Ralf Schumacher genießt nach wie vor Rückendeckung von Mercedes

DTM 2012

— 03.05.2012

Mercedes: Keine Aussprache mit Schumacher

Mercedes-Sportchef Norbert Haug plädiert im Hinblick auf die Aktionen von Ralf Schumacher in Hockenheim für eine "präzise und ruhige" Analyse

Mercedes-Pilot Ralf Schumacher zog sich beim DTM-Saisonauftakt in Hockenheim den Zorn mehrerer Gegner zu. Zunächst drehte der HWA-Pilot bei der Anfahrt auf die Haarnadelkurve den zweifachen Ex-Champion Timo Scheider (Audi) um, worauf dieser das Rennen beenden musste. Wenig später beschädigte Schumacher die Autos von Bruno Spengler und Dirk Werner (beide BMW).

"Er hat 50 Meter zu spät gebremst und ist in Dirk hineingefahren. Dadurch gab es einen Stau", kommentierte Spengler und gab zu bedenken: "Ich hatte von einem ehemaligen Formel-1-Piloten mehr Fairness erwartet." Eine Mercedes-interne Aussprache gab es angesichts der Vorfälle nicht, wie Norbert Haug betont. "Ralf sich vertan und verbremst und hat das auch zugegeben. Er hat eine Strafe dafür gekriegt", so der Mercedes-Sporchef mit Blick auf die Durchfahrtsstrafe gegen den Ex-Formel-1-Piloten.

"Wenn sich das alles ein bisschen gelegt hat und man sich die Wiederholungen noch einmal anschaut, dann stellen sich die Dinge teilweise ein bisschen anders dar", sagt Haug auf die teilweise heftigen Reaktionen aus den generischen Lagern. "Man sieht ganz genau, wie es zu Verkettungen kommt und wer wem ins Auto fährt", urteilt er im Hinblick auf den Infight Schumachers mit den BMW-Piloten Spengler und Werner. Man müsse es "präzise und mit einiger Ruhe beurteilen, so mache ich das jedenfalls", insistiert Haug.

Dass Schumacher in Hockenheim als Siebter im direkten Vergleich mit seinen HWA-Teamkollegen Gary Paffett (Sieger) und Jamie Green (Zweiter) nicht besonders gut aussah, will Haug nicht überbewerten: "Wir sehen in jedem Lager, dass es verschiedene Speeds gibt. Ohne die Drive-Through-Strafe war Ralf auf jeden Fall für Platz vier gut." Letztlich war es Christian Vietoris im vierten HWA-Mercedes, der Rang vier nach Hause fuhr.

"Wenn zwei Teamkollegen einen Tick schneller sind, muss man natürlich auch berücksichtigen, dass Ralf als Elfter losgefahren ist. Insgesamt geht seine Entwicklung in die richtige Richtung", ist der Mercedes-Sportchef überzeugt.

Fotoquelle: xpbimages.com

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