Bruno Spengler

DTM 2012

— 30.06.2012

Schnitzer in Problemen: Mysteriöser Gripverlust

Während Bruno Spengler trotz Abstimmungsproblemen und Hitze am Norisring voll auf seine Kosten kam, war Dirk Werner sehr enttäuscht

Während sich der Brasilianer Augusto Farfus und der Portugiese Filipe Albuquerque über die Hitze am Norisring beklagen, findet ein Mann aus nördlichen Gefilden Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke gar nicht schlimm: "Es ist hart, aber nicht das Problem. Ich mag das wirklich, denn so soll es sein. Das finde ich toll", sagt Bruno Spengler, der sich in der Qualifikation am Samstagnachmittag zu Rang sieben schwitzte. Schnitzer-Teamkollege Dirk Werner musste sich mit Startposition 17 begnügen.

Spengler räumt ein: "Unser Auto war nicht top. Wir hatten schon am Vormittag Probleme, das richtige Setup zu finden." Die Erklärung liefert der Kanadier gleich mit. "Es ist unser erstes Jahr auf dem Norisring und wir müssen lernen. Es ist eine spezielle Strecke, ein Stadtkurs." Klar, dass da nicht alles zusammenpasste. Beispiel: Bremsbalance. "Im Qualifying blockierten sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse die Räder", weiß Spengler.

Spengler warnt vor einem Start-Crash

Dass er am Freitagnachmittag wenig Fahrtzeit bekam, will er nicht als Ausrede gelten lassen: "Klar hat das nicht geholfen. Wenig Fahrtzeit hilft nie." Für das Rennen ist der BMW-Pilot gewarnt vor dem Leitplanken-Dschungel: "Vom siebten Platz ist es schwierig, es kann knallen. Der Fokus liegt auf den ersten vier Kurven, wo wir versuchen müssen, Plätze gutzumachen."

Teamkollege Werner ist missmütiger gestimmt. "Sehr ärgerlich", bemerkt er über sein Qualifying. "Ich bin mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden. Ich war im Freien Training weiter vorne und konnte die guten Rundenzeiten deutlich besser wiederholen." Der Würzburger war in Q1 noch gut unterwegs, im anschließenden Abschnitt aber zwei Zehntelsekunden langsamer und als 17. schließlich ausgeschieden.

Werner rätselt über Grip-Verlust

Eine verschlimmbesserte Abstimmung war an dem plötzlichen Formtief sicher nicht schuld. "Wir haben am Auto nichts verändert. Ich weiß nicht, wie sich die Strecke verändert hat. Ich bin gar nicht ausgestiegen, sondern gleich mit einem guten Gefühl wieder herausgegangen", erklärt Werner, der jeglichen Grip vermisste. "Mal sehen, wie wir das für das Rennen hinbekommen und die Enttäuschung bis dahin verdauen können", blickt er voraus.

Lobende Worte finden beide Schnitzer-Piloten für die Strecken-Verantwortlichen, die die Hitze-Schäden am Asphalt schnell und sorgfältig ausbesserten: "Sie haben die Piste hervorragend repariert, sie war sehr konstant. Das haben sie super hinbekommen", so Spengler. Werner schließt sich an: "Fühlt sich gut an, man denkt gar nicht daran. Solange er hält, ist es gar kein Problem."

Fotoquelle: BMW

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