Mattias Ekström verbringt die ersten Tage des Jahres in seiner Heimat Schweden

DTM 2012

— 03.01.2012

Ekströms Traum: "250 PS mehr"

Audi-Speerspitze Mattias Ekström rechnet mit engen Duellen in der neuen Saison - Wird die DTM für die Piloten zu einfach?

Die Vorbereitung auf die neue DTM-Saison kommt bald in ihre besonders heiße Phase. In wenigen Wochen stehen die nächsten Testfahrten an. Bis zur Homologierung der neuen Fahrzeuge Anfang März versuchen die Hersteller möglichst viel aus ihren Autos herauszukitzeln. Die nun anstehende Arbeit an der Performance wird ein Wettlauf, dessen Ergebnis man frühestens am 28. April im Qualifying in Hockenheim konkret ablesen können wird.

"Schon jetzt sind die neuen Autos nur etwa 1,5 Sekunden langsamer als die alten", berichtet Mattias Ekström in der 'Speedweek'. Der Schwede geht davon aus, dass man beim Saisonauftakt am letzten April-Wochenende ähnliche Rundenzeiten markieren wird wie mit den vorherigen DTM-Fahrzeugen. "Wie sehr man attackieren kann, wird sich zeigen. Ich hoffe, die Autos halten mehr aus als bisher", meint Ekström, der allerdings leichte Zweifel daran zu haben scheint.

"Die neue Auto-Generation ist einfacher zu fahren", meinte Ralf Schumacher schon vor Wochen nach seinem ersten Testeinsatz im 2012er-Mercedes. Ekström stimmt ihm zu. "Wenn man breitere Reifen hat, aber den gleichen Motor, muss man kein Einstein sein, um das vorherzusehen", erklärt der Audi-Topstar. "Ich hätte mir 250 PS mehr gewünscht, um das Ganze etwas schwieriger zu gestalten." Auf dem aktuellen Stand werde es wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen aller Hesteller geben. "Überholen bleibt schwierig", merkt der zweimalige Champion an.

Der Schwede sieht die neue Konkurrenz von BMW technisch gut aufgestellt, aber er wittert dennoch Vorteile für Audi und Mercedes. "Ich fahre im April zum 24. Mal nach Hockenheim, kenne jede Bodenwelle", beschreibt der erfahrene Abt-Pilot. "Ich kenne auch alle Leute bei uns in- und auswendig. Bei Paffett oder Green ist es ähnlich. Wenn das kein Vorteil ist, dann weiß ich es auch nicht." Außerdem meint er: "Müsste BMW ein Auto nach altem Reglement bauen, dann hätten sie keine Chance."

Die Münchener profitieren vom neuen Regelwerk mit seinen zahlreichen (fast 50) Einheitsteilen. Nur so kann man technisch sofort auf Topniveau mitgehen. Neue Fahrer sollen zudem die DTM-Szene bereichern. An der Klasse der BMW-Werkspiloten hat Ekström keinerlei Zweifel. "Ich habe großen Respekt vor ihnen", sagt er und nennt sogleich ein konkretes Beispiel. "Ein Priaulx hat mehr Coolness und Rennintelligenz als viele andere, selbst wenn er vielleicht nicht mehr der Allerschnellste ist."

Fotoquelle: Audi

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