Sieger Mattias Ekström erlebte in Valencia ein perfektes Rennwochenende

DTM 2011

— 02.10.2011

Dominanter Ekström: "Es ist nie einfach"

Mattias Ekström erlebte in Valencia ein perfektes Wochenende und kann sich als Sieger mit seinem langjährigen Freund Martin Tomczyk freuen

Mattias Ekström fuhr heute in Valencia einen dominanten Sieg ein, fast 20 Sekunden vor seinem Markenkollegen Filipe Albuquerque und über eine halbe Minute vor dem neuen Meister Martin Tomczyk. Ernsthaft in Gefahr war der Polesetter nie - und die klitzekleine Gefahr, die von der Alternativstrategie von Timo Scheider ausging, war gebannt, als der Deutsche bei seinen beiden Boxenstopps ein paar Sekunden liegen ließ, weil sein Audi beim Anfahren stotterte.

Trotzdem sagt Ekström, es sei "nie einfach, ein DTM-Rennen zu gewinnen. Ich versuche nun schon seit elf Jahren, hier Rennen zu gewinnen, aber wenn die Dinge gut laufen, dann geht alles viel leichter. Heute und schon das ganze Wochenende hatte ich ein Auto, an dem ich fast nichts ändern musste. Ich bin einfach gefahren und war immer konkurrenzfähig, egal ob die Strecke gerade viel oder wenig Grip hatte. Daher war ich mir sicher, dass wir eine gute Chance haben, um den Sieg zu kämpfen, wenn wir einen guten Start hinbekommen."

Sieg trotz Kupplungsproblemen

Dabei hatte der Schwede heute Morgen noch Schwierigkeiten technischer Natur: "Nach dem Warmup hatte ich Kupplungsprobleme und die Mechaniker mussten vor dem Rennen hart arbeiten", berichtet er. "Ich bin ihnen wirklich sehr dankbar, denn es war alles perfekt. Ich hatte einen sehr guten Start und auch das Setup für das Rennen war perfekt, wirklich Faust aufs Auge. So ein Rennen mit so einem Vorsprung zu gewinnen, beweist das."

Im Vordergrund stand diesmal aber nicht sein Rennsieg, sondern der Sieg in der Meisterschaft von Tomczyk. Ekström war (wie viele andere Audi-Piloten auch) sichtlich gerührt, dass der 29-Jährige endlich den Titel gewonnen hat: "Ich kenne Martin seit elf Jahren und er hat über die Jahre so viel gekämpft. Er hatte mal richtig viel Pech, denn hat er Pech gehabt, dann hat er ein Jahr wieder gut gemacht und so weiter. Aber er hat das verdient. Alle bei Audi freuen sich für ihn, insbesondere ich auch", sagt Ekström.

"Dieses Jahr hat für ihn alles perfekt gepasst: gutes Team mit Phoenix, gutes Auto, Reifen. Anfang des Jahres, als wir ein bisschen Probleme hatten, ist er einfach gut und problemfrei gefahren", erklärt der Abt-Pilot, der in den vergangenen vier Rennen dreimal gewonnen hat und einmal Zweiter wurde. "Den Vorsprung hätten wir nicht aufholen können, aber er hat das verdient, denn er war im Durchschnitt über die Saison der Beste - und der Beste ist nun Meister."

"Ich weiß, was es bedeutet, den Titel zu gewinnen", lächelt der DTM-Champion von 2004 und 2007. "Wir waren zehn oder elf Jahre lang Teamkollegen bei Audi und er hat mir oft geholfen. Ich kenne die Emotionen, die er jetzt empfindet, und ich freue mich sehr für ihn. Und dann zum letzten Rennen nach Hockenheim zu kommen und zu wissen, dass du einfach Spaß haben kannst und nicht an die Meisterschaft denken musst, ist großartig. Ich gratuliere ihm und dem gesamten Phoenix-Team."

Von guten und schlechten Zeiten

"Du machst immer gute und schlechte Zeiten durch", weiß Ekström. "Vor einigen Jahren hatten die Leute Zweifel an ihm. 2007 hatte ich meinen Titelkampf mit Martin und Bruno. Dann hatte er Pech, einen Reifenschaden im letzten Rennen. Es heißt, Glück und Pech gleichen sich immer irgendwann aus, und dieses Jahr scheint es wirklich so zu sein. Martin hatte eine perfekte Saison - durch seine Leistung, durch ein bisschen Glück des Teams -, aber alles zählt zusammen, denn du brauchst Glück, um zu gewinnen, und das hatte er in den Jahren davor nicht."

"Wenn du ein harter Arbeiter bist, dann kommt das Glück zu dir zurück, sicher mehr als bei einem faulen Hund - und das ist Martin definitiv nicht", lacht der 33-Jährige, der seinem Freund den heutigen Erfolg immer schon zugetraut hat: "2007 war ich mir sicher, dass er früher oder später Meister werden würde. Das Problem in der DTM ist, dass sie einerseits sehr umkämpft ist, aber andererseits haben wir nicht viele Rennen. Wenn du zwei, drei schlechte Rennen erwischst, ist die Saison gelaufen."

"Hast du doppelt so viele Rennen, kannst du mehr Fehler machen, aber das kannst du dir so einfach nicht leisten. Du brauchst eine perfekte Saison, wenn du um den Titel kämpfen willst, und Martin war glaube ich in jedem Rennen unter den besten Fünf. Die ganze Zeit Punkte zu sammeln, das ist das Geheimnis", sagt Ekström. "Ich hatte eine horrende erste Saisonhälfte, aber auf die zweite kommt es dann gar nicht mehr an, weil es zu wenige Rennen gibt, um einen Punkterückstand noch aufholen zu können."

Fotoquelle: ITR

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