Die Piloten sind mit der Basis des neuen BMW M3 DTM sehr zufrieden

DTM 2011

— 08.12.2011

Monteblanco: BMW beendet positive Testfahrten

BMW Motorsport absolviert umfangreiches Testprogramm in Monteblanco - Martin Tomczyk mit erfolgreichem BMW Debüt

BMW Motorsport hat in Südspanien einen weiteren erfolgreichen DTM-Test absolviert. Auf dem "Circuito Monteblanco" bei Sevilla trafen sich vom 06. bis 08. Dezember zum letzten Mal in diesem Jahr alle in der DTM engagierten Hersteller. Der neue BMW Werksfahrer Martin Tomczyk gab dabei sein Debüt im BMW M3 DTM. Der amtierende DTM-Champion, der in Monteblanco auch seinen 30. Geburtstag feierte, wechselte sich in den Cockpits der drei BMW M3 DTM mit seinen Markenkollegen Bruno Spengler und Andy Priaulx ab.

Neben diesen drei BMW Werksfahrern bekamen zwei weitere Piloten die Chance, den BMW M3 DTM zu testen: der amtierende GP2-Champion, Formel-1-Testfahrer und frühere Grand-Prix-Pilot Romain Grosjean sowie Marco Wittmann, der nach seinen Anfängen in der Formel BMW nun erfolgreicher Formel-3-Pilot ist.

"Wir sind mit diesem Test sehr zufrieden", erklärt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. "Martin hat sich wie erwartet problemlos auf das Auto eingestellt und in das Team eingelebt. Damit konnte er sich schon nach sehr kurzer Zeit auf das eigentliche Testprogramm konzentrieren. Insgesamt können wir nach diesen drei Tagen ein positives Fazit ziehen."

"Die Teams konnten gemeinsam mit Martin, Bruno und Andy alle Punkte abhaken, die wir auf unserer Liste hatten. Und auch Romain und Marco haben wichtiges Feedback gegeben. Wir sind mit der Entwicklung unseres BMW M3 DTM wieder einen großen Schritt weitergekommen. Nun werden wir unsere Arbeit zuhause fortsetzen und uns weiter intensiv auf den Saisonstart im Frühjahr vorbereiten."

BMW Motorsport, das BMW Team Schnitzer, das BMW Team RBM und das BMW Team RMG fanden in Monteblanco gute Strecken- und Wetterbedingungen vor. Damit konnte ein umfangreiches Testprogramm absolviert werden. Auf der langen Aufgabenliste standen unter anderem die Laufzeiterprobung der Einheitsteile, Arbeiten an den Fahrwerkseinstellungen und Elektroniktests. Insgesamt legten die Fahrer auf der 3,357 Kilometer langen Strecke am ersten Tag 377 Runden zurück, am zweiten Tag waren es 361 Runden und am dritten Tag 353 Runden.

Für Meister Tomczyk hat in Spanien ein neuer Abschnitt seiner Karriere begonnen: "Mein Fazit nach diesem Test fällt sehr positiv aus. Natürlich ist die Situation für mich neu - ein neuer Hersteller, ein neues Auto, eine neue Mannschaft. Man muss sich zuerst ein bisschen einarbeiten, doch das hat auf Anhieb sehr gut funktioniert. Insgesamt merkt man, dass wir alle gemeinsam ein Ziel verfolgen, nämlich beim ersten Rennen konkurrenzfähig zu sein."

"Die Strategie, wie man bei den Tests vorgeht, funktioniert sehr gut. Wir konnten an diesem mit drei Tagen eigentlich kurzen Test sehr viele Erfahrungen sammeln und diese auch gleich umsetzen. Wenn es so weitergeht, dann habe ich auch keine Bedenken, dass das Auto beim ersten Rennen wirklich konkurrenzfähig ist."

"Mir persönlich hat es Spaß gemacht, den BMW M3 DTM und die Mannschaft kennenzulernen - und auch, hier Geburtstag zu feiern. Meine Bilanz: Es ist toll, etwas Neues kennenzulernen. Und wenn das Neue dann auch noch hervorragend funktioniert, ist es umso schöner."

Spengler & Priaulx haben Basis gefunden

Auch Spengler wird im kommenden Jahr erstmals für BMW um Siege kämpfen: "Wir kommen sehr gut voran. Bis jetzt haben wir gute Basisarbeit geleistet und konnten viele Erfahrungen sammeln. Natürlich müssen wir noch viel lernen, doch wir haben in diesem Prozess in dieser Woche große Fortschritte gemacht", so der Kanadier.

"Ich kenne jetzt alle Leute im Team, was die Arbeit auch für mich einfacher macht. Es macht mir sehr viel Spaß, mich intensiv in die Entwicklung des Autos einzubringen. Es gibt noch einige Bereiche, auf die wir uns nun konzentrieren müssen, aber die Motivation der gesamten Mannschaft ist unheimlich hoch. Und es ist einfach toll, so arbeiten zu können."

Priaulx steigt nach drei Weltmeistertiteln in der WTCC in die DTM um und setzte seine Eingewöhnungsarbeit fort: "Diese drei Tage waren sehr produktiv. Es war auch klasse, mit Martin und Bruno zusammenzuarbeiten. Wir konnten eine Menge an Aufgaben erledigen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Entwicklungsstand, den wir mit dem Auto schon erreicht haben. Es geht ganz klar in die richtige Richtung. Dieser Test stimmt mich optimistisch für die Zukunft."

Grosjean & Wittmann erstmals im DTM-Boliden

Dagegen saß Grosjean erstmals in einem DTM-Boliden der neuen Generation: "Ich bin mit diesem Test sehr zufrieden. Es war toll, ein neues Auto kennenzulernen, vor allem, da in der DTM nun eine neue Ära beginnt. Für einen Fahrer ist es immer spannend, zur Entwicklung eines Autos beizutragen. Und die DTM ist eine Meisterschaft, für die ich mich schon seit Langem interessiere."

"Deshalb hat es mich sehr gefreut, dass ich die Chance bekommen habe, mit BMW zu testen. Das Auto ist recht leistungsstark und hat sehr gute Bremsen sowie eine hohe aerodynamische Effizienz. Zudem lässt es sich in langsamen Kurven sehr gut fahren. Es ist beeindruckend, dass ein Auto von dieser Größe ein solches Handling und Reaktionsvermögen hat", beschreibt der Franzose.

"Der Test lief sehr gut. Wir haben an verschiedenen Bereichen des Fahrzeugs gearbeitet und konnten uns während der Testtage enorm steigern. Und ich denke, dass es für das Team interessant war, das Feedback eines Fahrers zu hören, der nicht aus der DTM, sondern aus dem Formelsport kommt." Ob Grosjean im kommenden Jahr in der DTM fahren wird, steht noch nicht fest. Die Gerüchte bringen ihn auch mit dem Formel-1-Cockpit bei Louts-Renault in Verbindung.

Wittmann hat seine Formel-3-Karriere mit einer starken Vorstellung in Macao beendet. Für die Zukunft wünscht sich der Deutsche ein Cockpit in der DTM. BMW hat dem 22-Jährigen nun eine Testchance gegeben. "Es war mein erster Test in einem DTM-Auto und ich war zum ersten Mal in Monteblanco. Von daher habe ich gleich in zweifacher Hinsicht Neuland betreten."

"Natürlich musste ich mich zunächst an das DTM-Fahrzeug gewöhnen. Wenn man aus dem Formelsport kommt, ist es schon eine gewisse Umstellung. Man hat eine Servolenkung, und auch die Sicht ist vollkommen anders. So sieht man zum Beispiel nicht, ob man stehende Räder hat", sagt Wittmann. "Doch ich bin von Runde zu Runde besser zurechtgekommen und konnte dann richtig Gas geben. Überrascht war ich von den starken Bremsen und vom Abtrieb, den das DTM-Auto produziert. Es hat mir auf jeden Fall viel Spaß gemacht, hier zu testen und mit BMW zusammenzuarbeiten."

Fotoquelle: BMW

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