In Hockenheim rollte der neue BMW M3 DTM mit der Auspuffvariante am Heck

DTM 2011

— 01.11.2011

Wo spuckt BMW die Flammen heraus?

BMW experimentiert beim 2012er M3 DTM mit verschiedenen Auspuff-Lösungen - Motorsport Direktor Jens Marquardt: "Es gibt noch keine finale Version"

Auf dem Weg zur offiziellen DTM-Rückkehr von BMW im kommenden Jahr probieren die Münchener derzeit verschiedene Varianten ihrer Technik durch. Bis zur Homologierung des neuen M3 DTM im März will man möglichst viele Wege ausprobiert und die möglichst beste Lösung gefunden haben. Bei den jüngsten Testfahrten experimentierte man vor allem mit verschiedenen Versionen des Auspuffs. Bei der ersten offiziellen Ausfahrt vor großem Publikum in Hockenheim war man mit den Endrohren am Heck unterwegs.

"Es gibt noch keine finale Version. Wir haben drei Autos, die in unterschiedlichen Konfigurationen unterwegs sind. Das Auto mit den Endrohren am Heck ist nur eine von den drei Versionen", erklärt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. Diese Version sah man auch bei den allerersten Proberunden. Im Gegensatz zur Konkurrenz von Audi und Mercedes, die seit Jahren die Abgase seitlich ableiten ("Sidepipes"), zieht BMW offenbar eine Lösung am Heck ernsthaft in Betracht.

Allzu viel sollte man in die aktuelle Optik des M3 aber nicht hineininterpretieren. Bei der Vorstellung der neuen Lackierung vor dem Hockenheim-Wochenende wurde sehr deutlich, dass sich viele Bereiche noch deutlich verändern werden. "Wenn man sich das Auto anschaut, dann ist schnell klar, dass dies nicht die endgültige Version der Aerodynamik ist", sagt Marquardt. Bislang gibt es kaum aerodynamische Feinheiten zu entdecken, die hinteren Radhäuser sind komplett geschlossen - was sicherlich nicht so bleibt.

"Wir arbeiten unter Hochdruck. Im März werden die Fahrzeuge homologiert und in der Entwicklung eingefroren. Bis dorthin wird noch eine Menge passieren. Man entwickelt natürlich bis zum allerletzten Moment", erklärt der BMW Motorsport Direktor. "Hochdruck" - das heißt bei den Münchenern, dass man auch im November und Dezember in Monteblanco mit der Maximalzahl von drei Autos testen wird. Audi fuhr bislang mit zwei A5, Mercedes jeweils nur mit einem neuen C-Klasse Coupe.

"Die Einheitsteile sind nahezu aussortiert. Im Juli waren wir diesbezüglich vielleicht bei 80 Prozent, jetzt aber schon irgendwo zwischen 95 und 98 Prozent. Wir nähern uns dort der endgültigen Lösung", sagt Marquardt über die bisherigen Entwicklungen. "Gleichzeitig spulen wir einfach viele Kilometer ab. Wir sind mit drei Autos unterwegs, weil unser Motor brandneu ist. Man kann viel auf dem Prüfstand machen, aber einige Dinge kannst du nur im Auto testen."

Im Gegensatz zu Audi und Mercedes bringt BMW ein ganz neues V8-Triebwerk. "Wir hatten keine regelrechten Motorschäden. Aber im Rahmen einer solchen Entwicklung nähert man sich bewusst der Grenze in gewissen Bereichen. Manchmal geht man dabei über das Limit hinaus", erklärt Marquardt kleine Aussetzer beim Test. "Man muss sich bei einem Rennmotor an diese Grenzen heranarbeiten. Nur so findet man die Stellschrauben, an denen man noch arbeiten muss."

"Das Regelwerk steht so gut wie fest. Die Dinge, die jetzt möglicherweise noch offen sind, sind nicht so wichtig, dass sie uns in der Entwicklung oder in der Produktion der Autos behindern könnten", sagt der ehemalige Toyota-Mann angesichts des Reglements, auf das die Fans noch warten. "Wir bleiben bei sechs Autos, mehr ist im Rahmen unserer Konstellation nicht zu machen. Wir müssen unser Paket und unsere Abläufe optimieren. An noch mehr Autos können wir derzeit eher nicht denken."

Fotoquelle: xpb.cc

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