Bis zur Kollision mit Joey Hand lag Edoardo Mortara auf Punktekurs

DTM 2012

— 30.04.2012

Mortara: "Sie hätten blaue Flaggen zeigen müssen"

Nach der Kollision mit Joey Hand erhielt Edoardo Mortara eine Durchfahrtsstrafe, doch so weit hätte es seiner Meinung nach gar nicht erst kommen dürfen

Die ersten Runden des DTM-Rennens in Hockenheim verliefen für Audi-Pilot Edoardo Mortara nach Wunsch. Nach einem guten Start fuhr der Italiener überstand er die turbulenten ersten Runden ohne größere Probleme und fuhr auf Rang vier im Windschatten seines Markenkollegen Mattias Ekström. Doch nach dem ersten Pflichtboxenstopp landete der Italiener mitten im Verkehr, und das Unheil nahm seinen Lauf.

Beim Versuch, BMW-Pilot Joey Hand zu überholen, drehte Mortara den US-Amerikaner um. Die Rennkommissare ahndeten diese Aktion mit einer Durchfahrtsstrafe, was Mortara zunächst nicht wahrhaben wollte. Nach einer erregten Diskussion am Boxenfunk trat er schließlich seine Strafe an, womit die Chance auf eine Top-Platzierung dahin war. Auch nach dem Rennen war Mortaras Ärger über den Zwischenfall noch nicht abgeklungen. Seiner Meinung nach hätte die Situation gar nicht erst entstehen dürfen.

"Im Fahrerbriefing gab es die eindeutige Aussage, dass blaue Flaggen gezeigt werden, sobald jemand auf frischen Reifen deutlich schneller ist als der Vordermann vor seinem Stopp", sagt Mortara. "Solch eine Situation war dies. Sie hätten blaue Flaggen zeigen müssen, ich war viel schneller. Drei Runden lag bin ich dahinter geblieben, obwohl ich immer 25 Meter später hätte bremsen können", beklagt sich der Italiener.

In Runde 13 verlor der 25-Jährige dann die Geduld, und versuchte Hand zu passieren. Dabei traf er den BMW-Piloten am Heck, die Strafe folgte auf dem Fuß. Mortara gibt zu: "Es war ganz klar mein Fehler, dass es den Kontakt mit Joey gab. Ich akzeptiere die Durchfahrtsstrafe, weil ich die Kollision verursacht habe. Aber die Situation wäre mit blauen Flaggen nicht entstanden." Der Italiener wundert sich, dass die Rennkommissare in anderen Situationen weniger streng reagierten. "Am Anfang hat mich Gary Paffet von der Strecke gedrängt, da haben sie nichts unternommen. Es ist wunderlich."

Die Zielflagge überquerte Mortara schließlich als Elfter, womit er die Punkteränge verpasste. Dennoch zieht er nach dem Saisonauftakt ein positives Fazit: "Mit der generellen Leistung am Wochenende bin ich zufrieden, ich hatte nur ein wenig Pech. Ich war einer der besten Audis, das ist wichtig, für mich und mein Team. Ich hatte im Rennen ein gutes Setup, und als ich frei fahren konnte, war ich sehr konkurrenzfähig. Ich glaube, ich bin im Rennen die viert- oder fünftschnellste Rundenzeit gefahren. Die Zeiten waren sehr konstant."

In diesem Jahr müssen sich die DTM-Piloten in einigen Bereichen umstellen. Da das Nachtanken verboten ist, starten die Fahrzeuge mit der vollen Benzinladung. "Wenn das Auto schwerer ist, baut der Reifen schneller ab. In den ersten Runden musst du vorsichtig fahren, sonst zerstörst du deine Reifen", beschreibt Mortara den Unterschied. Dies gelang ihm im Rennen allerdings nicht, weshalb er früh an die Box fuhr. "Dass ich zu Beginn so dicht hinter Ecki gefahren bin, war auch nicht gerade hilfreich. Dabei habe ich mir die Reifen ruiniert. Wenn du im Verkehr unterwegs bist, ist der Reifenverschleiß höher", erklärt der Italiener.

Schon am kommenden Wochenende hat der Rosberg-Pilot Gelegenheit, seinen Speed in ein gutes Rennergebnis umzusetzen. Allerdings hätte er auch gegen eine Pause nichts einzuwenden. "Ich hätte immer gerne ein Wochenende frei, um zu entspannen und über unsere Probleme nachzudenken." Dennoch verspricht Mortara vollen Einsatz. "Wir fahren zum Lausitzring und werden, wie immer, unser Bestes geben. Wie müssen weiterarbeiten. Das Auto hat zwar viele positive Eigenschaften, aber in einigen Bereichen müssen wir uns noch verbessern. Aber unsere Ingenieure arbeiten bereits daran, ich bin für die Saison recht optimistisch."

Fotoquelle: xpbimages.com

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