Jens Marquardt will mit seiner BMW-Mannschaft möglichst schnell lernen

DTM 2012

— 13.04.2012

Marquardt: "Es gibt noch sehr viele Unbekannte"

BMW ist mit vielen Erfolgen in unterschiedlichen Rennserien bestens in das Jahr 2012 gestartet: Wie kommen die Münchener in der DTM zurecht?

Sieg in der hart umkämpften GT-Klasse der ALMS in Sebring, Sieg beim ersten VLN-Rennen des Jahres und dazu Podestplätze bei den Auftritten in der WTCC und im ADAC-GT-Masters - Das Rennjahr hat für BMW nahezu optimal begonnen. "Das legt die Messlatte für unser Werksprojekt in Europa, die DTM, recht hoch. Es ist unser Anspruch, von Beginn an konkurrenzfähig zu sein. Darum muss es gehen", sagt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Bei BMW hat man sich intensiv auf die Rückkehr in die DTM vorbereitet. "Ich glaube, dass es eng ist. Aber so etwas ist schwierig aus den Tests herauszulesen. Aus technischer Sicht muss ich sagen, dass der Rahmen, in dem man sich bewegen wird, sehr eng sein dürfte. Aber es gibt andere Faktoren, die in der DTM einen Unterschied ausmachen, zum Beispiel strategische und operative. Da sind wir als Neuling derjenige, der das meiste lernen muss."

"Wir müssen realistisch bleiben und sehen, dass es einige Bereiche gibt, wo wir noch nicht auf dem Niveau sein können. Wir müssen also so schnell wie möglich dorthin kommen", sagt Marquardt, dessen Mannschaft schon im Vorjahr genauestens beobachtete, wie die etablierten Hersteller und Teams an der Strecke agieren. "Man kann sich das anschauen und Erkenntnisse gewinnen. Die Realität ist aber noch einmal etwas anderes."

"Es sind in dieser Gleichung noch sehr viele Unbekannte. Das muss man sich erst einmal anschauen", meint der BMW-Rennleiter mit Blick auf das mögliche Leistungsgefüge. Bei den letzten ITR-Tests in Hockenheim zeigte sich BMW nicht an der Spitze, die Rundenzeiten waren im Vergleich zur Konkurrenz auf die Distanz recht wenig konstant. Dennoch: Niemand weiß, welches Programm die Hersteller in den Tests abspulten.

Bei den Probefahrten wurde allerdings erstmals wirklich sichtbar, welche unterschiedlichen Wege die Hersteller mit ihren Autos eingeschlagen haben. "Ich habe erwartet, dass jeder etwas andere Lösungen findet. Dafür gibt es diesen aerodynamischen Freibereich", sagt Marquardt. "Dort sieht man ganz toll, dass jeder in eine bestimmte Richtung geht und die Autos eben nicht gleich sind. Es ist kein Einheitsbrei, sondern es gibt unterschiedliche Fahrzeuge mit unterschiedlichen Konzepten. Das spricht dafür, dass wir es mit dem Reglement ganz richtig gemacht haben."

Fotoquelle: Pacepix.com

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