Mattias Ekström peilt in Österreich seinen ersten Saisonsieg an

DTM 2012

— 25.05.2012

Audi, Spielberg, die DTM und die Queen

Gastspiel der DTM auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg: "Heimspiel" für Timo Scheider und Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich - Die Queen sorgt für frühen Rennstart

Bathurst, Sebring, Nogaro, Spa, Nürburgring - die Motorsport-Saison 2012 hat für Audi mit wichtigen Siegen des Le-Mans-Prototyps R18 und des GT3-Rennwagens R8 überaus erfolgreich begonnen. Nun soll auch der neue Audi A5 DTM möglichst schnell das Siegen lernen. Das Österreich-Gastspiel der DTM auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg am 3. Juni bietet die nächste Gelegenheit dazu.

Das Pensum, das die Mannschaft um Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich in den vergangenen Wochen und Monaten abgespult hat, ist eindrucksvoll: Mit dem A5 DTM, dem R18 ultra und dem R18 e-tron quattro, dem ersten Diesel-Hybrid-Rennwagen für die 24 Stunden von Le Mans, hat Audi parallel drei neue Rennfahrzeuge entwickelt. Gleichzeitig wurden die Weichen für den ersten Gesamtsieg des Unternehmens beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gestellt.

"Außerdem ist es uns gelungen, entgegen den ursprünglichen Planungen in der DTM vom ersten Rennen an acht neue Fahrzeuge einzusetzen", erklärt Audi-Motorsportchef Ullrich. "Das war ein logistischer Kraftakt und nur mit dem größten persönlichen Einsatz jedes einzelnen Mitarbeiters bei Audi Sport, unseren Zulieferern und den Partnerteams zu schaffen. Diese Leistung verdient größten Respekt."

Viel harte Arbeit kommt auch in den nächsten Wochen auf die Audi-Mannschaft zu: Am 16./17. Juni steht mit den 24 Stunden von Le Mans das für Audi wichtigste Rennen des Jahres auf dem Programm. Gleichzeitig wird in Ingolstadt und Neckarsulm an der Weiterentwicklung des neuen Audi A5 DTM gearbeitet, dessen Bilanz nach den ersten drei Einsätzen mit einer Pole-Position und zwei dritten Plätzen noch nicht wunschgemäß ausfällt.

Bei Testfahrten auf dem Lausitzring hat Audi Sport zuletzt wichtige Erkenntnisse gesammelt, die sich zum Teil im Rennen in Brands Hatch bereits ausgezahlt haben. In Spielberg soll ein weiterer Schritt folgen. Audi reist mit guten Erinnerungen nach Österreich: Auf dem wiedereröffneten Red-Bull-Ring feierte das Team Phoenix im vergangenen Jahr seinen ersten Sieg in der DTM und legte damit den Grundstein für den späteren Titelgewinn von Martin Tomczyk.

Auch insgesamt war die Premiere des neuen Red-Bull-Rings für die DTM ein voller Erfolg: 48.000 Zuschauer pilgerten 2011 nach Spielberg, am Renntag waren alle Tickets ausverkauft. Angesichts der Tatsache, dass die DTM in diesem Jahr noch spannender ist, erwarten die Organisatoren am ersten Juni-Wochenende eine ähnlich eindrucksvolle Kulisse.

Für Audi-Motorsportchef Ullrich, der aus Wien stammt, und den zweimaligen DTM-Champion Timo Scheider, der seine Wahlheimat in Österreich hat, ist der Red-Bull-Ring praktisch ein Heimspiel. Wegen des 60. Thronjubiläums der britischen Queen, zu dem die 'ARD' eine Sondersendung unmittelbar im Anschluss an die DTM-Übertragung aus Spielberg plant, wird das DTM-Rennen bereits eine halbe Stunde früher als gewohnt um 13:30 Uhr gestartet.

Audi-Stimmen vor dem Rennen in Spielberg

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Unser nächstes DTM-Rennen ist am Red-Bull-Ring in Spielberg. Ich freue mich sehr auf mein 'Heimrennen', weil ich die Rennstrecke besonders mag. Ich denke, wir haben in Brands Hatch gesehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind mit dem, was wir uns gerade erarbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass wir in Spielberg mit einer weiter verbesserten Performance auftreten werden. Wenn wir weiterhin auch eine so starke Teamleistung zeigen können und insgesamt noch einen Tick schneller werden, sind wir dort, wo wir hinwollen."

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Abt Sportsline): "Als Bayern freuen wir uns auf unser Nachbarland Österreich und den Auftritt der DTM dort. Im vergangenen Jahr war es ein großes Spektakel auf einer tollen Rennstrecke mitten im Grünen. Wir hoffen, unserem Sponsor Red Bull ein Geschenk machen zu können und ganz vorne zu sein. Wir werden weiterhin hart arbeiten, um zu zeigen, dass man mit einem DTM-Audi auch wieder siegen kann."

Ernst Moser (Teamchef Phoenix): "Spielberg haben wir in sehr guter Erinnerung. Letztes Jahr haben wir dort unseren ersten DTM-Sieg mit Audi geholt - das war das Fundament, um die Meisterschaft zu gewinnen. Nach Platz drei in Brands Hatch und dem Sieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring haben wir eine derartige Motivation im Team, dass wir in Spielberg den ersten Audi-Sieg in diesem Jahr einholen wollen. Das Auto kann es. Mit dem Schwung und Elan ist alles möglich."

Arno Zensen (Teamchef Rosberg): "Spielberg ist ein zweites Heimrennen für mich - ich habe zehn Jahre am Österreichring gelebt. Auch an letztes Jahr haben wir gute Erinnerungen. Wir waren mit beiden Autos sehr schnell und hatten nur etwas Pech im Rennen. Daran möchten wir anknüpfen. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen."

Filipe Albuquerque: "Trotz einiger Probleme habe ich in den ersten drei Rennen immer gepunktet. Das Ziel für Spielberg ist nun, in die Top Fünf zu kommen. Der Speed ist mehr oder minder da. Wir werden alles geben."

Mattias Ekström: "Ich freue mich darauf, nach Spielberg zu fahren. Ich habe gute Erinnerungen an die guten, alten Zeiten dort. Letztes Jahr war eine Ausnahme - ich glaube, das war das schlechteste Rennen meiner ganzen Karriere. Eines weiß ich sicher: Das kann man nicht toppen, sondern alles kann nur besser werden. Wir werden analysieren, wo wir uns verbessern können, um endlich wieder um die großen Punkte kämpfen zu können."

Rahel Frey: "Im letzten Jahr war Spielberg für mich ein erfolgreiches Rennen. Ich habe mich auf dem Red-Bull-Ring auf Anhieb sehr wohl gefühlt. Wir waren konkurrenzfähig. Die Atmosphäre in Spielberg war im letzten Jahr einmalig. Entsprechend positiv blicke ich zum nächsten Rennen."

Miguel Molina: "Das Rennen in Spielberg war im vergangenen Jahr nicht unser bestes. Wir konzentrieren uns darauf, es dieses Mal besser zu machen, zumal es das Rennen meines Sponsor-Partners Red Bull ist und daher besonders wichtig. Im vergangenen Jahr ging es dort sehr eng zu und das wird in diesem Jahr nicht anders sein. Ich mag die Strecke, ich mag die Atmosphäre dort. Nachdem wir in Brands Hatch im Rennen sehr schnell waren, kann ich Spielberg kaum erwarten."

Edoardo Mortara: "Im vergangenen Jahr lief es in Spielberg recht gut für mich. Ich hoffe, das wird in diesem Jahr wieder der Fall sein und wünsche mir, dass wir ein paar Kleinigkeiten am Auto verbessern können, um auch in Spielberg Punkte zu holen."

Mike Rockenfeller: "Spielberg ist eine ganz tolle Strecke und eine wunderschöne Gegend. Im letzten Jahr hat es mir dort viel Spaß gemacht. Ich hatte auch sportlich ein ganz gutes Wochenende. Natürlich hoffe ich, in Spielberg auch in diesem Jahr stark zu sein und ein gutes Auto zu haben. Daran arbeitet jeder im Team und bei Audi Sport in Ingolstadt und Neckarsulm. Ganz wichtig ist wie immer, ein gutes Qualifying hinzulegen. Ich hoffe, dass wir den Speed haben werden, um den Sieg kämpfen zu können."

Timo Scheider: "Gerade in meiner zweiten Heimat, in der viele Fans und Freunde zum Rennen kommen werden, wünsche ich mir endlich einmal ein Wochenende ohne Probleme, eigene Fehler und technische Gebrechen. Die Performance, die wir haben, sollte für die Top Fünf immer reichen - aber man muss es im Qualifying und im Rennen zusammenbringen. Wer Audi und die 'Äbte' kennt, der weiß, dass wir nicht aufgeben, bis wir wieder ganz oben stehen."

Adrien Tambay: "Spielberg ist eine schnelle Strecke, die ich mögen sollte - denn schnelle Kurven gefallen mir. Mein Vater hat mir gute Dinge über die Strecke erzählt. Ich bin schon sehr gespannt. Ich hoffe, wir können uns wie in Brands Hatch weiter verbessern und dann die ersten Punkte holen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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