Edoardo Mortara hat 2012 gleich zwei Herausforderungen zu bewältigen

DTM 2012

— 26.07.2012

Mortara: Von der Rennstrecke an den Schreibtisch

Edoardo Mortara holte in diesem Jahr seinen ersten DTM-Sieg und schloss nebenbei noch ein Studium der Wirtschaftswissenschaften ab - "Das war gar nicht so einfach"

Edoardo Mortara kann man zweifellos als Multitalent bezeichnen: Der Italiener, der in Genf als Sohn eines Italieners und einer Halbfranzösin, Halbitalienerin geboren wurde, spricht mit Französisch, Englisch, Italienisch, Deutsch und Spanisch insgesamt fünf Sprachen und gewann in diesem Jahr in der DTM auf dem Red Bull Ring in Spielberg sein erstes Rennen in der beliebten Tourenwagenrennserie.

Doch damit nicht genug: Während für viele junge Rennfahrer die Karriere auf der Strecke wichtiger ist als die schulische Ausbildung, konzentriert sich der in der Schweiz aufgewachsene Audi-Pilot auf beides. In diesem Jahr schloss der 25-Jährige sein Studium der Wirtschaftswissenschaften mit dem Bachelor of Business Administration an der Universtität von Genf ab.

"Das Studium ist meine Leidenschaft", so Mortara, für den es offenbar noch ein Leben abseits der Rennstrecke gibt, gegenüber den 'Nürnberger Nachrichten'. Dabei sei das Studium laut ihm ein Wunsch seiner Eltern gewesen. In dieser Saison musste Mortara zugunsten seines Abschlusses gleich zwei Herausforderungen bewältigen: Das Lernen und die DTM. "Das war gar nicht so einfach", sagt der Wahl-Schweizer. "Du kommst voller Euphorie vom DTM-Sieg in Spielberg zurück, und dann musst du dich auf die Bücher konzentrieren."

Trotz dieser selbstgewählten Doppelbelastung findet sich Mortara in der DTM gut zurecht. In seiner zweiten Saison für das Team Rosberg liegt er derzeit auf Gesamtrang sechs, hatte beim letzten Lauf auf dem Norisring zuletzt viel Pech und fiel nach einem turbulenten Rennen nach zahlreichen Kollisionen aus. Er wurde nach seinem Start-Ziel-Sieg in Österreich also schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

"Wenn du einen Erfolg verbuchst und es kommt nichts nach, dann ist das schnell vergessen", erkennt Mortara. Er wolle sich von nun an darauf konzentrieren, wieder vorne anzugreifen. Die Doppelbelastung bleibt für ihn künftig übrigens erhalten: Mortara will seinem Bachelor- nämlich noch den Master-Abschluss folgen lassen.

Fotoquelle: DTM/ITR e.V.

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