Bruno Spengler stand in den ersten drei Rennen zweimal auf dem Podium

DTM 2012

— 20.05.2012

Spengler: Platz zwei war das Maximum

Bruno Spengler glaubt, dass er in Brands Hatch auch ohne Probleme nicht gewonnen hätte, und gewinnt immer mehr Vertrauen ins Schnitzer-BMW-Team

Bruno Spengler konnte den Schwung vom Sieg auf dem Lausitzring auch nach Brands Hatch mitnehmen und feierte heute mit Platz zwei hinter Gary Paffett einen weiteren Erfolg für BMW. Der Kanadier aus dem Schnitzer-Team verbesserte sich damit auch in der Gesamtwertung auf Platz zwei, 25 Punkte hinter Spitzenreiter Paffett.

"Ich bin sehr glücklich über diesen zweiten Platz", freut sich Spengler. "Das ist für das ganze Team ein großer Erfolg, denn wir sind zum ersten Mal hier in Brands Hatch gefahren." Dem möglichen Sieg trauert er nicht nach, obwohl Paffetts HWA-Crew den letzten Boxenstopp verpatzt hatte und der Abstand plötzlich nur noch gut eine Sekunde betrug. Aber der Verfolger im BMW M3 konnte daraus kein Kapital schlagen.

Auch ohne kaputten Splitter nicht siegfähig

Ob du gewonnen hättest, wenn der Splitter nicht kaputt gegangen wäre, Bruno? "Ich weiß nicht. Wahrscheinlich wäre der Abstand in etwa gleich geblieben", verneint er. "Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ich ihn überholen hätte können, denn er war zu schnell. Wenn der Abstand gleich geblieben wäre, hätte ich ein bisschen Druck machen können, aber Gary ist keiner, der viele Fehler macht. Aber der zweite Platz wäre ohne gebrochenen Splitter sicherer gewesen."

Charly Lamm lobt die "überzeugende" Performance seines Schützlings: "Gegen Ende haben wir noch ein bisschen zittern müssen, als am Frontsplitter seines Autos ein Schaden aufgetreten ist. Speziell in den Rechtskurven hat ihm danach Abtrieb gefehlt, sodass er seine gute Pace nicht halten konnte. Ab diesem Zeitpunkt ging es darum, den Vorsprung auf die Verfolger zu verteidigen. Aber es ist gut ausgegangen", so der Schnitzer-Teamchef.

Spenglers größte Chance, in Führung zu gehen, war der Start, den er perfekt erwischte. Danach wurde es schwierig: "Gary war sehr, sehr schnell, Gratulation dazu, und er hat nicht viele Fehler gemacht. Im ersten Stint war er wirklich erstaunlich - da konnte ich nicht mithalten", lobt er. "Im letzten Stint kam ich aber ganz gut mit, bis mein Problem mit dem Auto auftrat. Vielleicht war er an manchen Stellen ein bisschen schneller, aber ich konnte den Druck aufrechterhalten."

Revanche für den Lausitzring

"Es hat Spaß gemacht, denn es war genau andersrum als am Lausitzring", sagt Spengler. "Ich habe ihn gejagt und habe versucht, Druck zu machen, aber dann ging plötzlich mein Splitter links vorne kaputt, am Kerb ausgangs Kurve eins. Von da an war es sehr schwierig, denn ich hatte starkes Untersteuern, vor allem in den Rechtskurven, und verlor viel Abtrieb. Also musste ich auf Nummer sicher gehen und durfte keine Fehler begehen."

Der 28-Jährige musste Paffett in der Folge ziehen lassen und konzentrierte sich stattdessen auf den Rückspiegel, in dem Mike Rockenfellers Audi und später auch Martin Tomczyks BMW immer größer wurden. "Dann kam Mike von hinten und übte eine Menge Druck aus", erinnert sich Spengler. "Ich habe sehr früh gebremst, um keine Fehler zu machen. Ich habe in den letzten Runden nicht mehr viel geatmet, um ehrlich zu sein."

Nach einem Sieg und einem zweiten Platz in drei Rennen - eine Zwischenbilanz, die kaum ein Experte BMW zugetraut hätte - scheint Spenglers Selbstvertrauen und auch das Vertrauen in seine Mannschaft langsam zu wachsen: "Ich hatte ein gutes Rennauto", erklärt er und lobt seine Crew: "Der erste Boxenstopp war ein bisschen schwierig, aber der zweite war wirklich großartig. Unter Druck sind meine Jungs wirklich gut."

Fotoquelle: xpbimages.com

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