ITR-Chef Hans Werner Aufrecht freut sich auf den Start in die neue DTM-Ära

DTM 2012

— 25.04.2012

Aufrecht: "Wir sind wahnsinnig gespannt"

Der ITR-Vorsitzende Hans Werner Aufrecht im Interview: Die Grundlagen des neuen Regelwerks, die Erwartungen an die Saison und die Internationalisierung

In zwei Tagen starten die Hersteller Audi, BMW und Mercedes in das erste DTM-Wochenende des Jahres. Beim Auftakt in Hockenheim wird sich das Krfteverhltnis abschtzen lassen, auerdem wird man erkennen knnen, ob das neue Reglement der Serie die Erwartungen erfllen kann. Im Interview gibt ITR-Boss Hans Werner Aufrecht seine Erwartungen preis.

Frage: "Hans Werner Aufrecht, die DTM startet in eine neue ra. Was steckt hinter diesem Neustart?"
Hans Werner Aufrecht: "Wir wollten, dass alle Hersteller gleiche Chancen haben. Das war fr alle wichtig - fr die ITR und die Hersteller. Vor allem wollten wir tatschlich die Kostenexplosion, die in der alten DTM immer wieder passierte und die sicherlich auch wieder passieren wird, eindmmen. Da wird man von Zeit zu Zeit einfach eine Zsur machen mssen."

"Wir haben auf ganz klare Prmissen gesetzt, was das neue Reglement knnen muss: Kostenreduktion, Sicherheit, gleiche Chancen fr alle und Faszination. Da musste in kooperativer Weise gearbeitet werden und zwar viel gearbeitet werden. Aber jetzt sind wir fertig und jeder ist gespannt. Funktioniert es? Keiner wei, wer wirklich schnell ist und wie die Wettbewerb sein wird. Jetzt sind wir wahnsinnig gespannt, was passiert."

Frage: "Ist das Reglement fertig?"
Aufrecht: "Das Reglement ist fertig. Es ist eine groe Herausforderung fr einen Hersteller, acht Autos zu machen - nicht nur technisch, sondern auch von der logistischen Abwicklung hat es ganz andere Dimensionen als in der Vergangenheit."

Frage: "Die DTM wirkt momentan bis auf den letzten Punkt abgesprochen. Ist das so?"
Aufrecht: "Das ist sicher richtig, weil es einfach notwendig ist. Wir haben 50 gleiche Teile und darum ist diese Zusammenarbeit wichtig. Trotzdem ist es uns gelungen, dass wir gengend Freiraum fr die Hersteller gelassen haben. Darber reden sie vielleicht nicht so gerne, aber das ist von unserer Seite ganz klar. Das ist einmal im Bereich Motor, im Bereich Aerodynamik und im Bereich Fahrwerk, wo jeder Hersteller seine eigenen Konzepte hat. Was ich bisher an den Autos gesehen habe, zeigt ganz klar, dass es tatschlich drei verschiedene Konzepte gibt."

Frage: "Wie steht es um die Verhandlungen mit den USA und Japan?"
Aufrecht: "Auch das sind Themen, die abgeschlossen sind. Wir haben mit der japanischen Fderation eine Vereinbarung getroffen, die die Mglichkeit schafft, dass diese Fahrzeuge direkt in der GTA fahren knnen. Und wir haben eine Vereinbarung getroffen, dass ab 2014 zumindest zwei Hersteller mit dem neuen DTM Reglement fahren werden."

"Was die USA angeht, da liegt den Herstellern ein Angebot der Grand-Am vor. Die verantwortlichen Herren kommen auch hierher. Dort ist sicherlich viel Arbeit dahingehend ntig, wie der Weg geht, dass wir dort fahren knnen. Es ist natrlich nicht einfach, mit acht Autos eine Serie in den USA zu stemmen. Da sind wir dabei, den Weg zu beschreiten, wie wir das machen knnen. Aber das Angebot liegt vor, und es kann angenommen werden."

Frage: "Welche Hersteller aus Japan haben zugesagt?"
Aufrecht: "Nissan und Toyota. Honda hlt sich noch etwas zurck. Ich bin gespannt, was dort passiert, denn die wollen zu Beginn mit der berhmten Balance-of-Performance fahren. Wir werden sehen, was passiert."

Frage: "Darf man davon ausgehen, dass im Umkehrschluss 2014 auch japanische Hersteller auch hier an den Start gehen?"
Aufrecht: "Das kann ich nicht sagen. Das ist eine Entscheidung, die die Japaner treffen werden. Zumindest haben sie das gleiche Reglement und die gleichen Fahrzeuge."

Fotoquelle: DTM

Weitere DTM Themen

News

Best of Ekstrm 2017: "Ekis" coolste Sprche

News

DTM mit groem Potenzial: Kommt irgendwann eine WM?

News

Privatteams in der DTM: Wie soll das gehen?

News

Gass: DTM-Ende wre "Schlag fr deutschen Motorsport"

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen