BMW sofort mittendrin: Hier der Dreikampf um die Spitze am Red-Bull-Ring

DTM 2012

— 07.06.2012

BMW: Abwerbungen beschleunigen Lernprozess

BMW hat den Anschluss zum Wiedereinstieg in der DTM rasend schnell hergestellt: Erfahrene Techniker von der Konkurrenz helfen bei der Entwicklung

Die DTM geht 2012 endlich wieder mit drei Herstellern an den Start. Die Rückkehr von BMW hat der Szene neuen Schwung verliehen, das Interesse an der DTM ist so hoch wie schon lange nicht mehr. Die Zuschauerzahlen bei den bisherigen Events des Jahres waren sehr gut, die Rennen boten oft spannenden Sport. Würde man einen Nicht-DTM-Kenner fragen, welcher der drei Hersteller der Neuling ist, dann dürfte die Antwort schwierig werden.

Die Münchener waren sofort mittendrin im Geschehen. Schon beim zweiten Rennen des Jahres am Lausitzring durfte man den ersten Sieg von Neuzugang Bruno Spengler bejubeln. Der Kanadier ist einer derjenigen, der von der Konkurrenz geholt wurde, um möglichst schnell siegfähig zu sein. Auch der amtierende Champion Martin Tomczyk folgte dem Lockruf aus München und wechselte nach vielen Jahren in Diensten von Audi nun zu BMW.

Nicht nur auf Fahrerseite kaufte BMW ein, sondern vor allem auch bei den Technikern. Einige Schlüsselstellen wurden mit erfahrenen Kräften von Audi und Mercedes besetzt. "Dass wir in dieser Saison gewinnen, hat mich nicht überrascht. Nur dass es schon so früh passiert ist", meint Spengler in der 'Sport Bild'. Der schnelle Ex-Mercedes-Mann weiß genau, dass man bei den Teams Schnitzer, RMG und RBM viele DTM-Fachleute hat. Er selbst profitiert von der DTM-Erfahrung seines Renningenieurs Valentino Conti (früher Mercedes).

"Es ist üblich einzukaufen. Natürlich auch mit Geld, so ist das nun mal", winkt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug bezüglich des Headhunting von BMW ab. Der Schwabe hält das Vorgehen für normal, aber die Abgänge dürften ihm kaum gefallen haben. "Natürlich ist es auch wichtig, den einen oder anderen Ingenieur zu haben, der schon Erfahrung in der DTM hat. Aber unser Ansatz war es, das ganze Projekt möglichst breit - mit DTM-Leuten und Nicht-DTM-Leuten - aufzustellen. Und ich glaube, das geht bisher sehr gut auf", so BMW Motorsportdirektor Jens Marquardt.

Fotoquelle: xpbimages.com

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