BMW reist voller Zuversicht zum zweiten Saisonrennen in die Lausitz

DTM 2012

— 01.05.2012

BMW geht auf dem Lausitzring in die zweite Runde

Nach dem vielversprechenden Auftakt steht für DTM-Neuling BMW sieben Tage später in der Lausitz das zweite Rennwochenende auf dem Programm

Der Anfang ist gemacht: Mit einer vielversprechenden Vorstellung hat sich BMW auf dem Hockenheimring in der DTM zurückgemeldet. Am Samstag gelang vier von sechs BMW M3 DTM der Sprung in die Top-Ten der Startaufstellung, Dirk Werner kam im Qualifying als bester BMW-Pilot auf den dritten Rang. Dank Platz sechs von Andy Priaulx stehen nach dem ersten Rennen der Saison acht Punkte zu Buche.

Auf dem Lausitzring werden die Karten am kommenden Wochenende neu gemischt. Dort absolvierten die drei BMW-Teams im vergangenen Jahr zu einem frühen Zeitpunkt in der Entwicklungsphase des M3 mehrtägige Testfahrten. Die Fahrer wollen insbesondere die freien Trainings so gut wie möglich nutzen, um sich mit der Strecke weiter vertraut zu machen und an der Abstimmung ihrer Fahrzeuge zu arbeiten.

"Kaum ist unser DTM-Comeback geschafft, geht es bereits weiter: Schon am kommenden Wochenende steht das Rennen am Lausitzring auf dem Programm", sagt Motorsportdirektor Jens Marquardt. "Für uns alle bleibt damit keine Zeit zum Durchschnaufen. Unsere Teams haben in Hockenheim alle hart gearbeitet, sie werden bis zum nächsten Rennen alle Hände voll zu tun haben, die beschädigten Autos bis zum ersten Training wieder aufzubauen. Und auch am Lausitzring wird ihnen wieder alles abverlangt werden."

Die Richtung stimmt

"Aber die ganze Mannschaft ist motiviert, denn alle sehen: Die Richtung, die wir eingeschlagen haben, stimmt. Das Gesamtpaket funktioniert, die Performance ist vielversprechend", ist Marquardt überzeugt. "Zugleich haben wir in Hockenheim gesehen, dass wir in einzelnen Bereichen noch Nachholbedarf haben. Das ist bei einem Neuling ganz normal. Wir freuen uns sehr auf das zweite Rennen der Saison. In der Lausitz wollen wir an die gute Vorstellung vom Saisonauftakt anknüpfen."

Die DTM gehört auf dem Lausitzring zu den Stammgästen. Im Jahr 2001 trug die Serie dort zum ersten Mal ein Rennen aus. Die Zuschauer sitzen an dieser Strecke buchstäblich in der ersten Reihe: Von der imposanten Tribüne neben der Start-Ziel-Geraden können sie nahezu den gesamten Kurs überblicken. Der Lausitzring bietet so viele Streckenvarianten wie kaum eine andere Strecke in Deutschland. Die DTM fährt auf der 3,478 Kilometer langen Schleife, die sich aus Teilen des Triovals und des Rundkurses zusammensetzt.

"Im vergangenen Jahr habe ich auf dem Lausitzring gewonnen. Das war ein besonderer Moment", erinnert sich Martin Tomczyk. "Allerdings müssen wir abwarten, wie der M3 auf dieser ganz speziellen Strecke funktioniert. Der Saisonauftakt in Hockenheim hat gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind. Inwieweit das allerdings auch auf dem Lausitzring so sein wird, werden wir erst am Samstag im Qualifying sehen. Ich hoffe natürlich, dass wir auch dort schnell sind."

Gelungene DTM-Premiere

"Ich bin ich froh, dass ich jetzt alle Premieren hinter mir habe: mein erstes DTM-Training, mein erstes Qualifying, mein erstes Rennen, und eine Menge mehr", blickt Teamkollege Joey Hand auf sein erstes DTM-Wochenende zurück. "Vor dem Auftaktrennen in einer neuen Serie beschäftigt man sich natürlich unwillkürlich damit und macht sich viele Gedanken. Auf dem Lausitzring sollte ich jetzt auf eine gewisse Routine zurückgreifen können. Ich werde mich darauf konzentrieren, zusammen mit meinem Team die optimale Abstimmung für den M3 zu erarbeiten."

"Der Lausitzring ist eine meiner absoluten Lieblingsstrecken", erklärt Schnitzer-Pilot Bruno Spengler. "Dort stand ich schon mehrere Male auf dem Podium. Aber in diesem Jahr betreten wir dort mit dem M3 natürlich Neuland. Daher ist es für mich besonders wichtig, am Freitag im freien Training viele Runden abzuspulen, um Erfahrungen zu sammeln. Ich hoffe, dass wir ähnlich gut unterwegs sein werden wie am vergangenen Wochenende."

"Die Erfahrungen, die wir in Hockenheim gesammelt haben, sind natürlich nicht eins zu eins auf den Lausitzring übertragbar", gibt sein Teamkollege Dirk Werner zu bedenken. "Es bleibt kaum Zeit, sich auf das Rennen vorzubereiten. Aus diesem Grund wird es entscheidend sein, so schnell wie möglich eine gute Abstimmung für das Auto zu finden. Wenn uns das gelingt, sehen wir hoffentlich auch dort wieder gut aus. Vor allem aus dem Hockenheim-Qualifying konnte ich viel Positives mitnehmen und habe nun richtig Lust, wieder auf die Strecke zu gehen."

Neues Spiel in der Lausitz

"An den Lausitzring habe ich ganz besondere Erinnerungen. Dort saß ich zum ersten Mal am Steuer des BMW M3 DTM. Das Grip-Niveau ist dort relativ niedrig, und es gibt einige Bodenwellen. Der Kurs bietet einige sehr gute Überholmöglichkeiten", beschreibt Andy Priaulx den Kurs. "Ich rechne damit, dass es vor allem im Qualifying wieder sehr eng zugehen wird. Der sechste Platz in Hockenheim hat mir viel Auftrieb gegeben. Nun bin ich bereit für mein zweites DTM-Wochenende."

"Vom Lausitzring habe ich bei unseren Testfahrten nur positive Eindrücke mitgebracht. Der Fahrbahnbelag ist speziell und sehr wellig", hat Augusto Farfus festgestellt. "Das Rennen dürfte auf diesem Kurs extrem anstrengend werden. Die Anlage ist absolut beeindruckend. Bei den Tests war die riesige Tribüne natürlich menschenleer. Wenn dort bei unserem zweiten Renneinsatz Tausende Fans sitzen, dann stellt sich ganz sicher Gänsehaut-Atmosphäre ein. Auf dem Hockenheimring haben wir ein vielversprechendes Debüt gezeigt. Nun wird es darum gehen, an die positiven Ansätze vom Saisonauftakt anzuknüpfen und unsere dort gesammelten Erfahrungen bestmöglich zu nutzen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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