DTM Norisring 2011

DTM 2011: Norisring

— 04.07.2011

Spengler gewinnt die Regenschlacht

Die turbulente Regenschlacht auf dem Norisring endete mit einem Rennabbruch. Als Sieger konnte sich Bruno Spengler feiern lassen. Er bernahm wieder die Gesamtfhrung von Audi-Pilot Martin Tomczyk.

(dpa) Der Norisring bleibt Mercedes-Land: Mit seinem Sieg beim turbulenten "Heimspiel" von Rivale Audi hat Bruno Spengler die Erfolgsserie der Silberpfeile auf neun Siege nacheinander seit 2003 ausgebaut und die Gesamtfhrung in der DTM wieder bernommen. Der Kanadier gewann am Sonntag (3. Juli 2011) in Nrnberg den fnften Lauf zum Deutschen Tourenwagen Masters (DTM), der wegen Nsse schon nach drei Vierteln der Renndistanz abgebrochen werden musste. Bei der Wasserschlacht machte Jamie Green den Mercedes-Doppelerfolg perfekt. Nach drei Saisonsiegen in Serie musste sich Audi durch Martin Tomczyk mit Platz drei zufriedengeben. Spengler holte sich im vllig verregneten Nrnberg auch noch den tabellarischen Platz an der Sonne mit nunmehr drei Punkten Vorsprung von Tomczyk (36) zurck.

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"Es ist ein geiles Gefhl, hier zu gewinnen", sagte Spengler nach seinem zweiten Saisonerfolg. "Am Ende hatten wir hinter dem Safety-Car Aquaplaning. Die Rennleitung hat mit dem Abbruch die richtige Entscheidung getroffen." Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug lobte nach dem "turbulenten" Rennverlauf auf dem nur 2,3 Kilometer langen Stadtkurs: "Es war ein toller Job von Bruno und Jamie. Alle Neune unglaublich", meinte Haug mit Blick auf die lange Erfolgsserie der Stuttgarter. Derweil sprach "Jahreswagen"-Pilot Tomczyk trotz des kleinen Rckschlags nun auch ffentlich vom ersten DTM-Titel. "Das wird mein Ziel fr die zweite Saisonhlfte sein", meinte der 29-Jhrige.

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Land unter am Norisring: Wegen der katastrophalen Sichtverhltnisse wurde das Rennen vorzeitig beendet.

Wegen des nassen Asphalts startete das Feld hinter dem Safety-Car. Die befrchteten Unflle blieben aber zunchst aus. Stattdessen lenkten die Piloten ihre Fahrzeuge diszipliniert und ohne riskante berholmanver ber die schwierige Piste. Whrend Spengler konstant an der Spitze fuhr, hatte sich Tomczyk bis zur elften Runde schon von Rang zehn auf sieben verbessert. Doch dann: Mercedes-Mann Gary Paffett krachte wegen technischen Defekts in die Mauer. Hinter Spengler entwickelte sich ein intensives Duell zwischen Green (England) und Audi-Vertreter Mattias Ekstrm (Schweden). Als der fhrende Kanadier an die Box fuhr, bekmpften sich Ekstrm und Green ber mehr als zwei Runden, ehe der zweifache DTM-Champion Ekstrm in der S-Kurve vorbeizog. Doch schon wenig spter konterte Green und berholte wieder.

Whrenddessen wechselten die Bedingungen auf der Strecke mehrfach. Zwar trocknete der Asphalt zwischendurch etwas ab. Doch als es wieder strker regnete, entschloss sich die Rennleitung, das Safety-Car erneut rauszuschicken. Ekstrm war bis zu diesem Zeitpunkt wegen der zwischenzeitlichen Boxenstopps auf dem siebten Platz zurckgefallen. Doch Tomczyk hatte sich bis auf die Position hinter Spengler und Green vorgekmpft und war damit der grte Gewinner des Abbruchs.  Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich blieb nach der erneuten Pleite der Ingolstdter in Nrnberg nichts anderes brig, als auf die Zukunft zu hoffen. "Ich glaube aber, es wre heute noch mehr mglich gewesen, wenn es lnger gegangen wre." Freuen konnte er sich zumindest ber das Comeback von Mike Rockenfeller. Der Altnauer sa drei Wochen nach seinem schweren Unfall bei den 24 Stunden von Le Mans wieder im DTM-Auto, belegte aber nur Rang 14.

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