Mattias Ekström möchte in Brands Hatch wieder um den Sieg mitkämpfen können

DTM 2012

— 11.05.2012

Audi: Mit guten Erinnerungen nach Brands Hatch

Runde drei der DTM 2012 in Brands Hatch bei London: Alle Audi-Piloten mögen den kürzesten Kurs des Jahres - Gute Erinnerungen: Dreifachsieg im Vorjahr

Es geht Schlag auf Schlag in der DTM: Nur 14 Tage nach dem Rennen auf dem Lausitzring steht am 20. Mai in Brands Hatch bereits der dritte Lauf der populären Tourenwagen-Rennserie auf dem Programm. Nach einem dritten und einem fünften Platz setzt die DTM-Mannschaft von Audi alles daran, auf der kürzesten Strecke des Jahres um den Sieg kämpfen zu können.

Zeit zum Durchatmen hatte bei Audi Sport in Ingolstadt und Neckarsulm und bei den drei Audi-Werksteams in Kempten, Meuspath und Neustadt an der Weinstraße niemand: Mehrere Gigabyte an Daten wurden ausgelesen und analysiert, die Einsatzautos zerlegt und wieder aufgebaut, ehe sie am Dienstag auf die Reise nach England geschickt werden. Zudem standen Testfahrten auf der Agenda, um das Potenzial des neuen Audi A5 DTM und der Hankook-Reifen besser ausschöpfen zu können - vor allem im Renntrimm.

Nach Hockenheim und dem Lausitzring steht mit Brands Hatch erneut eine Rennstrecke mit einer sehr speziellen Charakteristik auf dem Programm. Der sogenannte "Indy Circuit" ist ganze 1,929 Kilometer lang und hat deutlich mehr Rechts- als Linkskurven. 98 Runden gilt es im Rennen zu absolvieren und dabei strategisch alles richtig zu machen. Auf keiner anderen Strecke ist das richtige Timing der beiden Pflichtboxenstopps so wichtig wie in Brands Hatch.

"Eine klassische englische Rennstrecke. Sie ist schmal und teilweise wellig. Weil es kaum Auslaufzonen gibt, darf man sich keine Fehler erlauben", sagt Mattias Ekström. "Ich persönlich habe dort gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Wie der Norisring hat Brands Hatch nur wenige Kurven. Doch die sind sehr speziell, vor allem die erste Kurve. Die Strecke bietet nur wenige Überholmöglichkeiten. Es wird zwar viel über das typische englische Wetter gesprochen, aber wir hatten mit der DTM dort bisher nur einmal Regen. Brands Hatch hat normalerweise einen guten Grip, doch die Veranstalter haben in den vergangenen Jahren immer ein wenig umgebaut, sodass wir oft kleine Überraschungen im ersten Training vorgefunden haben."

Audi hat das britische DTM-Gastspiel in den Jahren 2006, 2008 und 2011 jeweils gewonnen und im vergangenen Jahr sogar das komplette Podium für sich beansprucht. Alle acht Audi-Piloten haben gute Erinnerungen an den Kurs und freuen sich auf das Rennen - allen voran Mattias Ekström, der 2006 die DTM-Premiere in Brands Hatch gewann und im vergangenen Jahr Martin Tomczyk bei dessen wichtigem Sieg auf dem Weg zum Meistertitel nach hinten abschirmte.

Auch Timo Scheider hat einen Sieg (2008) und einen zweiten Platz in seiner persönlichen Brands-Hatch-Bilanz vorzuweisen. Mike Rockenfeller gelang im vergangenen Jahr in Brands Hatch die erste Pole-Position in der DTM, Edoardo Mortara das erste Podium. Miguel Molina erzielte 2010 in Brands Hatch das beste Ergebnis seiner DTM-Premierensaison. Und auch Filipe Albuquerque, Rahel Frey und Adrien Tambay mögen den Kurs in der britischen Grafschaft Kent.

Als punktbester Audi-Fahrer reist Mattias Ekström auf die britische Insel. Der Schwede bescherte dem neuen Audi A5 DTM beim Debüt in Hockenheim Ende April auch die erste Pole-Position und das erste Podium. Auf dem Lausitzring wurde er von Startplatz acht kommend Fünfter. Schon der Samstag wird in Brands Hatch besonders spannend: Zwischen dem Freien Training und dem Qualifying liegen dieses Mal nur zwei Stunden. Und die Zeitabstände auf der Strecke dürften minimal sein. Experten rechnen sogar mit dem engsten Starterfeld der DTM-Geschichte.

Audi-Stimmen vor dem Lauf in Brands Hatch:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Wir wollen möglichst schon in Brands Hatch wieder dahin kommen, wo wir in all den Jahren waren: nämlich in die Position, um den Sieg kämpfen zu können. Deshalb liegen für uns zwischen Lausitzring und Brands Hatch zwei intensive Wochen mit harter Arbeit, die wir so gut wie möglich nutzen. Klar ist: In Brands Hatch wird das Feld aufgrund der kurzen Strecke noch dichter zusammenliegen als bei den ersten beiden Rennen."

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Abt Sportsline): "Nach drei Wochenenden am Stück waren wir endlich wieder einmal zu Hause und hatten die Möglichkeit, alles in Ruhe zu analysieren. Wir haben auf dem Lausitzring im Rennen einen Schritt gemacht - daran wollen wir in Brands Hatch anknüpfen. Die Teamleistung bei den ersten beiden Rennen war sehr gut, das Team hat keine Fehler gemacht. Darauf kann man aufbauen. Die Motivation ist weiter da und wir werden alles versuchen, Audi wieder ganz nach vorne zu bringen."

Ernst Moser (Teamchef Phoenix): "Wir haben im vergangenen Jahr in Brands Hatch als Team gewonnen und Rocky hatte Startplatz eins. Wir haben das klare Ziel, auf jeden Fall da anzudocken, wo wir 2011 aufgehört haben. Brands Hatch ist eine spezielle Strecke. 98 Runden - da wird es die Aufgabe sein, im Rennen nie in den Verkehr zu kommen. Aber zuallererst müssen wir versuchen, in der Startaufstellung ganz vorne zu stehen."

Arno Zensen (Teamchef Rosberg): "Ich habe gute Erinnerungen an letztes Jahr, da war Edo (Mortara) auf dem Podium. Und genau da wollen wir wieder hin. Dafür arbeiten wir hart. Wir hatten nun etwas Gelegenheit, Boxenstopps zu üben. Das konnten wir vor der Saison nicht, weil wir nicht das Material und die Zeit dazu hatten. Wir versuchen, uns weiter zu verbessern und blicken vorwärts."

Filipe Albuquerque: "Brands Hatch ist eine sehr kleine Strecke, das wird in diesem Jahr ganz schön lustig. Wahrscheinlich werden alle innerhalb von zwei Zehntelsekunden liegen. Speziell im Qualifying wird man auch etwas Glück brauchen. Auch eine freie Runde zu finden, wird mit 22 Autos auf knapp zwei Kilometern alles andere als einfach. Für die Zuschauer wird es jedenfalls interessant. Und ich hoffe, dass uns die kurze Pause hilft, das Auto und die Reifen etwas besser zu verstehen."

Mattias Ekström: "Wir haben die ersten zwei Rennen analysiert und müssen nun versuchen, den roten Faden, den wir irgendwo verloren haben, wiederzufinden. So schnell, wie man etwas verliert, kann man es auch wiederfinden. Das ist jetzt die Aufgabe. Allgemein ist Brands Hatch eine lustige Strecke, auf die ich mich freue."

Rahel Frey: "Das Rennen auf dem Lausitzring lief gut für mich, darauf wollen wir in Brands Hatch aufbauen. Gemeinsam mit dem Team habe ich analysiert, woran wir noch arbeiten können, um uns weiter zu verbessern. Ich werde versuchen, das in Brands Hatch umzusetzen, wo ich schon im vergangenen Jahr gute Rundenzeiten gefahren bin - auch wenn das Rennen für mich im Kiesbett endete."

Miguel Molina: "Ich fühle mich in Brands Hatch immer sehr wohl. Dort habe ich in meiner ersten DTM-Saison mit Platz vier mein bestes Saisonergebnis erzielt. Ich komme immer mit einem guten Gefühl an diese Rennstrecke. Wir hatten nach dem Rennen auf dem Lausitzring knapp zwei Wochen, alles zu analysieren und uns auf das nächste Rennen vorzubereiten. Ich bin zuversichtlich, dass wir gut abschneiden können."

Edoardo Mortara: "Ich freue mich, nach Brands Hatch zurückzukehren. Dort habe ich im vergangenen Jahr mein erstes Podiumsergebnis in der DTM geholt. Auch wenn gerade ein schwieriges Rennen hinter uns liegt, bin ich mit meiner eigenen Leistung in diesem Jahr bisher ganz zufrieden. Ich hoffe, dass wir in Brands Hatch mit dem Auto einen Schritt nach vorne machen werden und im Rennen besser aussehen als auf dem Lausitzring."

Mike Rockenfeller: "Die Vorfreude auf Brands Hatch ist groß - gerade nach einem so schlechten Rennausgang wie am Lausitzring, nachdem wir dort bis zum Rennen eigentlich ein gutes Wochenende hatten. In Brands Hatch stand ich im vergangenen Jahr auf Startplatz eins. Das würde ich gerne wieder schaffen und natürlich am liebsten das erste Rennen für Audi in diesem Jahr gewinnen."

Timo Scheider: "Wir werden die Köpfe noch enger zusammenstecken. Am Lausitzring hatten wir im Rennen eine positive Tendenz. Wir haben dort etwas ausprobiert, das uns etwas Performance gegeben hat. Aber das reicht natürlich bei weiten noch nicht aus. Wir müssen hart arbeiten, um einen weiteren Schritt zu schaffen."

Adrien Tambay: "Ich freue mich auf Brands Hatch. Ich kenne die Strecke aus der Formel 3. Es ist eine sehr spezielle Atmosphäre dort. Auf dem Lausitzring lief es im Qualifying gut für mich, im Rennen dafür nicht. Wir haben analysiert, woran es lag und ich bin nun schon ganz heiß auf mein drittes DTM-Rennen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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