Position vier ist nicht genug: Mattias Ekström hatte sich mehr ausgerechnet

DTM 2012

— 30.06.2012

Ekström: Audis einsamer Mohikaner

Der Schwede ist mit Startplatz vier nicht zufrieden. schreibt aber den Sieg am Norisring noch nicht ab - Audi rechnet mit Regen am Sonntag

Ein Audi in Startreihe zwei - da hätte so mancher DTM-Beobachter in der Saison 2012 nicht unbedingt mit einem geknickten Piloten gerechnet, der diesem Auto entsteigt. Ganz anders am Samstagnachmittag nach der Qualifikation am Norisring, als Mattias Ekström als Viertplatzierter aus dem A5 kletterte: "Wenn man als Schnellster in Q4 geht, ist es natürlich sehr enttäuschend, am Ende nur auf Startplatz vier zu stehen", meint der Schwede über ein Einzelzeitfahren auf gebrauchten Reifen, das seine Erwartungen nicht erfüllte.

Ekströms Auto rutschte über die glühenden Nürnberger Straßen: "In Q2 und Q3 lief es super. In Q4 hatte ich aber einfach keinen Grip", berichtet er. Wolfgang Ullrich streicht lieber die positiven Aspekte des Tages heraus. Sein aktuell stärkster Pilot habe gezeigt, dass sich Audi "mit der Weiterentwicklung auf einem guten Weg" befindet, da man das ganze Wochenende über konstant schnell gewesen ist. "Es ging hier im Qualifying so eng zu wie erwartet", so der Motorsport-Chef weiter.

Ullrich klopft Ekström verbal auf die Schulter: "Wenn man am Norisring ganz vorne stehen will, muss man alle drei Sektoren perfekt zusammenbringen. In Q2 und Q3 hat Mattias das geschafft, in Q4 nicht." Der Angesprochene hat einen weiteren DTM-Sieg noch nicht abgeschrieben. "Die Bedingungen waren heute sicherlich extrem. Ich stehe immerhin noch in der zweiten Startreihe, da ist alles möglich", sagt Ekström.

Die Motivation ist ungebrochen: "Es sind sehr viele Audi-Fans hier. Ich bin ihnen schuldig, morgen im Rennen einen tollen Fight zu zeigen." Den erhofft sich Ullrich auch von den übrigen Ingolstädtern. "Insgesamt sind wir natürlich nicht zufrieden, nur zwei Autos in den Top 10 zu haben. Aber das Rennen wird extrem hart und lang - und es sollen morgen ganz andere Witterungsbedingungen herrschen. Noch ist alles möglich", so der Audi-Verantwortliche.

Fotoquelle: Audi

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