Im Formationsflug auf das Podest: BMW demonstrierte guten Speed bei Regen

DTM 2012

— 01.07.2012

Bei BMW setzt sich das lachende Auge durch

Bayern im Gefühlschaos: Martin Tomczyk ist hin- und hergerissen zwischen Freude und Enttäuschung - Konstanz spricht für Bruno Spengler

Für Martin Tomczyk war es wie mit der Frage nach dem Huhn und dem Ei: Sollte er sich nun über den zweiten Rang beim DTM-Rennen auf dem Norisring am Sonntag freuen oder doch darüber ärgern, den Laufsieg und seinen ersten Erfolg in einem BMW in der letzten Kurve an Jamie Green verloren zu haben? "Es ist natürlich enttäuschend für einen Rennfahrer", räumt der Rosenheimer mit Blick auf die Schlussphase und die kleine Niederlage - buchstäblich in letzter Sekunde - ein.

Doch Tomczyk meint auch: "Unmittelbar nach dem Rennen war ich extrem enttäuscht, den Sieg noch aus der Hand gegeben zu haben. Jetzt bin ich aber ziemlich happy." Die Statistik gibt ihm Recht. "Das ist mein zweites Podium hintereinander", bemerkt der amtierende Meister, für den noch nach dem Qualifying wenig darauf hindeutete, überhaupt in die Medaillenränge fahren zu können. "Ich bin hier unter schwierigen Bedingungen Zweiter geworden", erinnert er.

Tomczyk erkennt im starken BMW-Auftritt Signalwirkung. "Heute haben wir bewiesen, dass wirim Regen konkurrenzfähig sind. Und das ist für den Rest der Saison sehr ermutigend." Teamchef Stefan Reinhold schließt sich an, obwohl er nach eigener Aussage "auch gerne gewonnen" hätte: "Ich schaue mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf dieses Ergebnis. Die Mechaniker und Martin haben eine fantastische Vorstellung gezeigt."

Bruno Spengler ereilte der motorsportliche Sensenmann namens Green eine Runde früher. Ihm knüpfte er nur Rang zwei ab. Entsprechend gelassener nahm es der Kanadier. "Nach meinem siebten Platz im Qualifying bin ich mit dem dritten Rang im Rennen sehr zufrieden. Auf der anderen Seite ist es enttäuschend, einen möglichen Doppelsieg für BMW auf den letzten Kilometern zu verlieren", meint Spengler.

Schon im Warmup habe er gemerkt, dass der M3 auch im Regen sehr schnell sei. "Es waren extreme Streckenbedingungen. Die Fans haben eine tolle Stimmung gemacht. Für sie war es spannend - aber für uns Fahrer auch sehr anstrengend", berichtet Spengler. Teamchef Charly Lamm lobt den Lausitzring-Sieger für seine Konstanz. "Bruno stand bisher immer auf dem Podium, wenn er die Zielflagge gesehen hat."

Fotoquelle: xpbimages.com

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