Mattias Ekström konnte den beiden schnellsten Mercedes nicht lange folgen

DTM 2012

— 29.04.2012

Abt-Audi: Podestplatz beim turbulenten Auftakt

Mattias Ekström holt für Abt einen Podestrang, Timo Scheider fällt ebenso aus wie Adrien Tambay - Rahel Frey: "Konnte Startampel nicht sehen"

Nach der Pole-Position am Samstag war Abt-Audi mit großen Hoffnungen in das erste Saisonrennen der DTM gegangen, doch am Ende musste man sich Mercedes beugen. Polemann Mattias Ekström konnte das Tempo von Rennsieger Gary Paffett und dessen Kollegen Jamie Green nicht mitgehen und holte Rang drei. Timo Scheider schied nach harten Duellen frühzeitig aus, auch Neuling Adrien Tambay beendete das Rennen nicht. Rahel Frey holte trotz eines Drehers Rang 16.

"Es war ein turbulenter Auftakt. Man hat gesehen, dass wir über die Renndistanz noch zulegen müssen", kommentiert Teamchef Hans-Jürgen Abt. "Als bestes Audi-Team sind wir mit der Leistung von Mattias Ekström sehr zufrieden, er hat alles herausgeholt, was möglich war. Wir haben nicht viel Zeit, nachzudenken, wir müssen uns jetzt auf den Lausitzring vorbereiten. Aber ich möchte mich beim Team bedanken. Alle haben stark gearbeitet und keine Fehler gemacht."

"Es ist immer schön, auf dem Podium zu stehen. Unser Ziel war heute, ganz oben zu stehen. Leider haben wir nur den dritten Platz geschafft", sagt Ekström, der die Rundenzeit der Mercedes auf die Distanz nicht erreichen konnte. "Gratulation an Mercedes und Gary (Paffett) und Jamie (Green), sie waren heute schneller. Wir müssen analysieren, was falsch gelaufen ist und dann haben wir gute Chance, zurückzuschlagen."

Auch Scheider möchte möglichst schnell ein Erfolgserlebnis folgen lassen. "Ich hatte einen normalen Start, konnte in der ersten Kurve neben Priaulx sein, der mir nicht viel Platz gelassen hat, ich musste dann zurückstecken. In Turn drei hatte ich Plätze gutgemacht, war schon fast um die Kurve und fühlte dann einen Schlag und wurde herumgedreht. In der ersten Runde war das sehr frustrierend", sagt Scheider, der von Ralf Schumacher getroffen worden war.

"Nachdem ich Letzter war, konnte ich bis auf Platz 14 vorfahren. Dann habe ich Roberto Mehri ausgebremst, er ist mir ins Auto gefahren. Das Auto war danach so beschädigt, dass es keinen Sinn machte, weiterzufahren", beschreibt Scheider das vorzeitige Ende eines harten Rennens. Auch sein neuer Markenkollege Adrien Tambay musste seinen beschädigten A5 frühzeitig in der Box abstellen.

"Das war wirklich schade", so der Franzose. "Ich hatte in meinem ersten DTM-Rennen einen guten Start. Ich war schon Achter. In der ersten Runde lief alles prima und ich hatte Platz sieben im Visier. Doch dann gab es einen Unfall vor mir und ein großes Durcheinander. Ich war mitten in einem Sandwich. Ich konnte nichts tun, um das zu vermeiden. Mein Auto wurde beschädigt und ich musste aufgeben. Trotzdem ziehe ich insgesamt eine positive Bilanz meines ersten DTM-Wochenendes und freue mich schon auf den Lausitzring."

Neben Ekström war Rahel Frey die einzige Abt-Pilotin, die ihr Auto ins Ziel brachte. Allerdings hatte auch die Schweizerin kein problemloses Rennen. "Ein Rennen beginnt mit dem Start, und wenn man dann die Startampel nicht sehen kann, ist das schon einmal schlecht. Mein Renningenieur hat dann nur noch geschrien: los, los. Das Rennen selbst war dann okay", so Frey. "Mein Team hat super gearbeitet und wir hatten auch eine super Strategie. Von Position 22 sind wir zwischenzeitlich bis auf Platz 13 vorgefahren. Leider habe ich dann das Auto in der Spitzkehre verloren und bin auf Platz 17 zurückgefallen. Im Vergleich zu Training und Qualifying war das Rennen auf jeden Fall eine Steigerung."

"Insgesamt war es für die neue DTM ein fabelhafter Start vor einer tollen Zuschauerkulisse. Alle drei Hersteller haben unter extremen Zeitdruck alle Autos an den Start gebracht. Diese haben gut funktioniert und lagen von der Performance her sehr eng zusammen", fasst Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich zusammen. "Schön war, dass wir das erste Qualifying der neuen DTM mit der Pole von Mattias Ekström für uns entscheiden konnten. Wir wollten das natürlich auch in einen Sieg umsetzen. Dafür hat uns heute aber die Renn-Performance gefehlt. Nun ist es unsere Aufgabe, alles dafür zu tun, dass wir bis zum Lausitzring nicht nur im Qualifying, sondern auch im Rennen eine perfekte Leistung zeigen können."

Fotoquelle: xpbimages.com

Weitere DTM Themen

News

Neue Struktur bei BMW: Schnitzer und MTEK verlassen DTM

News

Top 10: Die ältesten DTM-Sieger der Geschichte

News

Die Mercedes-DTM-Stars feiern in Sindelfingen

News

Timo Glock lobt Mick Schumacher: "Er hat beste Chancen"

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.