Bruno Spengler durfte jubeln: Er hat wieder alle Chancen auf den Titel

DTM 2012

— 17.09.2012

Spengler: "Gefahren wie der Teufel"

Der BMW-Pilot ist hellauf begeistert von seinem Oschersleben-Wochenende mit Rennsieg und Pole-Position: "Ein sensationeller Erfolg für uns"

Während so mancher BMW-Fan am Sonntag Nägel kauend vor dem Fernseher gesessen haben dürfte, blieb Bruno Spengler bei seiner Triumphfahrt in Oschersleben gelassen und leistete sich in 51 Runden nicht den kleinsten Patzer. Im Interview erklärt der Kanadier, wieso er trotz des Dauerdrucks von Gary Paffett eine Bestleistung abrufen konnte und was an ihm so teuflisch ist.

Frage: "Bruno, was bedeutet Ihnen der dritte Saisonsieg?"
Bruno Spengler: "Wahnsinnig viel. Ich bin rundum zufrieden mit dem Verlauf des gesamten Rennwochenendes. Wir sind nach Oschersleben gekommen und wussten nicht genau, wie wir hier zurechtkommen würden. Denn die Strecke ist ziemlich speziell. Außerdem war die Konkurrenz sehr stark. Ich musste alles geben, um den Sieg nach der Pole-Position von Samstag unter Dach und Fach zu bringen. Danke an mein Team für die tolle Arbeit. Es ist ein sensationeller Erfolg für uns."

Frage: "Wie hoch war der Druck, den Gesamtführenden Gary Paffett im Nacken zu haben?"
Spengler: "Genau wegen solchen Siegen wie heute bin ich Rennfahrer geworden. Ich brauche diesen speziellen Druck, wenn der Gegner dir im Nacken sitzt, und du dein ganzes Können aufbieten musst, damit er nicht vorbeikommt. Ganz ehrlich: Ich empfinde das eigentlich gar nicht als Druck."

"Für mich ist das eher ein Ansporn, noch schneller zu sein. Ich brauche das, um Top-Leistungen zu bringen. So war es auch in diesem Rennen. Als Gary näher gekommen ist, habe ich einfach versucht, keinen Fehler zu machen, die Bremspunkte richtig zu treffen und konzentriert zu bleiben. Ich dachte mir: 'Den lässt du nicht vorbei'. Das ist mir dann auch gelungen."

Frage: "Auf dem Podium haben Sie Ihre Zeigefinger wie zwei Teufelshörner an den Kopf gehalten. Was hat es damit auf sich?"
Spengler: "Als ich am Nürburgring als Sieger über die Ziellinie gefahren bin, hat mein Ingenieur zu mir gesagt: 'Sensationell! Du bist gefahren wie ein Teufel!' Deshalb habe ich dieses Zeichen gemacht. Ich hätte große Lust darauf, es bei der Siegerehrung noch öfter zu zeigen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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