Bruno Spengler wird in das Rennen in Oschersleben von Platz eins starten

DTM 2012

— 15.09.2012

Oschersleben: Spengler holt die Pole-Position

BMW geigt in der Magdeburger Börde groß auf: Pole-Position in Oschersleben für Bruno Spengler vor DTM-Leader Gary Paffett und Jamie Green - Rückschlag für Audi

BMW setzt auch in Oschersleben weiter auf volle Attacke. Die DTM-Neueinsteiger dürfen eine weitere Pole-Position bejubeln. Bruno Spengler sicherte sich im entscheidenden Shootout in der Magdeburger Börde in 1:20.916 Minuten die Bestzeit vor den beiden Mercedes-Speerspitzen Gary Paffett und Jamie Green sowie BMW-Kollege Dirk Werner. "Einfach ein geiles Gefühl", freut sich Spengler vor seinem 90. DTM-Rennen am Sonntag.

Die Grundlage wurde in den letzten Sekunden von Q3 gelegt. Spengler lag als Wackelkandidat auf Rang vier, musste einen Konter von Audi-Pilot Edoardo Mortara befürchten. Der Kanadier ging auf eine zusätzliche schnelle Runde, wurde aber zu Beginn des zweiten Sektors zurückgepfiffen. Mortara lag nicht auf Kurs Q4, somit konnte Spengler Gas herausnehmen und - für das Shootout sehr wichtig - seine Reifen schonend in die Box kutschieren.

Der Schnitzer-Pilot musste somit als Erster in Q4 ran. Spengler rammte eine saubere Runde auf die Bahn. "Das lief ganz ordentlich", funkte er bereits auf der Auslaufrunde an die Box. Dennoch war seine Pole längst noch nicht sicher, denn es folgten noch drei Konkurrenten mit ihren Angriffen. Zuerst versuchte sich Jamie Green, der jedoch in allen Sektoren langsamer war, dann kam Paffett und rückte dem BMW-Mann gehörig auf die Pelle.

Kein Audi im Shootout

In den ersten beiden Sektoren hatte der britische DTM-Leader einen Rückstand von gut einer Zehntelsekunde, dann legte er im letzten Teilstück gehörig zu. Er fuhr dort Bestzeit, aber es reichte schließlich nicht. Der Rückstand: 0,086 Sekunden. "Ich habe es im ersten Sektor verloren", so der HWA-Topmann. Als letzter Starter ging Dirk Werner auf die Bahn, weil er bei seinem Heimspiel in Q3 die Bestzeit markiert hatte.

Der gebürtige Hannoveraner hätte Schnitzer die komplette erste Startreihe bescheren können, doch daraus wurde nichts. Im ersten Sektor hielt sich der Rückstand noch in Grenzen, im zweiten ebenfalls, aber in der vorletzten Kurve war der Werner-Spaß vorbei. Der BMW-Pilot im knallgelben M3 kam zu weit nach außen, musste sein Fahrzeug einfangen und verlor dabei seine Chancen auf die erste DTM-Pole. Spengler konnte aufatmen. "Das war schwierig", so der Kanadier. "Ich hatte Mühe in Q3, hatte Probleme, Grip zu finden. Die Strecke hat sich verändert, wir haben das Auto angepasst und in Q4 hat es wieder funktioniert.

Für Audi gab es nach dem großen Erfolg von Zandvoort nun einen herben Rückschlag. Nicht ein einziger Pilot schaffte den Sprung in das finale Shootout. Mattias Ekström scheiterte als Fünfter denkbar knapp, auch die Markenkollegen Edoardo Mortara (7.), Mike Rockenfeller (8.) und Miguel Molina (9.) dürfen sich aber Hoffnungen auf Punkte machen. Martin Tomczyk (BMW) hatte sich für Rang sechs qualifiziert, muss aber wegen einer Strafe von Platz elf starten.

Frey putzt Merhi und Co.

"Wir sind bis auf die letzte Minute fertig geworden nach dem Zwischenfall im Freien Training. Es stand Spitz auf Knopf und wir haben sozusagen ein Rollout gemacht. Das Auto ging runter und ich bin eingestiegen", so Tomczyk, der am Morgen abgeflogen war. "Das Rollout fiel gut aus bis zur letzten Session. Das ist das Problem, wenn viele Leute an einem Auto arbeiten. Da gibt es Teile, auf die man weniger achtet. Im Innenraum hat sich mein Namensschild gelöst und ist hin- und hergeflogen. Das war nicht förderlich für eine gute Rundenzeit, letztendlich scheitert es dann an einem Pfennigartikel."

Ralf Schumacher hatte in der Qualifikation Pech. Der Ex-Formel-1-Star in Diensten von Mercedes fuhr in Q2 haargenau die gleiche Zeit wie Rockenfeller auf Platz zehn. Schumacher schied aus, weil er seine Rundenzeit später gesetzt hatte. "So etwas ist immer ärgerlich. Wenn dies oder das nicht passiert wäre, dann wäre ich vielleicht weiter", erklärt er. Auch HWA-Kollege Christian Vietoris (16.) schied im zweiten Durchgang aus. Beim Gönnersdorfer lief nicht viel zusammen. Ebenfalls unglücklich: Timo Scheider, der sich als 15. verabschieden musste.

Im ersten Qualifikationdurchgang hatten sich bereits die beiden Audianer Adrien Tambay und Rahel Frey verabschiedet. Die Schweizerin war auf Rang 18 allerdings schneller als Roberto Merhi (Mercedes), der sich noch einer Untersuchung der Rennkommissare stellen muss. Der Spanier hatte zu Beginn am Ende der Boxengasse angehalten, weil sich unter seinem Fahrzeug ein Stück Teppich und ein Metallblock verkeilt hatten. Joey Hand (BMW) sowie David Coulthard und Susie Wolff (beide Mercedes) schieden ebenfalls in Q1 aus.

Fotoquelle: BMW

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