Geht Nick Heidfeld in der Saison 2012 in der DTM an den Start?

DTM 2011

— 03.11.2011

Dockt Heidfeld bei Mercedes an?

ITR-Chef Hans Werner Aufrecht möchte Nick Heidfeld in die DTM holen: "Wir brauchen die großen Namen" - Mercedes als wahrscheinlichste Adresse

Dank des Einstiegs von BMW werden in der kommenden DTM-Saison mindestens 18, wahrscheinlich sogar 22 Cockpits bereitstehen, die noch längst nicht alle vergeben sind. Geht es nach ITR-Chef Hans Werner Aufrecht, dann sollen künftig möglichst viele bekannten Namen in der DTM an den Start gehen. "Wir brauchen die großen Namen", wird Aufrecht von der 'Abendzeitung' zitiert. "Wir sehen ja an Ralf Schumacher, was ein ehemaliger Formel-1-Fahrer in der DTM alles bewegen kann. Deshalb tut uns jeder dieser Stars gut."

Ein Name, der in diesem Zusammenhang immer wieder gerüchteweise genannt wird, ist der von Nick Heidfeld. Der Mönchengladbacher musste sein Formel-1-Cockpit bei Renault im August räumen und ist seither auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Anlässlich des Rennwochenendes in Oschersleben stattete Heidfeld der DTM im September bereits einen Besuch ab. Die spannende Frage, die sich derzeit alle Beteiligten stellen ist daher weniger, ob der 34-Jährige den Wechsel tatsächlich vollziehen wird als vielmehr bei welchem Hersteller er andocken wird.

Ein Engagement bei Audi gilt als extrem unwahrscheinlich, da die Ingolstädter seit jeher Fahrern mit einer engen Bindung zur Marke den Vorzug geben. Diese kann Heidfeld nicht vorweisen. Blieben noch BMW und Mercedes. Für beide Marken war Heidfeld in der Vergangenheit bereits unterwegs. Mit einem Mercedes-Aggregat im Rücken gewann er im Jahr 1999 den Formel-3000-Titel. Zudem bestritt Heidfeld in jenem Jahr die legendären 24 Stunden von Le Mans für Mercedes. Die Stuttgarter waren es auch, die ihm seinen ersten Formel-1-Test am Steuer eines McLaren-Mercedes ermöglichten.

Für BMW ging Heidfeld zwischen 2005 und 2009 insgesamt fünf Jahre lang in der Formel 1 auf Punktejagd und verbuchte in diesem Zeitraum seine größten Erfolge. Platz fünf in der Weltmeisterschaftsendwertung des Jahres 2007 für BMW Sauber blieb die beste Platzierung seiner insgesamt zwölf Jahre dauernden Formel-1-Karriere, deren Fortsetzung als Stammfahrer derzeit unwahrscheinlich erscheint.

Dennoch scheint BMW bezüglich eines möglichen DTM-Einstieg Heidfelds nicht auf der Pole-Position zu stehen. Die Neueinsteiger haben sich erst kürzlich die Dienste von Bruno Spengler gesichert und halten zudem nach dem amtierenden Champion Martin Tomczyk Ausschau. Sollte dieser Wechsel tatsächlich zustande kommen, wäre für Heidfeld kaum Platz.

Die wahrscheinlichste Konstellation ist daher im Moment die, dass Heidfeld bei Mercedes andockt und gleichzeitig wieder dritter Fahrer im Formel-1-Team der Stuttgarter wird. Da sich die Termine der DTM und der Formel 1 nicht überschneiden könnte Heidfeld im Zuge dieses Szenarios gemeinsam mit Sportchef Norbert Haug sowie David Coulthard und Gary Paffett zwischen den einzelnen Rennen der beiden Serien hin und her fliegen.

Fotoquelle: xpb.cc

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