: Wer bringt was mit? Wie wird aufgebaut? Dann ging es auch darum, wie an der Strecke operiert wird. Also wann schickt man die Autos raus, was passiert in der Box und so weiter", erklärt der gelernte Maschinenbauer seine Vorbereitung.

"Ich denke, dass Audi und Mercedes zunächst einen technischen und operativen Vorteil haben werden. Ein Tourenwagen auf einem solchen Niveau ist etwas ganz Spezielles. Da werden wir zu Beginn noch einiges lernen müssen", so die realistische Einschätzung vor dem Einstieg in die DTM-Szene. In der Firma in Niederzissen (eine ehemalige Zakspeed-Werkhalle) steht alles parat. Viele Elemente sind neu oder wurden sogar eigens konstruiert.

"Wir alle sind an ein Level wie in der DTM gewöhnt. Ich habe Leute aus der DTM, die genau wissen, wie es geht", sagt Reinhold über sein Team, das aus Motorsportexperten aus verschiedensten Bereichen zusammengestellt wurde. "Die Leute, die vorher in der Formel 1 waren, kommen auch aus einem Umfeld, wo mit hohen Ansprüchen gearbeitet wird. Die Technik werden wir schon bewältigen können. Ich bin da relativ entspannt."

"Man muss eine gewisse Zahl von erfahrenen DTM-Leuten im Team haben, weil die wichtiges Feedback zu den Abläufen geben können", sagt der RMG Teamchef, der Ex-Audi- und Ex-Mercedes-DTMler in seinen Reihen hat. "Zum Beispiel beim Thema Boxenstopps brauchst du jemanden, der in dem Bereich Know-how und Erfahrung mitbringt. Einige Arbeitsweisen sind schon besonders, darauf müssen wir uns einstellen. Wir haben hier Leute, die vorher bei der Konkurrenz waren."

Diese DTM-Fachleute sowie die erfahrenen BMW Teams von Charly Lamm und Bart Mampaey bringen ausreichend Hintergrundwissen mit, sodass der bevorstehende Test am Lausitzring zwar eine Probe, aber keine Hürde darstellt. "BMW bringt drei Autos zum Lausitzring, jedes Team wird eines einsetzen. Welchen Fahrer wir bekommen, steht aber noch nicht fest", sagt der RMG Chef.

"Ich wünsche mir einfach, dass wir dort unser Program sauber abspulen können. Auf Rundenzeiten muss sowieso niemand etwas geben. Wir haben dort unser klar definiertes Testprogramm, die anderen Teams arbeiten an anderen Dingen. Auch das Equipment steht auf dem Prüfstein, zusätzlich muss die Zusammenarbeit verfeinert werden", so der Fahrplan für die kommende Woche.

"Jeder gibt im Anschluss sein Feedback, BMW hat sicherlich auch Ideen. Da kommt nach dem Test eine Menge zusammen. Eine tolle Sache, dass wir daran teilhaben dürfen", freut sich Reinhold auf die nächsten Schritte. "Wir sind seit Beginn in die Abläufe fest eingebunden. Ingenieure und Mechaniker wurden direkt am Fahrzeugaufbau beteiligt. Da sind alle drei Teams gleichermaßen mit eingebunden. Jeder gibt sein technisches Feedback und seine Ideen zur Verbesserung von Abläufen."

"BMW, RMG, Schnitzer und RBM sind da gemeinsam in einem Boot. Alle Informationen sind komplett offen. Das ist beeindruckend", erklärt Reinhold, der in der "Motorsport-Familie" ein hohes Ansehen genießt. "Auch die aktuellen Aufgaben werden verteilt. Wir haben zum Beispiel einiges an Equipment gleich für alle drei Teams gebaut."

"Charly (Lamm) war schon in unserem Betrieb, Bart (Mampaey) habe ich mehrfach getroffen. Wir tauschen uns sehr gut aus, telefonieren bestimmt ein- bis zweimal pro Woche. Da geht es um Technik, aber auch um logistische Dinge. Beim Test kommende Woche sind wir alle dann zusammen", sagt Reinhold. Voller Vorfreude ergänzt er: "Wir sind seit unserem Rollout einsatzbereit, jetzt kommt der Test. Anschließend gibt es ein umfangreiches Programm."

Reinhold nahm frühzeitig zum künftigen Gefährt Kontakt auf, er war beim Aufbau eines M3 in München dabei. Erste realistische Eindrücke gab es bei einem Besuch eines Tests. "Das Auto zum ersten Mal rennen zu sehen, war richtig schön. Ich war bei einem Test am Lausitzring dabei", sagt er. "Ich hatte das Auto im Aufbau im Werk in München gesehen und natürlich bei der Präsentation. Aber wenn man es dann fahren sieht, dann ist das richtig toll. Ich bin ohnehin BMW Fan, von daher..."

Fotoquelle: xpb.cc

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