Martin Tomczyk (GER) Audi Sport Team Phoenix

DTM 2011: Lausitzring

— 20.06.2011

Audi killt den Dämon

Fünf Jahre lang hatte Audi auf dem Lausitzring keinen Stich gemacht. Jetzt platzte der Knoten. Spielberg-Sieger Martin Tomczyk gewann den vierten DTM-Lauf und fuhr an die Spitze der Gesamtwertgung.

(dpa/cj) Martin Tomczyk hat mit seinem Audi-Oldie zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen die Konkurrenz bei der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) düpiert. Der Rennfahrer aus Rosenheim gewann am Sonntag (19. Juni 2011) auf dem Eurospeedway in der Lausitz in einem A4 2008er-Modell den vierten Saisonlauf. "Wir haben den Dämon vom Lausitzring gekillt", sagte Tomczyk nach seinem ebenso überraschenden wie überlegenen Triumph. "Es war einfach unglaublich." Auch Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich war erleichtert: "Das tut sehr gut." Dank dieses erneuten Kunststücks, der Schützenhilfe seines Markenkollegen Timo Scheider (Altach) mit Rang zwei und einer brillanten Boxenstoppstrategie konnte Tomczyk auch Mercedes-Rivale Bruno Spengler von der Spitze der DTM-Gesamtwertung verdrängen. Der Kanadier musste sich mit Rang drei begnügen.

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Martin Tomczyk fuhr auf dem Lausitzring einen ungefährdeten Sieg heraus und übernahm die Führung in der DTM-Gesamtwertung.

"Es fühlt sich schon verdammt gut an, mit einem Jahreswagen Führender zu sein", jubelte Tomczyk. Nach vier von elf Läufen liegt er mit 30 Punkten knapp an der Spitze vor Spengler (29) und Scheider (19). Vor zwei Wochen schon hatte Tomczyk im österreichischen Spielberg im Altwagen zum ersten Mal triumphiert. Nun wiederholte der Bayer diesen Coup auf einer Strecke, die ihm und Audi eigentlich nicht liegt: Die vergangenen fünf Jahre hatte hier immer Mercedes gewonnen. Nach 52 Runden (180,856 Kilometer) überquerte er in 1:10:52,902 Stunden als ungefährdeter Sieger die Ziellinie. Tomczyk glückten damit in seiner langen DTM-Karriere erstmals zwei Erfolge hintereinander. Scheider wies 5,436 Sekunden Rückstand auf; Spengler benötigte 14,300 Sekunden mehr.

Ralf Schumacher hatte wegen seines völlig verhagelten Qualifyings keine Chance auf den dritten Podestplatz in dieser Saison. Der Mercedes-Pilot aus Kerpen konnte sich von Startplatz 17 nur auf Rang 12 vorarbeiten und verpasste damit deutlich die Punkte. Tom Kirstensen überzeugte dagegen bei seinem DTM-Comeback für Audi. Der Däne, der den beim Langstreckenklassiker Le Mans vor einer Woche schwer verunglückten Mike Rockenfeller (Altnau) für diesen Lauf ersetzte, wurde Siebter.

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