Joey Hand kommt nicht in die DTM, nur um im Feld mitzufahren

DTM 2012

— 03.04.2012

Hand: "Fühle mich ein wenig wie bei Olympia"

BMW-Pilot Joey Hand verspürt als erster US-Amerikaner in der DTM großen Stolz und verspricht: "Ich bin hier, um zu gewinnen"

Joey Hand ist der erste US-Amerikaner in der DTM. Als einer von sechs BMW-Piloten greift er ins Lenkrad eines der neuen M3 DTM. Im RMG-Team hat der Kalifornier niemand geringeren als den amtierenden Champion Martin Tomczyk als Teamkollegen. Im Vorfeld seiner ersten Saison im Deutschen Tourenwagen Masters ist der langjährige BMW-Pilot voller Vorfreude.

"Ich fühle mich geehrt und bin schon ganz gespannt", sagt Hand. "Es freut mich, für BMW in der DTM anzutreten und es macht mich stolz, die Vereinigten Staaten in dieser Rennserie zu repräsentieren. Ich fühle mich ein wenig wie der US-Teilnehmer bei den Olympischen Spielen."

Der Neueinsteiger will von Beginn an vorn mitfahren. "Ich habe das Gefühl, mich in der Form meines Lebens zu befinden", sagt Hand, der in den vergangenen Jahren für BMW erfolgreich in der American-Le-Mans-Series (ALMS) ins Lenkrad griff und das neben seinem DTM-Engagement auch in diesem Jahr tut. "Jetzt ist genau die richtige Zeit für mich, diese neue Herausforderung anzunehmen", sagt er über die DTM.

"Ich wollte schon als Kind immer gegen die Besten antreten", gesteht der US-Boy. "Dabei spielt es für mich keine Rolle, wer oder was das ist. Ich bin überzeugt, dass ich in diesem Jahr gegen die besten Autos, Teams und Fahrer der Welt antrete", so der Kalifornier mit dem typisch amerikanischen "Understatement".

Vergangenheit als Formel-Pilot hilfreich

Den Wechsel in den BMW M3 DTM bezeichnet Hand als "steile Lernkurve". "Ich begann meine Karriere als Formel-Pilot und wechselte dann in den Langstreckensport", sagt der 33-Jährige und findet, dass sich das DTM-Fahrzeug vom GT-Fahrzeug der Münchner deutlich unterscheidet. "Das DTM-Auto fährt sich mehr wie ein Formel-Auto. Es hat deutlich mehr Abtrieb und vor allem viel bessere Bremsen als jedes andere Auto, das ich in jüngster Vergangenheit fuhr."

Seine Vergangenheit als Open-Wheeler bezeichnet Hand in diesem Zusammenhang als nützlich. "Ich muss meinen Fahrstil sicherlich etwas anpassen, aber ich war schon immer ein Fahrer, der mit viel Abtrieb sehr gut zurechtkam." Mit konkreten Vorhersagen was ein Abschneiden betrifft, hält sich der DTM-Neueinsteiger aber noch zurück: "Unsere Gegner fahren schon seit geraumer Zeit in dieser Serie. Wir müssen uns daher realistische Ziele setzen. Ich weiß nur, dass ich von Beginn an volle Attacke fahren werde."

Dem Saisonauftakt in Hockenheim am 29. April blickt Hand gespannt entgegen. "Dann werden wir alle sehen, wo wir stehen. Mein persönliches Ziel ist es, möglichst immer der Schnellste zu sein und sei es nur im Freien Training. Ob es dann tatsächlich auch so kommt, müssen wir abwarten." Eines steht für den US-Amerikaner aber zweifelsfrei fest: "Ich bin nicht hier, nur um mir das Land anzusehen. Ich bin hier, um zu gewinnen." Vor seinem DTM-Debüt steht für Hand am kommenden Wochenende noch der zweite ALMS-Saisonlauf auf dem kalifornischen Stadtkurs in Long Beach auf dem Programm.

Fotoquelle: BMW

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