Im Vorjahr feierten Mortara und Rockenfeller in München gemeinsam auf dem Podium

DTM 2012

— 11.07.2012

"Rocky" und "Edo": Ein bisschen Spaß muss sein

Mike Rockenfeller und Edoardo Mortara freuen sich auf das Showevent in München - Zielsetzung: Spaß haben und nichts kaputtmachen

Nach der nervenaufreibenden Regenschlacht von Norisring können die DTM-Piloten am kommenden Wochenende ein wenig entspannen. Zum zweiten Mal gestiert die DTM im Olympiastadion von München zu einem Showevent. Die Veranstaltung, bei der die Piloten im direkten Zweikampf auf einer Parallelbahn gegeneinander antreten, ist für Mike Rockenfeller eine willkommene Abwechslung zum Stress der Meisterschaftsrennen.

"Jetzt steht erst mal München vor der Türe, und das ist natürlich etwas ganz anderes", freut sich der Audi-Pilot. "Eine Strecke, die eigentlich selbst für Go-Karts zu klein ist, da versuchen wir dann, die riesigen DTM-Autos durchzuprügeln. Das macht ohne Frage Spaß, ist aber auch nicht ganz einfach", mahnt Rockenfeller. "Man ist sehr schnell an der Streckenbegrenzung. Die Kunst ist schnell zu sein, ohne etwas kaputtzumachen. Das ist in München die besondere Herausforderung."

"Das Schöne ist, dass es um nichts geht, außer um Spaß, Show und viel Ehre", sagt der 28-Jährige. In erster Linie will Rockenfeller auf dem engen Parcours seinen Mechanikern keine Arbeit machen. "Priorität eins ist, nichts kaputtzumachen, das habe ich mir vorgenommen." Allerdings kann der Vollblut-Racer Rockenfeller den Wettkampfgedanken nicht völlig ausblenden. "Wenn die Ampel ausgeht, willst du gewinnen. So soll es aber auch sein, die Leute kommen dorthin, um was zu sehen, da ist schon Ehrgeiz dabei."

Neue Strecke, neue Autos

Auch sein Markenkollege Edoardo Mortara freut sich auf das Rennen - und das aus gutem Grund. Bei der Premiere im Vorjahr sicherte sich der Italiener am Samstag den Tagessieg. Natürlich verbinde ich aus dem Vorjahr gute Erinnerungen mit München", sagt Mortara, der jedoch darauf verweist, dass sein Erfolg aus dem Vorjahr 2012 kein Vorteil mehr ist: "In diesem Jahr gibt es eine neue Strecke, wir haben ein neues Auto, es ist eine komplett andere Situation. Ich hoffe, wir werden konkurrenzfähig sein. Wie Rocky schon sagte: Das Ziel ist, das Rennen zu gewinnen, aber auch das Auto nicht zu beschädigen. Ich hoffe, dass uns beides gelingt."

Der 25-Jährige beurteilt den veränderten Austragungsmodus, der am Samstag ein Staffelrennen der Teams vorsieht, als sehr positiv: "Ich finde das Programm echt gut, mit einem Teamrennen am Samstag und einem Einzelrennen am Sonntag." Rockenfeller erkennt ebenfalls eine positive Entwicklung der Veranstaltung: "Gut ist, dass man als Zuschauer jetzt deutlicher verfolgen kann, wer vorne liegt. Das war im Vorjahr etwas schwierig. Der Staffelmodus am Samstag hört sich ganz interessant an", findet auch der Phoenix-Pilot.

Über ein besonderes Erfolgsrezept, um den engen Stadionkurs schnellstmöglich zu umrunden, verfügt Mortara nicht. "Es ist immer eine Herausforderung, auf einer solchen Mickey-Maus-Strecke zu fahren. Natürlich fahren wir nicht mit hoher Geschwindigkeit, aber es ist immer sehr schwer, den Mauern fernzubleiben. Du musst ein wenig aggressiv fahren, aber du musst auch einen guten Rhythmus finden", so der Italiener.

Punkte? Nein, danke!

Mit Gedankenspielen, bei Rennen in München zukünftig Meisterschaftspunkte zu vergeben, können sich beide Fahrer nicht anfreunden. "Ich würde lieber noch ein Rennen mehr auf einer schönen Rennstrecke fahren und dafür Punkte bekommen", sagt Rockenfeller. Das ist etwas, das Spaß machen und Leute zu den Autos und den Fahrern ziehen soll, die sonst nicht zum Rennen kommen würden. In meinen Augen sollte es dafür niemals Punkte geben." Und auch Mortara findet: "Ich glaube es wäre gut, wenn es ein Show-Event bliebe. Zehn Rennen und ein Show-Event ist für mich eine gute Mischung."

Eine besonderen Vorbereitung auf die Veranstaltung sein schon wegen des einmaligen Streckenverlaufs kaum möglich. "Das ist schwierig, weil es ein solches Streckenlayout sonst nirgends gibt", erklärt Rockenfeller. "Ich schaue mir das schon sehr ernst an, wie die Strecke verläuft, welche Ecken gefährlich sind oder wo man besonders aufpassen muss. Wir versuchen auch das Auto so gut wie möglich auf diesen Parcours abzustimmen, aber das war es dann auch", so der 28-Jährige, der zugibt: "Ich versuche meine Konzentration und Energie auf Rennen zu legen, wo es zählt. Um ehrlich zu sein, um den Wettkampf mache ich mir nicht allzu viele Gedanken."

Für den weiteren Saisonverlauf lassen sich beim Showevent in München nur in sehr begrenztem Maße Erkenntnisse gewinnen. "Du fährst mit einer Bremse, die die Hälfte der Zeit nicht auf Betriebstemperatur ist, daher ist es sehr schwierig, das mit einer normalen Rennstrecke zu vergleichen, auch von den Geschwindigkeiten und vom Grip", erklärt Rockenfeller den Unterschied. "Daher kann man in meinen Augen gar nichts für die weiteren Rennen mitnehmen."

In einer Teildisziplin ist die Veranstaltung in München jedoch ein gutes Training. "Was für mich als Fahrer interessant ist, sind die Starts. Du machst dort sehr viele Starts, das ist sehr entscheidend. Im normalen Rennen auch, aber hier bei den kurzen Runden umso mehr. Da kann man sicherlich das ein oder andere mitnehmen", so Rockenfeller. "Ich sehe das ähnlich. Natürlich kannst du die Starts üben, aber München ist eine komplett andere Herausforderung", stimmt Mortara seinem Markenkollegen zu.

Fotoquelle: xpb.cc

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