Lebt im schönen Aix-en-Provence auf der Sonnenseite Frankreichs: Adrien Tambay

DTM 2012

— 12.04.2012

Neuling Tambay: Die Chance eiskalt genutzt

Wie Youngster Adrien Tambay in den achten Audi für die Saison 2012 kam: Guter Auftritt im Dezember, starke Nerven im März

Mitte März überraschte Audi mit der Bekanntgabe, dass man 2012 einen achten A5 DTM mit Youngster Adrien Tambay in die Rennen schicken wird. Die Ingolstädter hatten im harten Entwicklungswinter das Potenzial für den Einsatz eines weiteren Autos erkannt und einige Talente zu einer weiteren Sichtung nach Monteblanco gebeten. Dort setzte sich Tambay durch. Mit Speed und guter Arbeit, nicht aufgrund seines prominenten Nachnamens.

"Ich würde mit nichts und niemandem tauschen wollen", beschreibt Tambay sein neues Glück in der DTM im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Der 21-Jährige ist in der Szene bestens angekommen, er überzeugte bei seinen ersten Testeinsätzen und lässt bei Audi die Hoffnung keimen, dass man nach den Glücksgriffen 2011 mit Edoardo Mortara und Filipe Albuquerque nun wieder einen Volltreffer gelandet hat.

"Ich durfte im Dezember erstmals einen Audi testen. Da war ich richtig gut unterwegs. Allerdings gab es zu jenem Zeitpunkt keinen Platz im Kader", schildert Tambay, der Mitte Dezember 2011 in Monteblanco gemeinsam mit Daniel Abt und Laurens Vanthoor erste Fahrversuche im DTM-Auto absolvieren durfte. "Ich bekam viele Wochen später einen Anruf und man sagte mir, dass es vielleicht doch noch eine Chance geben könnte."

Tambay trat zu einer Sichtung in Spanien an. Seine Gegner: Mindestens sechs weitere Youngster, darunter beispielsweise Mirko Bortolotti und Rene Rast. "Ich stand bei der Sichtung gehörig unter Druck. Ich musste dort unbedingt einen guten Job abliefern. Ich war etwas nervös, aber es lief trotzdem alles bestens", sagt der Franzose. "Wenn sich eine Horde Jungs um einen einzigen Platz streitet, dann gibt man natürlich alles. Es hat geklappt."

Nach den Sichtungstests in Monteblanco folgte eine kurze Wartezeit, eine Zeit der großen Ungewissheit. "Ich bekam dann einen Anruf von Dr. Ullrich, nicht einmal zwei Tage nach dem Test. Es ging alles ganz schnell", beschreibt der glückliche DTM-Neuling. "Mein Vater hat fast geweint. Er war extrem stolz und erleichtert. Meine Mutter war immer davon überzeugt, dass ich es mal schaffe. Sie wusste, dass ich eines Tages eine solche Chance bekommen würde."

"Für Party war aber keine Zeit. Ich musste dann ziemlich schnell zum offiziellen Test nach Valencia. Ich war zwar am Abend nach dem Anruf vom Audi-Sportchef mit ein paar Freunden unterwegs, aber gedanklich war ich schon in der DTM. Ich musste das alles insgesamt erst einmal ein paar Tage sacken lassen", gibt der Sohn des früheren Formel-1-Stars Patrick Tambay zu.

"Ich freue mich sehr auf die Saison. Bisher ist zwar alles neu, aber es läuft sehr gut", meint Tambay. Sicher ist hingegen noch nicht, ob Audi den achten A5 bis zum Saisonstart in Hockenheim fertig haben wird. "Ich kann es noch nicht sagen. Kann sein, dass man es vielleicht nicht ganz bis zum ersten Rennen schafft, aber alle arbeiten extrem hart daran, es doch zu ermöglichen. Wir geben alles, um das Auto zum Saisonstart fertig zu haben."

Fotoquelle: Pacepix.com

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