Martin Tomczyk konnte im vergangenen Jahr in Spielberg gewinnen

DTM 2012

— 25.05.2012

BMW: Mit "gutem Gefühl" nach Spielberg

BMW tritt in Spielberg wieder auf bekanntem Terrain auf: Bruno Spengler als Zweiter der Gesamtwertung guter Dinge, Martin Tomczyk kommt als Vorjahressieger

Die DTM-Saison geht am 3. Juni 2012 in ihre nächste Runde. Schauplatz für den vierten Lauf der Serie ist der Red-Bull-Ring nahe Spielberg. Anders als zuletzt in Brands Hatch ist der BMW M3 DTM auf der 4,326 Kilometer langen Strecke bereits gefahren. Allerdings fand der Test im Sommer vergangenen Jahres - also in der Frühphase der Fahrzeugentwicklung - statt, so dass die gesammelten Daten nur bedingt in die aktuelle Rennvorbereitung einfließen können.

Nach Platz zwei in Brands Hatch ist Bruno Spengler als Zweiter der bestplatzierte BMW Pilot in der DTM-Fahrerwertung. Martin Tomczyk, Augusto Farfus und Andy Priaulx folgen auf den Plätzen sieben bis neun. In der Teamwertung belegt das Team Schnitzer vor dem Rennen in Österreich Rang zwei, bei den Herstellern liegt BMW mit 84 gewonnenen Punkten auf Platz drei.

In Spielberg treffen Tradition und Moderne aufeinander. Bereits seit 1969 - damals noch unter der Bezeichnung Österreichring - werden dort Rennen ausgetragen. Nur ein Jahr nach der Eröffnung machte 1970 die Formel 1 zum ersten Mal Station in der Steiermark. Das aktuelle Layout des Kurses stammt aus der Feder von Rennstreckendesigner Hermann Tilke. Er zeichnete sowohl für den ersten Umbau des Österreichrings zum A1-Ring als auch für die zweite Modernisierung zum Red-Bull-Ring verantwortlich.

Die DTM fuhr bereits in den Jahren 2001 bis 2003 auf dem damaligen A1-Ring und kehrte 2011 nach Spielberg zurück. Der amtierende DTM-Champion und heutige BMW-Pilot Tomczyk feierte damals den Sieg. Bergauf- und Bergab-Passagen wechseln sich ab, darunter klangvolle Abschnitte wie die Kurven Lauda und Rindt. Anspruchsvoll sind auch die Castrol EDGE sowie die bekannte Remus-Kurve.

"Nach den für uns sehr positiv verlaufenen ersten Saisonrennen treten wir unsere Reise nach Spielberg mit einem guten Gefühl an. Auch für die Fans gibt es viele gute Gründe, sich auf das Rennwochenende in Österreich zu freuen", sagt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. "Die drei DTM-Hersteller liegen eng beieinander. Sekundenbruchteile geben den Ausschlag, ob die Fahrer im Qualifying vorne mit dabei sind oder im Mittelfeld landen. Mehr Spannung geht kaum. Die DTM-Saison 2012 macht Spaß - und das trifft nicht nur auf die Zuschauer, sondern auch auf jeden einzelnen bei uns im Team zu."

"Wieder einmal betreten wir in Spielberg Neuland. Der Test auf dieser Strecke liegt viele Monate zurück und fand in der Frühphase der Entwicklung unseres Fahrzeugs statt. Noch dazu war es nass", so RMG-Teamchef Stefan Reinhold. "Unsere Formkurve zeigt nach oben, das hat der vierte Platz von Martin Tomczyk in Brands Hatch gezeigt. Auch seine schnellste Rennrunde war ein schöner Beleg dafür, dass wir mit dem Team RMG in die richtige Richtung arbeiten. So kann es in Österreich weitergehen."

"Rennen in Österreich fühlen sich für uns jedes Mal wie ein Heimspiel an, und ich bin sicher, dass wir auch in Spielberg wieder auf unzählige BMW-Begeisterte und Fans vom Team Schnitzer treffen werden", meint Schnitzer-Teamchef Charly Lamm. "Mit dem bisherigen Saisonverlauf können wir mehr als zufrieden sein. Bruno Spengler hat mit dem Sieg auf dem Lausitzring und Rang zwei in Brands Hatch gezeigt, wie gut unser Paket ist. BMW hat in der Entwicklung des BMW M3 DTM fantastische Arbeit geleistet. Jetzt gilt es, diesen positiven ersten Eindruck auch in Spielberg zu bestätigen."

"Wir haben in Spielberg im vergangenen Jahr getestet, also ist die Strecke nicht komplett neu für uns", sagt RBM-Teamchef Bart Mampaey. "Österreich ist eines meiner Lieblingsländer, und ich freue mich persönlich sehr auf die Alpen und die schöne Umgebung dort. Das Wochenende wird interessant. Es ist eine schöne Strecke, und ich rechne mit vielen Zuschauern. Uns erwartet dort wieder eine neue Herausforderung, der wir uns mit Freude stellen."

Stimmen der BMW-Piloten:

Martin Tomczyk: "An Spielberg habe ich nur positive Erinnerungen. Im vergangenen Jahr konnte ich auf dem wiedereröffneten Ring gewinnen. Das war ein fantastisches Wochenende. Spielberg bietet alles, was eine Rennstrecke interessant und spannend macht: eine lange Gerade, schnelle Kurven und große Höhenunterschiede. Hinzu kommt die wunderschöne Landschaft. In Brands Hatch haben mein Team RMG und ich gezeigt, dass wir vorne mitmischen können. Daran wollen wir in Spielberg anknüpfen."

Joey Hand: "Ich bin auf der Strecke in Spielberg bisher noch nicht gefahren, habe aber von meinen BMW-Teamkollegen bisher nur Gutes über den Kurs gehört. Für mich geht es in der Vorbereitung auf das Wochenende zunächst darum, mir den Streckenverlauf gut einzuprägen. Dazu schaue ich mir die Videos vom Rennen im vergangenen Jahr an und fahre den Kurs auf meiner Videokonsole ab. Ich habe zwar erst drei DTM-Starts auf dem Konto und muss noch viel lernen. Aber ich bin überzeugt, dass ich schon bald in die Top-Ten kommen werde. Vielleicht klappt das ja bereits in Spielberg."

Bruno Spengler: "Bisher kann ich mich über den Saisonverlauf nicht beschweren. Aber die DTM ist kein Selbstläufer. Wir werden uns auch in Spielberg mit jeder Runde Erfahrungen mit dem BMW M3 DTM auf dieser Strecke erarbeiten müssen. Bei den bisherigen Rennen hat das jedes Mal sehr gut und schnell funktioniert. Natürlich hoffe ich, dass es auch diesmal so sein wird. Mir gefällt die Strecke sehr gut. 2011 bin ich in Spielberg die schnellste Rennrunde gefahren. Wenn der M3 DTM dort genauso stark ist wie zuletzt, dann sollte ich also dazu in der Lage sein, wieder vorne anzugreifen."

Dirk Werner: "2003 bin ich in Spielberg schon einmal gefahren, kenne den Kurs also ein wenig. Das Layout ist sehr interessant. Nachdem die beiden vergangenen Rennwochenenden für mich nicht nach Plan verlaufen sind, nehme ich in Österreich einen nächsten Anlauf. Mit den bisherigen Ergebnissen bin ich nicht zufrieden, lerne aber von Rennen zu Rennen dazu. Es gilt, diese Erfahrungen nun optimal zu nutzen, damit wir uns im Klassement weiter nach oben orientieren können. Mein dritter Startplatz in Hockenheim hat mir gezeigt, was möglich ist."

Andy Priaulx: "Dank unseres Tests dort kenne ich die Strecke zumindest ein bisschen. Aber dort ein Rennen zu bestreiten, ist noch einmal eine ganz andere Sache. Es wird ganz sicher aufregend, denn der Kurs bietet zahlreiche Gelegenheiten für Überholmanöver, wie zum Beispiel die Haarnadel-Kurve. In unserem Gesamtpaket steckt eine Menge Potenzial. Ich habe mir vorgenommen, vor allem im Qualifying stärker zu werden. Denn eine gute Startposition wird auch in Spielberg wieder von großer Bedeutung sein."

Augusto Farfus: "Im Juli 2011 waren wir mit der ersten Version unseres DTM-Autos in Spielberg beim Testen. Sonderlich wertvoll dürften die Daten, die wir dort gesammelt haben, nicht sein, da wir im Regen unterwegs waren. Ich mag die Strecke, und es hat großen Spaß gemacht, dort zu fahren. Die Gegend ist wunderschön. Ich hoffe auf ein starkes Wochenende. Platz elf war in Brands Hatch nicht das, was wirklich in unserem Auto steckt."

Fotoquelle: ITR

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