Mattias Ekström fuhr sauber und schnell: Pole-Position in Hockenheim

DTM 2012

— 28.04.2012

Pole für Audi: Ekström am schnellsten

Alle drei Hersteller auf Augenhöhe: Mattias Ekström (Audi) holt die erste Pole-Position des Jahres vor Jamie Green (Mercedes) und Dirk Werner (BMW)

Wenn das Qualifying von Hockenheim Signalwirkung für den Rest des Jahres hat, dann dürfen sich die DTM-Fans auf eine sensationelle Saison freuen. In der Zeitenjagd am Samstag holte sich Audi-Speerspitze Mattias Ekström die Pole-Position vor Jamie Green (Mercedes) und dem überzeugenden BMW-DTM-Rooie Dirk Werner. Startplatz vier ging an Edoardo Mortara, dessen solide Rundenzeit aus Q4 gestrichen wurde, weil er in Kurve eins zu weit hinausgefahren war.

In der Zeitenjagd der vier besten Piloten legte Mortara vor, aber wurde sofort aus der Wertung genommen. BMW-Pilot Werner folgte. Der Hannoveraner markierte einen starken ersten Sektor, verbremste sich aber in der Zufahrt auf die Spitzkehre. Ekström war der einzige des Quartetts, dem eine saubere Runde gelang. Green warf eine mögliche Bestzeit gleich in der zweiten Kurve nach einem kleinen Fehler weg. Bei herrlichem Sonnenschein hatte sich die Strecke auf 40 Grad Celsius aufgeheizt. Daher waren die Rundenzeiten langsamer als am Morgen. Ekström war in 1:34.680 auf dem Niveau des Vorjahres.

Die BMW-Piloten Andy Priaulx, Bruno Spengler und Martin Tomczyk setzten ein dickes Ausrufezeichen hinter die Topform der Münchener. Der britische DTM-Neuling setzte sich auf Startplatz sieben vor den zweimaligen Champion Timo Scheider (Audi). "Ich will im Rennen eine ordentliche Leistung abliefern und ein paar Punkte holen", so Priaulx. "Platz acht ist nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Wir hatten Übersteuern", so ein enttäuschter Scheider. "Jetzt wissen wir wenigstens, wo wir stehen."

Die prominenten BMW-Piloten Spengler und Tomczyk qualifizierten ihre Autos für die fünfte Startreihe. "Ich habe etwas Pech gehabt. In der Outlap stand mein Lenkrad plötzlich komplett schief. Ich habe dann versucht, das Beste herauszuholen. Mein Auto war für die Pole gut", freut sich Spengler, der in Q1 und Q2 ganz vorne fahren konnte. "Sensationell, wunderbarer Start für BMW. Für mich war vielleicht mehr drin", so der amtierende Champion. Besonders knapp am Einzug in das finalen Shootout scheiterten Mike Rockenfeller (Audi) und Mercedes-Mann Gary Paffett.

Im zweiten Durchgang des Qualifyings sorgte Mercedes ungewollt für eine Show. Ralf Schumacher scheiterte um den Hauch von 0,005 Sekunden am Einzug ins Q3. "Es ist eine Standortbestimmung. Ich hatte meine Schwierigkeiten an diesem Wochenende, aber wir haben uns gesteigert. Ich denke, es wird ein tolles Rennen. Es ist noch etwas mehr drin", so die Ansage des Ex-Formel-1-Piloten, der am Sonntag Besuch von seinem Bruder Michael bekommt.

Der erfahrene Mercedes-Star teilt sich die Startreihe sechs mit Audi-Neuling Adrien Tambay, der eine starke Vorstellung lieferte. "Das war nicht schlecht", lächelt der junge Franzose. "Schade, dass es nicht mehr für den Einzug in Q3 gereicht hat. Aber es ist ein guter Auftakt. Ich freue mich auf das Rennen. Das wird eine gute Show. Ich will ganz cool bleiben." Hinter dem Audi-Rookie reihte sich Mercedes-Youngster Robert Wickens ein.

"Platz 13 ist okay, aber es gibt noch Raum für Verbesserungen", kommentiert der Kanadier, der sich zufrieden zeigte. Weniger glücklich war Filipe Albuqerque, der nach starken Trainingsleistungen im Qualifying nur auf Platz 14 kam. "Das war nicht gut. Im Freien Training war ich viel schneller. Ich weiß nicht, warum es nicht ging. Ich glaube, es lag an der Temperatur", sagt der Portugiese.

Eine solide Leistung zeigte Joey Hand. Der erste Amerikaner in der DTM stellte seinen BMW auf Startplatz 16. "Mein Fehler", sagt Hand, der mehr erwartet hatte. "Ich habe mich in Kurve zwölf verbremst, es wäre bestimmt mehr möglich gewesen", kommentiert Joey Hand nach Platz 16. Der BMW-Pilot teilt sich die Startreihe mit Christian Vietoris, der zunächst durch den Kies rodelte und dann zu hart über die Randsteine knallte.

Audi-Mann Miguel Molina, der die vergangene Saison mit starken Leistungen abgeschlossen hatte, erlebte nicht seinen besten Tag. Der Spanier wurde im letzten Moment von Q1 ebenso noch nach unten durchgereicht wie Mercedes-Star David Coulthard. "Das war nicht gut", so Molina, "aber morgen im Rennen wird es besser." Coulthard kommentiert: "Ich war erstmals im Qualifyingtrimm unterwegs. Es braucht seine Zeit. Mal sehen, was von Platz 18 noch möglich ist."

Aus der vorletzten Startreihe werden Augusto Farfus (BMW) und Mercedes-Neuzugang Roberto Merhi in den ersten Saisonlauf starten. "Wir hatten das ganze Wochenende bisher einige Probleme. Bezüglich der Balance müssen wir noch arbeiten. Das Auto gehört jedenfalls nicht auf Platz 19", so Farfus nach seinem Ausscheiden in Q1. Von ganz hinten gehen Susie Wolff (Mercedes) und Rahel Frey (Audi) ins Rennen. "Worst case", kommentiert Frey. "Wir finden bei diesen Temperaturen nicht den Grip wie bei den Tests."

Susie Wolff, die neuerdings auch Entwicklungspilotin im Formel-1-Team Williams ist, leistete sich auf dem Weg in die erste schnelle Runde einen Ausritt in den Kies. Der Zwischenfall ging allerdings harmlos aus, das neue C-Klasse Coupé wurde nicht beschädigt. Allerdings dürfte Wolff aufgrund der aufgesammelten Steinchen ein kleines Gewichtsmanko gehabt haben. Das erste Rennen der neuen DTM-Saison startet am Sonntag um 14:03 Uhr.

Fotoquelle: xpbimages.com

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