Wer schubst hier wen? Im Start-Chaos verlor Ekström die Übersicht und schimpfte

DTM 2012

— 01.07.2012

Ekström macht Farfus zum Prügelknaben

Nachdem eine Kollision beide Piloten aus dem Rennen geriss, war der Audi-Pilot stinksauer: Farfus ein "Amateur im Profisport", der nicht mit den Regeln klarkommt

Sein Image als Zweikämpfer mit harten Bandagen eilte Augusto Farfus schon vor seinem DTM-Debüt voraus. Spätestens seit dem Rennen in Spielberg und den Flüchen von Timo Scheider dürfte der Brasilianer auch in der neuen Serie seinen Ruf weg haben. Dazu trug nach dem Rennen am Sonntag auf dem Norisring ein weiterer Audi-Pilot bei: Mattias Ekström. Der Schwede schimpft im 'Ersten' über Farfus, nachdem der ihn in der Grundig-Kehre gerammt hatte: "Man sieht, dass es im Profisport Amateure gibt." Dabei war der BMW-Fahrer schuldlos.

Was war passiert? Kurz nach dem Start hatte Farfus im dichten Gedränge selbst einen Schubser von Ralf Schumacher kassiert und wurde in Ekström hineingeschoben. "Ich wurde von hinten gedrückt und es war eine Kettenreaktion. Eine merkwürdige, verrückte Situation", verteidigt sich Farfus im TV-Interview und erklärt weiter: "Meine Bremsen haben blockiert und ich bin reingerutscht." Aus Ekströms eingeschränkter Sicht aus dem Cockpit sah das Ganze anders aus.

Er schildert die Szene so: "Farfus hat gedacht, er könne neben der Strecke überholen. Er hat mir Einen gegeben, ich ihm", ärgert sich Ekström und erklärt Farfus unumwunden zum Sündenbock: "Dass es nass war, hat jeder gesehen, aber er wollte unbedingt neben die weiße Linie." Ein enttäuschter Abt-Fahrer schießt in der Hitze des Gefechtes hinterher: "Die Regeln gelten für alle. Einige kommen damit klar, andere nicht." Beide Streithähne mussten ihre beschädigten Autos später abstellen.

Gut möglich, dass sich Ekström und Farfus aussprechen. Der DTM-Neuling streckt die Hand aus: "Ich kann mit Mattias reden, ich habe kein Problem mit ihm. Ich wollte niemanden mit Absicht abschießen." Allerdings wird das den Schweden kaum trösten: Nachdem er im Warmup bei Regen eine starke Leistung gezeigt hatte, entgingen ihm wichtige Zähler im Kampf um die Meisterschaft, in der Gesamtwertung wurde er von Rang zwei auf fünf durchgereicht.

Und auch Farfus musste sich ärgern: Mit der besten Startposition aller BMW in petto wäre ihm zuzutrauen das gleiche Tempo wie Martin Tomczyk gewesen. Und dem Rosenheimer fehlte nur eine Kurve zum Sieg auf dem Norisring.

Fotoquelle: xpbimages.com

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