In der zweiten Saisonhälfte fährt die DTM auf Rockenfellers Lieblingsstrecken

DTM 2012

— 01.08.2012

Rockenfeller will beim Heimspiel in die Offensive gehen

Mike Rockenfeller erinnert sich an seine ersten Schritte auf dem Nürburgring und will auf seiner Heimstrecke stark in die zweite Saisonhälfte starten

Wenn die DTM auf dem Nürburgring gastiert, freuen sich gleich mehrere Piloten, die in der Region rund um die Eifelstrecke aufgewachsen sind, auf ihr Heimspiel. Einer von ihnen ist Mike Rockenfeller, dessen Audi A5 DTM von dem am Ring beheimateten Phoenix-Team vorbereitet wird und der nur eine knappe halbe Stunde von der Strecke entfernt in Neuwied aufwuchs. "Der Nürburgring ist für mich die Rennstrecke", sagt der 28-Jährige, der viele positive Erinnerungen mit dem Ring verbindet. Genau der richtige Ort also, um in die Offensive zu gehen: Als Tabellensechster ist er derzeit der zweitbeste Audi-Pilot in der DTM. Dem dritten Platz in Brands Hatch - seiner bislang besten Saisonplatzierung - will er nun weitere Podiumsplätze folgen lassen.

Schon die ersten Karriereschritte Rockefellers sind mit dem Nürburgring verbunden, als der damalige Kart-Pilot zum ersten Mal in das Cockpit eines Formel-König-Monoposto klettern durfte. "Ich machte den ersten Schritt aus dem Go-Kart in ein Formel-Auto - und dann noch auf dem berühmten Nürburgring", grinst "Rocky" rückblickend. "Den kannte ich sonst nur aus den Formel-1-Übertragungen im Fernsehen. Ganz schön viel auf einmal und unvergessen." Das erste Rennen absolvierte er hier ein Jahr später: 2001 lag er beim Rennen auf dem Nürburgring in der Spitzengruppe der Formel König, als er mit einem Reifenschaden ausfiel.

Positive Erinnerungen an den Ring

Bis zu seinem DTM-Einstieg dauerte es sechs Jahre, in denen Rockenfeller vor allem im GT- und Sportwagenbereich von sich Reden machte. Nach dem Meistertitel im Porsche-Carrera-Cup (2004) und dem Gesamtsieg bei dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (2006) wechselte er 2007 in das Cockpit eines Audi A4 DTM. Und immer wieder war es der Ring, der für positive Erinnerungen sorgte: Hier konnte er auch im Carrera-Cup und im Supercup Siege einfahren, im vergangenen Jahr holte er hier mit dem DTM Audi A4 einen Podestplatz.

Seine ersten guten Erinnerungen reichen aber sogar noch vor den Beginn der Karriere zurück: "Ich war als Fan bei der alten DTM vor Ort, als Alfa noch mit dabei war", schildert er, "und habe das Rennen aus einer Lounge verfolgen dürfen. Wer hätte gedacht, dass ich einmal selbst in so einem Auto sitze?" Inzwischen gehört er zu den Topfahrern im Championat. Der Start im Audi bedeutet für den gebürtigen Neuwieder auch das Wiedersehen mit vielen Bekannten: "Ich werde sicherlich ein paar Karten mehr als sonst besorgen müssen, weil Freunde und Verwandte dabei sind. Für sie ist es die beste Gelegenheit, einmal ein DTM-Rennen zu erleben. Das freut mich natürlich."

Durchwachsenes Fazit der ersten Saisonhälfte

"Dass der Nürburgring für mich etwas Besondere ist, mag auch daran liegen, dass ich nur eine halbe Stunde entfernt aufgewachsen bin", grinst der Mittelrheiner. "Früher habe ich bei VLN-Läufen sogar im eigenen Bett geschlafen, heute bin ich aber mit meinen Teamkollegen zusammen im Hotel an der Strecke." Die Strecke, mit der er so eng verbunden ist, ist deshalb auch der perfekte Ort, um in die zweite Saisonhälfte zu starten. "Es ist bisher sicher nicht so gelaufen, wie ich mir das erhofft habe", fasst Rockenfeller zusammen. "Aber mit Ausnahme der Nullrunde auf dem Lausitzring haben wir immer das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt. Als Highlight bleibt das Podium in Brands Hatch. Aber ich will noch mehr."

Nun steht das sechste von zehn Rennen auf dem Programm, vor dem Rockenfeller mit 39 Zählern auf dem sechsten Tabellenrang liegt, sieben Punkte hinter Audi-Markenkollege Mattias Ekström. "Jetzt kommen die Strecken, die mir richtig gut liegen", freut sich der Pilot des Phoenix-Teams auf die nächste DTM-Runde. "Mit dem Nürburgring geht es los, dann noch Zandvoort und Oschersleben, wo ich auch schon gute Rennen gefahren bin. Im Fußball gibt es auch immer eine zweite Halbzeit, in der das Spiel noch einmal umgebogen werden kann."

Fotoquelle: xpbimages.com

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