Konkurrenten hinten und vorne auf Distanz: Audi-Pilot Timo Scheider

DTM 2012

— 19.08.2012

Scheider stellte verbesserten A5 in Frage

Dem Jubel um ein kleines Audi-Wunder nach der Sommerpause will sich Timo Scheider nicht anschließen - Adrien Tambay entschuldigt sich bei Miguel Molina

Entspannte Sonntagnachmittage? Darauf könnte Timo Scheider wohl ganz gut verzichten. Wenn dabei Rang neun und zwei Meisterschaftszähler wie am Nürburgring herumkommen, veranlasst das den Doppelchampion nicht zu Luftsprüngen. "Heute war es relativ unspektakulär. Eigentlich war es ein relativ langweiliges Rennen", meint Scheider gegenüber 'Motorsport-Total.com' und glaubt, dass er das Maximum aus seinem A5 herausgeholt habe. "Mehr hat nicht sollen sein", stellt er fest.

Nach einem Start mit einigen Feindberührungen habe sich das Feld mit großen Abständen sortiert, resümiert Scheider, der dann doch noch eine kleine Verbesserungsmöglichkeit ausgemacht hat: "Der erste Boxenstopp war okay mit der Problematik, dass der Luftdruck vielleicht nicht ganz gepasst hat - aber das muss ich noch genauer analysieren." Eine schlechtere Balance kostete Zeit, der zweite Reifenwechsel einen weiteren Platz - immerhin waren zwischenzeitlich Konkurrenten in Sicht.

Und zwar ein alter Bekannter aus Spielberg: "Das war die einzige Phase - nach dem ersten Boxenstopp - in der zwischen Farfus und mir ein bisschen Action war. Aber Überholen?", fragt sich Scheider. "Ist schwierig diese mittelschnellen Passagen. Das haben wir ja schon x-Mal besprochen - in der DTM ist es extrem schwierig oder sogar unmöglich dicht hinterher zu fahren", klagt er. Einen verbesserten A5, den er noch am Samstag ausgemacht hatte, relativiert Scheider aber.

"Der Test in Magny Cours hat sicherlich dazu beigetragen, in die richtige Richtung zu gehen. Aber ich glaube, dieses Wochenende ist schwierig zu bewerten", bremst er die Euphorie. "Wenn man Mercedes im Qualifying und dann im Rennen gesehen hat? Die BMW im Rennen und dann wir? Dann ist das etwas, hinter das man ein Fragezeichen machen muss", gibt sich der Lahnsteiner kritisch. "Deswegen kann ich nicht sagen, was gut oder schlecht war."

Abt-Teamkollege Adrien Tambay, der Miguel Molina herumdrehte, dafür eine Durchfahrtsstrafe kassierte und den A5 mit einem technischen Defekt abstellen musste, ist geknickt: "Ich muss bei Miguel um Entschuldigung wegen unserer Berührung bitten. Ich hatte gedacht, er würde mich sehen, aber das hat er wohl nicht und so kam es zum Kontakt", sagt der junge Franzose. "So etwas sollte nicht passieren, da das Rennen für uns beide damit gelaufen war."

Fotoquelle: Audi

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