Christijan Albers möchte wieder in der DTM fahren

DTM 2012

— 31.08.2012

Albers kämpft um Rückkehr in die DTM

Christijan Albers will wieder zurück in die DTM, kam jedoch nicht zum Zuge: " Es wundert mich, wenn man sieht, wer nun alles in einem DTM-Cockpit sitzt"

Christijan Albers will es noch einmal wissen. Der Vize-Meister der Saison 2003 kämpft um einen Platz in der DTM. "Ich habe alles daran gesetzt, noch einmal in die DTM zurückzukehren", sagt der Niederländer im Gespräch mit 'Motosport-Total.com'. "Mein Fokus lag darauf - vielleicht auch Sportwagen auf höchstem Niveau mit Audi. Aber das hat alles nicht geklappt. Ich weiß nicht, warum", so Albers. "Ich habe alles versucht. Ich war bei BMW im Gespräch, hatte noch einmal Kontakt zu Audi und Mercedes. Ich habe gekämpft, aber es hat nicht geklappt", sagt Albers.

"Das war eine ernüchternde Sache für mich." Seiner Meinung nach hätte er sich einen Platz in der DTM verdient, vor allem im Vergleich zu anderen Piloten: "Es wundert mich, wenn man sieht, wer nun alles in einem DTM-Cockpit sitzt. Das sind alles gute Fahrer, aber man muss sich vielleicht mal meine Vita anschauen. Ich habe zum Beispiel mit Paffett in einem Team gekämpft, auch mit Scheider oder früher mit Bernd Schneider. Da war ich immer gut unterwegs."

In den vergangenen Jahren war es um den 33-Jährigen, der am vergangenen Wochenende erstmals für Lotus in der Langstrecken-Weltmeisterschaft fuhr, ruhig geworden. Nach seinem Vize-Titel 2003 und Platz drei im darauffolgenden Jahr war Albers in die DTM aufgestiegen, wo er bei Minardi, Midland und Spyker jedoch nicht über konkurrenzfähiges Material verfügte. In 46 Grands Prix gewann Albers zwar vier WM-Punkte - die allerdings beim Großen Preis der USA 2005, als nach dem Rückzug der Michelin-Teams nur sechs Autos an den Start gingen. Mitte 2007 wurde Albers bei Spyker entlassen.

Dies sieht der Niederländer jedoch nicht als Makel an: "Ich bin damals aufgrund finanzieller Dinge bei Spyker rausgeflogen - nicht wegen meiner Leistungen." Anschließend hoffte er auf eine schnelle Rückkehr in die DTM, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. "Ich hatte die Vorstellung, dass ich nach der Formel 1 wieder in die DTM gehen könnte, weil ich dort erfolgreich unterwegs gewesen war. Ich musste dann feststellen, dass es nicht so einfach ist. Das hatte ich so nicht erwartet", wundert sich Albers. "Ich hatte gedacht, dass man mir vor diesem Hintergrund wenigstens eine Chance gibt. Aber die bekam ich nicht - schade."

In der Saison 2008 trat Albers noch einmal für das Futurecom-Team von Colin Kolles mit einem Audi in der DTM an. "Ich habe es damals in der DTM noch einmal mit einem alten Auto versucht. Aus meiner Sicht lief das gut. Ich habe mit dem Auto aus dem Jahr 2006 damals sogar Leute wie Premat oder Winkelhock mit ihren neueren Audis im Qualifying bezwungen", findet Albers. "Natürlich hatte ich auch Abflüge. Aber das passiert in einer solchen Situation. Mit solch einem alten Auto musst du nicht hundert, sondern sogar 110 Prozent geben."

Für den Niederländer war das eine ungewohnt Situation: "Ich hatte bis dorthin immer mit dem Rennfahren Geld verdient, aber 2008 habe ich über Sponsoren alles selbst finanziert. Ich wollte mich zeigen, war mir nicht zu schade dafür, in einem alten Auto zu fahren. Ich wollte mich noch einmal nach oben arbeiten, wie damals bei Mercedes. Deswegen habe ich damals etwas investiert, um mich präsentieren zu können. Ich dachte, dass es klappen würde. Es hat aber nicht geklappt", muss Albers konstatieren. "Bis heute weiß ich nicht genau, warum es nicht funktionierte."

Fotoquelle: xpb.cc

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