Bruno Spengler nimmt die Niederlage gegen Martin Tomczyk mit einem Lächeln

DTM 2011

— 03.10.2011

Spengler: "Nicht das Schlimmste der Welt"

Bruno Spengler findet, dass er den Titel nicht in Valencia, sondern in Oschersleben verloren hat, und gibt sich tapfer: "Greifen wieder an"

Und wieder nur Zweiter! Lange Zeit sah es für Bruno Spengler so aus, als sollte 2011 endlich sein großes Jahr in der DTM werden, doch - Zufall oder nicht - seit sein Wechsel zu BMW in trockenen Tüchern ist, steckte bei HWA-Mercedes der Wurm drin. Gestern in Valencia rutschte der Kanadier nur durch Disqualifikationen zweier Markenkollegen in die Punkteränge auf, verlor aber den Meistertitel endgültig an Martin Tomczyk.

In Brands Hatch, Oschersleben und Valencia holte Spengler nur vier Punkte, Tomczyk hingegen deren 24. "Heute habe ich die Meisterschaft nicht verloren, sondern schon früher", weiß der 28-Jährige. "Eine Meisterschaft zu gewinnen mit null Punkten, das haben wir in der DTM selten gesehen. Hätten wir hier acht Punkte mehr, dann würde es anders aussehen, aber wir haben es nicht heute verloren."

Dabei erklärt er im Interview mit der 'ARD', dass Valencia gar nicht das große Drama war, auch wenn er im Rennen überhaupt nicht auffiel und chancenlos im Mittelfeld mitrollte: "Heute war ein schwieriges Rennen für uns, aber wir haben unser Bestes gegeben. Meine Jungs haben super gekämpft, einen geilen Boxenstopp hingelegt, durch den ich eine Position gewonnen habe. Wir haben hart gekämpft, bis zum Ende, aber heute war einfach nicht mehr drin."

Nach dem "gefühlt 1.000 Vizetitel", wie einige im Fahrerlager unken, muss Spengler moralisch wieder aufgerichtet werden. Warum viermal so knapp dran, aber doch nie Meister, Bruno? "Das frage ich mich überhaupt nicht. Besser viermal knapp dran als viermal Fünfter", gibt er sich gelassen. "Ich glaube, es hat in der DTM nicht viele gegeben, die immer so knapp am Meistertitel dran waren. Von daher war das, was ich bis jetzt gemacht habe, nicht so schlecht."

"Es war einfach ein bisschen Pech, aber wir hatten bis auf die letzten zwei Rennen eine gute Saison. Mein Team hat wirklich alles gegeben, maximale Unterstützung, alles für die Meisterschaft, aber wir haben es nicht geschafft. Das ist schade und hart, aber ich bin ein Kämpfer und ich habe heute mit meinem Team hart gekämpft. Ich werde versuchen, in Hockenheim zu gewinnen und ein schönes Abschlussrennen zu fahren. Das nächste Mal greifen wir wieder an", prophezeit er.

Und gratuliert dem siegreichen Gegner: "Martin hat dieses Jahr großartige Arbeit geleistet. Und wenn er sagt, dass niemand mit ihm gerechnet hat, dann stimmt das nicht, denn ich habe schon am Saisonbeginn gesagt, dass er gefährlich werden kann. Er hatte in den Jahren davor viel Pech, war aber immer schnell. Ich hatte ihn auf der Rechnung, denn er ist ein guter Fahrer in einem guten und leichten Auto. Er verdient den Titel und ich gratuliere ihm."

Unmittelbar nach der Zieldurchfahrt war Spengler "natürlich nicht glücklich", aber er wirkte auch nicht völlig niedergeschlagen - zumal er genau weiß, wo er seine Titelchancen möglicherweise verloren haben könnte: "Wir haben die ganze Saison gekämpft und wir hatten in Oschersleben Riesenpech - das wären acht gute Punkte gewesen. Es ist ein harter Tag für mich und das Team, aber man muss es nehmen, wie es kommt."

"Im Moment fällt es mir schwer", gibt der scheidende Mercedes-Pilot zu, sagt aber: "Es ist nicht das Schlimmste der Welt, dazu in der Lage zu sein, viermal um einen der umkämpftesten Motorsport-Titel zu kämpfen. Wenn du viermal nahe dran bist, Meister zu werden, dann ist das eine ziemlich gute Leistung. So sehe ich das - und ich sage mir: Mach weiter, gib nicht auf! Eines Tages werde ich gewinnen."

Fotoquelle: ITR

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