DTM 2011: Hockenheim

DTM 2011: Hockenheim

— 02.05.2011

Spengler gewinnt DTM-Auftakt

Mercedes hat den DTM-Auftakt in Hockenheim dominiert. Der Kanadier Bruno Spengler (links) feierte einen Start-Ziel-Sieg. Mattias Ekström wurde Zweiter, Ralf Schumacher (rechts) fuhr mit Rang drei sein bisher bestes Ergebnis ein.

(dpa) Bruno Spengler hat den DTM-Auftakt in Hockenheim gewonnen. Der "ewige Zweite", der den Titel 2010 im letzten Rennen verspielt hatte, feierte in der Zeit von 1:03:07,244 Stunden einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg und seinen insgesamt achten DTM-Erfolg. Auf Rang zwei fuhr der nach einem Handbruch immer noch unter Schmerzen leidende zweifache DTM-Champion Mattias Ekström aus Schweden als bester Audi-Pilot, er konnte die Fortsetzung der Mercedes-Siegesserie in Hockenheim aber nicht verhindern. Die Stuttgarter gewannen dort das vierte Rennen nacheinander. Auch Ralf Schumacher lieferte eine starke Leistung  ab: Der frühere Formel 1-Pilot landete auf dem dritten Platz und erzielte damit nach drei eher erfolglosen Jahren sein bestes DTM-Ergebnis überhaupt. Zweitbester Audi-Pilot war Timo Scheider auf Rang vier.

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Ein Herz und eine Seele: Nach seinem Sieg in Hockenheim knutscht Bruno Spengler die Haube seiner AMG Mercedes C-Klasse.

"Eine sehr coole und souveräne Leistung von Bruno Spengler, ein klasse Sieg", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Auch Ralf Schumacher sei eigentlich siegfähig gewesen. Der 35-Jährige habe "ganz verdient" seinen ersten Podestplatz in der DTM erreicht. Der jüngere Bruder von Formel 1-Rekordweltmeister Michael Schumacher sagte: "Ich kann mich nur bei Mercedes dafür bedanken, dass sie so lange Geduld mit mir hatten. Mein Ziel ist es immer, mit den Teamkollegen vergleichbar zu sein. Ich möchte vorne mit dabei sein", betonte der jüngere "Schumi". Jetzt habe es schon mal ein Schumacher aufs Podium geschafft. "Der nächste wird bald folgen. Da bin ich mir ganz sicher", sagte Ralf Schumacher mit Blick auf die Durststrecke seines Bruders beim Formel 1-Comeback.

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Fast hätte Schumacher sogar noch Ekström überholt, dessen Auto am Ende einen Defekt an der hinteren Radaufhängung hatte. "Ich konnte in den letzten vier Runden kaum noch fahren", erklärte Ekström. "Ich bin froh, dass mich Schumacher nicht mehr geholt hat." Aus der angekündigten Revanche von Audi wurde in jedem Fall nichts, obwohl sie nach den Reifenproblemen des Vorjahres mit dem neuen Pneu von Hankook gut zurechtkamen. Die Ingolstädter wollten eigentlich schon auf dem nordbadischen Traditionskurs zum Gegenschlag ausholen, nachdem Mercedes in der Gesamtwertung der Vorsaison einen Dreifach-Erfolg gefeiert und neun von elf Rennen gewonnen hatte. "Platz eins wäre mir lieber gewesen als zwei und vier", sagte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. "Aber wir waren dabei und kämpfen im nächsten Rennen weiter."

Nach einem unspektakulären Start gab es in der Spitze keine Änderungen in der Reihenfolge. Einen Angriff von Ekström im Audi A4 in der ersten Kurve parierte Spengler und blieb in seiner C-Klassse souverän vorn. Der 27-Jährige zeigte damit, dass er das Zeug hat, den nach seinem Vorjahrestitel für Mercedes in die Formel 1 gewechselten Schotten Paul di Resta als Champion zu folgen. Spannung entstand erst nach einer Safety-Car-Phase in der Mitte des Rennens, nach der sich Spengler und Schumacher Angriffen der Konkurrenz erwehren mussten. Abwechslung brachte auf den 38 Runden à 4,574 Kilometer zudem die Aufholjagd von Vorjahres-Vizemeister Gary Paffett. Der Engländer musste nach einem Schaltfehler im Qualifying vom letzten Platz aus starten, arbeitete sich Rang um Rang vor und wurde noch Sechster.

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