DTM 2011: Zandvoort

DTM 2011: Zandvoort

— 16.05.2011

Erster Saisonsieg für Audi

Mike Rockenfeller fuhr für Audi im niederländischen Zandvoort den ersten Saisonsieg heraus – und feierte damit seinen ersten DTM-Erfolg überhaupt. Bester Mercedes-Pilot war Bruno Spengler auf Rang zwei.

(dpa) Mike Rockenfeller hat Audi den ersten Saisonsieg im Deutschen Tourenwagen-Masters beschert und die lange Durststrecke der Ingolstädter gegenüber Rivale Mercedes beendet. Der Deutsche gewann am Sonntag (15. Mai 2011) den zweiten Lauf im niederländischen Zandvoort und feierte damit seinen ersten DTM-Erfolg überhaupt. Der 27 Jahre alte Le-Mans-Sieger von 2010 setzte sich auf dem Dünenkurs in der Zeit von 1:05:28,514 Stunden vor dem Mercedes-Piloten Bruno Spengler (Kanada) und seinem Audi-Kollegen Martin Tomczyk (Deutschland) durch, der in einem "Jahreswagen" fährt. "Ich bin erleichtert, denn der Auftakt in Hockenheim war enttäuschend gewesen", sagte Rockenfeller, der in Nordbaden nur Elfter geworden war. "Das war ein tolles Qualifying und ein super Rennen. Der Grundstein war der Start, bei dem ich schon einen Mercedes hinter mir gelassen habe und dann nicht mehr viel in den Rückspiegel schauen musste", erklärte der Sieger.

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Audi-Pilot Mike Rockenfeller holte in Zandvoort seinen ersten DTM-Sieg.

Der in einem Audi von 2008 fahrende Tomczyk meinte: "Ein super Rennen, wenn man berücksichtigt, dass ich beim ersten Boxenstopp viel Zeit verloren habe. Nach zehn Jahren DTM bleibt da sogar mir die Sprache weg." Auch der Motorsport-Chef von Audi, Wolfgang Ullrich, atmete auf, nachdem das Vorjahr für die Bayern angesichts eines Dreifach-Erfolgs von Mercedes in der Gesamtwertung verkorkst gewesen war und Spengler vor zwei Wochen auf dem Hockenheimring triumphiert hatte. "Ich denke, bei uns hat heute das Tempo gestimmt. Das war insgesamt eine super Leistung", sagte Ullrich. Auf den ersten acht Plätzen lagen fünf Audis, der nur von Rang 16 gestartete zweifache DTM-Champion Mattias Ekström (Schweden) fuhr von Startplatz 16 noch auf Rang acht vor.

In der Gesamtwertung führt allerdings weiter Spengler mit nun 18 Punkten vor Rockenfeller und Tomczyk (beide 10). Spengler war zwar erneut von der Pole Position ins Rennen gegangen, musste die Führung wegen eines zu späten Reifenwechsels in der 14. Runde jedoch an Rockenfeller abgeben und konnte sie nicht mehr zurückerobern. "Ein spannendes Rennen bis zum Schluss", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Der zweite Platz von Bruno Spengler anderthalb Sekunden hinter dem Sieger geht in Ordnung. Glückwunsch an Audi zum Sieg." Dem Mercedes-Piloten Ralf Schumacher, der in Hockenheim als Dritter sein erstes Podest-Ergebnis erzielt hatte, konnte Haug nicht gratulieren. Der Kerpener fuhr dieses Mal nur auf den elften Platz.

Rockenfeller hatte bereits in der ersten Kurve Spenglers Team-Kollegen Jamie Green (England) überholt und sich auf Rang zwei in eine gute Position vorgearbeitet. Als Spengler das Boxenstopp-Kommando von Mercedes nicht richtig hörte und zu lange auf der Strecke blieb, nutzte Rockenfeller seine Chance und setzte sich an die Spitze. "Aber ein zweiter Platz in Zandvoort ist auch nicht schlecht", meinte Spengler. "Das ist hier meine beste Platzierung."

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