Oliver Jarvis gibt sich selbstkritisch: Nicht alle Chancen in der DTM genutzt

DTM 2012

— 11.03.2012

Jarvis: "Nicht das erreicht, was machbar gewesen wäre"

Ex-Audi-DTM-Pilot Oliver Jarvis über seine vergebenen Chancen im Abt-Team und die Herausforderung Le Mans: "Habe mehr Einsätze als im Vorjahr"

Für Oliver Jarvis ist das Kapitel DTM (zumindest vorerst) beendet. Der Brite, der den Erwartungen nach seinem Wechsel in den 2009er-Audi bei Abt nur selten gerecht wurde, wurde zur neuen Saison ins Langstreckenprogramm von Audi beordert. Jarvis wird allerdings nicht nur in Spa-Francorchamps und Le Mans fahren, sondern auch die volle GT1-WM-Saison in einem Audi R8 LMS von WRT bestreiten.

"Ich bin sehr glücklich, weil ich immer darum gebeten hatte, zum Le-Mans-Kader zu gehören. Dieses Rennen ist dermaßen speziell. Ich freue mich total auf die Vorbereitung und auf den Weg nach Le Mans", sagt Jarvis im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Der Brite war bereits 2010 an der Sarthe gestartet. Im Kunden-Audi von Kolles wurde er zum besten Rookie des Jahres beim französischen Klassiker.

"Es war einfach jetzt der passende Zeitpunkt, weil man im Le-Mans-Programm einige Plätze frei hatte", sagt Jarvis. "Ein Doppelprogramm wäre in diesem Jahr schwierig, weil zum Beispiel Spa-Francorchamps und der Vortest jeweils mit einem DTM-Lauf kollidieren. Ich musste mich auf das eine oder das andere konzentrieren. Hinzu kam, dass die Zahl der Autos in der DTM reduziert wurde. Es machte also für beide Seiten wirklich Sinn."

Der 28-jährige Audi-Pilot hatte 2008 mit Phoenix in der DTM debütiert. Im zweiten Jahr überzeugte er Fans und Audi-Verantwortliche gleichermaßen. Im ersten Rennen des Jahres landete Jarvis auf dem Podest, in Zandvoort sicherte er sich die Pole-Position. Das Rennen in den Niederlanden wird Jarvis so schnell nicht vergessen. Es war seine große Chance auf einen DTM-Sieg, aber es wurde nur Rang zwei. Insgesamt holte er bei 42 Starts 55 Punkte.

"Ich hatte vier tolle Jahre in der DTM. Ich kann nicht sagen, dass ich dort alles erreicht habe, was machbar gewesen wäre", gibt sich Jarvis selbstkritisch. "Ich wäre sicherlich nicht enttäuscht gewesen, wenn ich weiter hätte DTM fahren sollen, aber ich bin im Prototypen-Programm sehr glücklich. Ich fahre nicht die komplette WEC-Saison, aber mein Programm passt gut. Ich werde in Spa-Francorchamps und in Le Mans fahren. Hinzu kommen diverse Testeinsätze im Prototypen."

"Ich werde mehr Einsätze haben als im vergangenen Jahr", meint der Brite, der neben den Rennen auch noch viele Entwicklungsfahrten im Le-Mans-Prototypen absolvieren wird. "Ich hatte das Glück, einige Tests im Hybridauto absolvieren zu dürfen. Es ist eine faszinierende Technologie, die richtig gut funktioniert. Es waren sicherlich einige überrascht, dass Audi nicht auf Batterien setzt, sondern auf das Schwungrad. Es sieht richtig gut aus", so sein Eindruck vom neuen R18 e-tron quattro.

Fotoquelle: xpb.cc

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