Michael Schumacher hat größten Respekt vor den Piloten in der DTM

DTM 2012

— 29.04.2012

Michael Schumacher: "DTM ist Motorsport pur"

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher zeigt sich von der DTM-Szene begeistert: "Es ist Motorsport auf höchstem Niveau"

Der Auftakt in die neue DTM-Saison begeistert die Fans. Die Tribünen am Hockenheimring sind ausverkauft, im Rahmenprogramm wird viel Show geboten. Nachdem am Samstag Formel-1-Pilot Nico Rosberg einen Showrun im historischen Silberpfeil von Juan-Manuel Fangio absolvierte, steigt sein Mercedes-Teamkollege Michael Schumacher in den MGP W02 von 2011, um die Fans mit zwei schnellen Runden zu begeistern.

"Es ist ungefähr 20 Jahre her, dass ich im Rahmen der DTM unterwegs war", sagt Schumacher bei seinem Besuch in Hockenheim, "aber ich habe die Szene natürlich immer verfolgt. Es ist Motorsport pur. Mein Bruder ist seit einigen Jahren dabei. Das ist noch mehr Ansporn für mich, die DTM anzuschauen und die Daumen zu drücken."

"Drei Hersteller treten mit komplett neuen Autos an und befinden sich sofort innerhalb weniger Zehntel. Das ist überraschend, ich hätte es so nicht erwartet. Das zeigt aber, dass alle drei Hersteller auf Topniveau arbeiten - wie das auch in der Formel 1 ist", lobt der Formel-1-Rekordchampion das Engagement von Audi, BMW und Mercedes in der DTM. "Es ist Motorsport auf höchstem Niveau."

"Es ist ein anderes Kapitel als der Monoposto-Sport. Die Jungs bewegen sich auch in der DTM auf absolutem Topniveau", sagt Michael Schumacher über den oft schwierigen Umstieg von Formel-1-Piloten in die DTM. "Wir haben es bei Mika Häkkinen, Jean Alesi und anderen gesehen, die von der Formel 1 in die DTM gekommen sind: Man würde eigentlich erwarten, dass die allen um die Ohren fahren, aber das ist nicht der Fall."

"Es braucht seine Zeit, man muss die Erfahrungen sammeln. Das war auch bei Ralf so, der jetzt konkurrenzfähig ist. Die Jungs in der DTM bewegen sich am absoluten Limit, davor kann ich nur den Hut ziehen", erklärt Schumacher. "Einige treffe ich immer beim Race of Champions, wo sich viele aus den verschiedenen Motorsport-Arten treffen - unter anderem aus der DTM. Gegen die anzutreten, das ist mal eine Herausforderung."

Ebenso ist natürlich auch der Aufstieg von DTM in die Königsklasse kein leichtes Unterfangen. Aber es ist möglich, wie Force-India-Pilot Paul di Resta bewiesen hat. Die DTM sei eine gute Schule, meint Schumacher: "Die Arbeitsmethoden und die Intensität lernen sie kennen, die man in der Formel 1 letztlich auch braucht, um vorne dabei sein zu können."

Am Sonntagnachmittag wird der Formel-1-Superstar das erste Saisonrennen der DTM verfolgen. In der Hoffnung, dass "am Ende der Stern ganz oben steht". Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ist in seiner Prognose vorsichtig. "Es wird eng und spannend. Das Wetter spielt vielleicht auch eine Rolle", so der Schwabe. "Es ist unmöglich, den Ausgang des Rennens zu prognostizieren."

Fotoquelle: xpbimages.com

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