Andy Priaulx ist vom Potenzial des neuen BMW M3 DTM begeistert

DTM 2011

— 11.12.2011

Priaulx: "In einer richtigen Rennmaschine eingesperrt"

Andy Priaulx testet seit Monaten den neuen BMW M3 DTM - Der neue Bolide ist ein reinrassiges Rennauto, schnell und agil

BMW hat sich auf Fahrerseite fr die Comeback-Saison stark aufgestellt. Mit Bruno Spengler und Martin Tomczyk wurden zwei ausgewiesene DTM-Asse verpflichtet. Dazu kommt Tourenwagenspezialist Andy Priaulx, der dreimal Weltmeister war. Im vergangenen Jahr fuhr der Brite den M3 GT-Boliden von BMW im Intercontinental Le-Mans-Cup (ILMC). In den vergangenen Monaten war der 37-Jhrige mit Testfahrten im neuen M3 DTM beschftigt. Wie konkurrenzfhig das Auto sein wird, wird sich erst beim Saisonauftakt zeigen. Dennoch ist Priaulx von der Herangehensweise der Bayern beeindruckt.

"BMW war schon immer sehr professionell im Motorsport. Als ich in der Lausitz meinen ersten Test absolviert habe, war ich beeindruckt von der Herangehensweise, der Struktur, der Gre des Tests und was wir in der DTM machen werden", sagt Priaulx gegenber dem 'Car Magazine'. "Das Auto hat sofort eine hohe Performance gezeigt und sich gut angefhlt. Wir brauchen aber die Testzeit, um etwas ber die Reifen zu lernen, das Aerodynamikpaket, und wir mssen das Auto siegfhig machen."

Obwohl es neue Regeln gibt, hat die Konkurrenz von Audi und Mercedes einen Erfahrungsvorteil in der DTM. BMW arbeitet mit Hochtouren am neuen Projekt und bringt auch die Erfahrungen aus der Formel 1 ein. Stndig wird der M3 weiterentwickelt. "Vor zwei Monaten war das Auto noch ganz anders als jetzt", sagt Priaulx. "Wir sparen Gewicht und das Auto wird immer leichter und leichter. Deshalb reagiert es anders."

"Wir arbeiten an verschiedenen Geometrien und kinematischen Einstellungen. Bei jedem Test erforschen wir etwas Neues." Die neuen DTM-Boliden sind trotz vieler Einheitsteile hochgezchtete Rennautos. Im Vergleich zu den GT-Rennern sind sie viel ausgefeilter und schneller. "Das DTM-Auto hat Karbon-Bremsen, weshalb die Temperaturen hher sein mssen. Man muss auch hrter aufs Bremspedal steigen um das Auto zu verzgern. Man kann aufgrund des Abtriebs aber hrter und spter bremsen", so Priaulx. "Es gibt doppelt soviel Abtrieb wie bei einem GT-Auto, weshalb die Kurvengeschwindigkeiten hher sind."

Im Vergleich zu einem GT-Auto ist der DTM-Bolide viel agiler und unter dem Strich schneller, obwohl durch den greren Luftmengenbegrenzer etwas weniger Leistung zur Verfgung steht. "Die grten Unterschiede sind fr mich die Aerodynamik und der mechanische Grip", streicht der dreifache Weltmeister heraus. "Man muss den DTM-Boliden mit viel mehr Energie fahren."

"Man muss das Auto hart fahren, um auf die Rundenzeiten zu kommen. Es ist krperlich deshalb anstrengender als ein GT-Auto. Man sitzt viel tiefer, weshalb die Sicht schlechter ist. Man fhlt sich in einer richtigen Rennmaschine eingesperrt." Die DTM-Autos sind auf Sprintrennen ausgelegt, whrend der GT-Wagen fr die Langstrecke konzipiert ist. Spannend wird es am ersten Mai-Wochenende, wenn es in Hockenheim zum ersten Krftemessen der neuen Boliden kommt.

"Wir werden erst beim ersten Qualifying wissen wo wir stehen. Wir werden uns nicht blamieren, aber wir respektieren Audi und Mercedes. Sie kennen die Meisterschaft. Wir lernen diese Informationen nicht ber Nacht. Wir werden unsere Tests in der ffentlichkeit machen. Ich bin sehr optimistisch, dass wir mit unseren Leuten eine gute Leistung abliefern werden."

Fotoquelle: BMW

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