Edoardo Mortara kämpfte 40 Runden lang mit einem lädierten Audi A5 DTM

DTM 2012

— 02.07.2012

Rosberg-Audi: Von Blaulicht und Reifenfetzen

Nach dem glänzenden Mortara-Sieg in Spielberg erlebte Rosberg-Audi am Norisring einen herben Rückschlag: Heftige Kampfspuren an beiden Fahrzeugen

Die Mannschaft von Rosberg-Audi war mit besten Aussichten zum Norisring-Wochenende der DTM gereist, aber die Laune dürfte nach der Abreise aus Nürnberg deutlich weniger gut gewesen sein. Auf den fulminanten Sieg von Edoardo Mortara in Spielberg folgte eine Nullnummer im fünften Lauf der diesjährigen Saison. Die Chancen für das Team waren schon wenige Sekunden nach dem Start deutlich geschmälert. Beide Piloten blieben im Chaos der ersten Ecke hängen.

"Was in der ersten Kurve passierte, war ein wenig ein Desaster. Wir wissen nicht genau, was dort geschehen ist, wir müssen das noch prüfen. Aber mit dem zweitbesten Audi auf dem elften Platz zu landen, macht mich nicht sehr glücklich", fasst Arno Zensen zusammen. Der Rosberg-Teamchef, der vor zwei Wochen bei einem Kurzbesuch in Le Mans noch das Siegerstrahlen aus Österreich im Gesicht trug, hatte am Norisring eine deutlich ernstere Miene.

"Ich bekam in der ersten Kurve nach dem Start einen Schubs von hinten. Damit waren meine Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis früh begraben", schildert Mortara, der ausgangs der engen Kehre frontal vor der Mauer stand und sich dabei die Front seines A5 nicht gerade verschönerte. "Immerhin konnte ich zunächst noch weiterkämpfen und habe auch alles gegeben, Plätze gutzumachen. Aber das Auto ließ sich nicht mehr ordentlich fahren und ich musste schließlich aufgeben."

Nach 40 Runden musste der Spielberg-Sieger sein Auto an der Box abstellen. Bis dorthin hatte er einen starken Kampf geliefert und ungewollt für Unterhaltung gesorgt. Das neue Marshalling-System mit leuchtenden LEDs im Cockpit, das am Norisring erneut getestet wurde, funktionierte nicht richtig. Mortara war somit dauerhaft mit blinkendem Blaulicht unterwegs - allerdings machten ihm trotzdem die vor ihm fahrenden Konkurrenten keinen Platz.

Teamkollege Filipe Albuquerque fand sich auch bereits wenige Meter nach dem Start im dichten Stau wieder. "Ich hatte einen fantastischen Start", berichtet der Portugiese, "aber leider bin ich in diesem Chaos hängen geblieben. Ich war dann ganz hinten und bin dann wieder auf elf vor. Wir hatten schon eine gute Pace, aber der Wagen war nicht gut genug, um mit den Top-Leuten zu kämpfen. Platz elf ist sehr schade - nur einen Platz an den Punkten vorbei. Mehr ging heute aber nicht."

Albuquerque kämpfte mit drei Faktoren: das Auto war nicht mehr heil, die Bedingungen wurden ihm zu trocken und die Reifen litten enorm. "Zwischenzeitlich hätte ich mir für die Reifen etwas mehr Regen gewünscht. Und die Schikane hatte es durch den neuen Belag wirklich in sich", erklärt er. Am Sonntagabend gab es weitere Erklärungen. "Hier ist der Grund, warum die Reifen so übel abbauten. Es schleiften Karbonteile auf den Pneus", schrieb Albuquerque zu einem Foto auf Facebook.

Fotoquelle: xpbimages.com

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