Viel Arbeit bei Audi: Die Ingolstädter wollen vor Mercedes und BMW kommen

DTM 2012

— 30.05.2012

Audi: Liegt das Problem an der Vorderachse?

Audi will dem A5 DTM mehr Rennspeed einhauchen: Luftdrücke, Bodenfreiheit und Gewichtsverteilung sind Stellschrauben - Wolfgang Ullrich: "Es geht um Detailarbeit"

Audi wartet nach wie vor auf den ersten Saisonsieg in der DTM. Der neue A5 hat sich zwar bereits zu Saisonbeginn als schnelles Auto gezeigt, aber es mangelt bislang an der Konstanz im Rennen. Mit Testfahrten und einem intensiven Entwicklungsprogramm wollen sich die Ingolstädter möglichst schnell an die Spitze arbeiten. Schon zum kommenden Rennen in Spielberg wird man vielleicht den entscheidenden Schritt machen können.

"Wir haben die Zeit genutzt, um ein paar Entwicklungsaktivitäten laufen zu lassen. Wir werden die Erkenntnisse in Spielberg einsetzen. Wir hoffen, dass wir einen weiteren Schritt machen können, um wieder siegfähig zu sein", sagt Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich, der bei seinem Heimrennen vor Ort sein wird und erstmals auf einen Besuch des wichtigen Le-Mans-Vortests verzichtet. Die Doppelbelastung bei Audi macht die Aufholjagd nicht gerade einfacher.

"Das Reglement lässt nur die Optimierung an gewissen Teilen zu. Es geht darum, ein möglichst optimales Setup zu finden - über Bodenabstand, Gewichtsverteilung oder gute Feder-Dämpfer-Abstimmung. Man kann an der Kinematik etwas ändern. Es ist viel Feintuning, das im Endeffekt den Unterschied ausmacht", beschreibt Ullrich die Möglichkeiten, die das aktuelle DTM-Reglement bietet. Das Audi-Problem liegt offenbar an der Vorderachse.

Wie 'Motorsport-Total.com' vor dem Start in die Saison erfuhr, heizt eines der neuen DTM-Fahrzeuge die Vorderreifen deutlich mehr auf als die Konkurrenz. "Ich kenne die Temperaturen der anderen Hersteller nicht", sagt Ullrich. Aber der Österreicher gibt zu: "Mit den Luftdrücken, mit denen wir in den ersten beiden Rennen gefahren sind, hatten wir sehr hohe Temperaturen in den Vorderreifen. Diese Werte an der Vorderachse haben direkt etwas mit dem Anfangsluftdruck zu tun. Das ist ein wichtiger Parameter, mit dem man arbeiten muss."

"Auf der einen Seite hat man das Ziel, den Reifen im Qualifying sehr schnell zum arbeiten zu bringen. Im Rennen soll er dann möglichst lange halten. Das geht über Detailarbeit", sagt der Audi-Sportchef. "Wenn man zu weit in eine Richtung geht, dann kann man sich schnell Probleme in Rennen oder Qualifying schaffen. Das ist einer der Punkte, an dem wir intensiv arbeiten. Das Potenzial ist da. Nun liegt es an uns, eine Einstellung zu finden, mit der wir gut in Qualifying und Rennen zurecht kommen. Das ist derzeit unsere Hauptaufgabe."

Fotoquelle: xpbimages.com

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