BMW-Pilot Martin Tomczyk erlebte einen Sonntag zum Vergessen

DTM 2012

— 17.09.2012

RMG-BMW: Sechs Tage, ein Lichtblick

Ein völlig verkorkster Oschersleben-Abstecher endete für Martin Tomczyk mit Frust pur, für Joey Hand mit einem unverhofften Erfolgserlebnis

Wenn Martin Tomczyk einen großen roten Stift nehmen und ein Wochenende aus seinem Kalender streichen könnte, dann hätten die Tage in Oschersleben wohl einen netten Anstrich. Der BMW-Pilot ist bedient: "Es passt an diesem Wochenende alles zusammen: Die Strafe mit den fünf Plätzen, der Aufhängungsbruch vor dem Qualifying", hadert Tomczyk im 'Ersten'. Im Rennen kam dann der Tiefpunkt, als er seinen M3 nach wenigen Runden abstellen musste: "Das Auto war von Anfang an nicht fahrbar."

Der Rosenheimer erklärt, warum er nicht auf Tempo kam und es keinen Sinn hatte, die frustrierende Fahrt als rollende Schikane fortzusetzen: "Es war ein Kühlerproblem. Wir wissen noch nicht, ob es Öl oder Wasser war - oder sogar beides. Ich konnte die Zeiten nicht mitgehen, ich hatte keine Balance", sagt er und kommt zum bitteren Fazit: "Der Frust ist sehr, sehr groß." Seine Minimalchance, doch noch den DTM-Fahrertitel zu verteidigen, ist nun endgültig perdu.

Lange sah es so aus, als müsse auch Teamkollege Joey Hand die Heimreise mit einer Familienpackung Groll antreten, am Sonntag änderten sich die Vorzeichen jedoch: "Das war heute eines meiner stärksten Rennen. Ich hatte eines der schnellsten Autos im gesamten Feld", freut sich der US-Amerikaner. "Ich hätte nie gedacht, dass ich über einen elften Platz einmal so glücklich sein würde, aber heute nehme ich das gerne mit", wundert sich Hand, der von Rang 21 gestartet war.

Dabei hatte er aus seinem punkteverdächtigen BMW gar nicht alles herausgeholt: "Hätte ich keine Lenkungsprobleme in Kurve vier gehabt, wäre ich superschnell gewesen", so der GT-Spezialist, der Moral bewiesen hatte: "Es war ein hartes Wochenende und schwierig, den Kopf oben zu behalten, wenn man so gebeutelt ist. Ich habe immer gesagt, dass ich niemals aufgebe", erklärt Hand seine kämpferische Einstellung. Dazu hatte er das Glück, nicht in Kollisionen verwickelt worden zu sein.

Der eigentliche Unterschied zum schwierigen Freitag und Samstag waren aber die Gegebenheiten auf der Strecke. "Dem Auto lag es, dass Gummi auf die Bahn kam. In den Kurven, wo von Anfang an welcher war, waren wir nie so schlecht unterwegs. Als überall Gummi lag, konnte ich das Auto besser setzen", erklärt Hand.

Fotoquelle: xpbimages.com

Weitere DTM Themen

News

Top 10: Die ältesten DTM-Sieger der Geschichte

News

DTM 2016: Die Top 10 Crashes

News

Timo Scheider: "Man muss Angst um die DTM haben"

News

"Eki" und sein Traum von der DTM: Power, Grip, stabile Autos

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.