Bruno Spengler bließ nach seiner Strafe in Valencia zur großen Aufholjagd

DTM 2012

— 30.09.2012

Spengler über Frühstart: "Bin nur etwas gerollt"

Bruno Spengler holte mit Platz sechs in Valencia wichtige Punkte für die Meisterschaft, ist aber nicht der Ansicht, einen Frühstart hingelegt zu haben

Es war eine der entscheidenden Szenen beim vorletzten Saisonlauf der DTM in Valencia: Kurz bevor die fünf roten Startampeln erloschen, zuckte der BMW von Bruno Spengler etwas, die Rennkommissare bewerteten die Situation als Frühstart und brummten dem Kanadier und Titelaspiranten eine Durchfahrtsstrafe auf.

Dass Spengler das nicht geschmeckt haben dürfte, war zu erwarten, doch was der 29-Jährige anschließend über Funk an sein Team weitergab, war schon außergewöhnlich: Zwei Runden lang weigerte sich der Meisterschaftszweite, an die Box zu kommen um seine Strafe abzusitzen, beteuerte immer wieder, keinen Frühstart hingelegt zu haben und musste von seiner Mannschaft erst überredet werden. Letztendlich gab Spengler jedoch nach, die Alternative wäre nämlich eine Disqualifikation gewesen.

"Es war gut, dass ich auf mein Team gehört habe und reingekommen bin", sagt Spengler nach dem Rennen, das er noch auf Platz sechs beendete, im 'Ersten'. Die Startsituation sieht er jedoch auch weiterhin anders als die Rennleitung: "Ich habe eigentlich keinen Frühstart gemacht, ich bin nur ein bisschen gerollt", fügt der BMW-Pilot hinzu. "Ich hatte viel Vorspannung, dann hat sich das Auto ganz leicht bewegt. Ich habe gar nichts gespürt, auf den Bildern sehe ich eigentlich nichts."

In der ersten Kurve kam ihm dann ein Audi in die Quere, weshalb er etwas auf die Wiese fahren musste: "Miguel Molina hat mich schön auf die Wiese gedrückt, es war eng, wie immer in der ersten Kurve in Valencia", sagt Spengler. "Wir haben das ganze Wochenende mit der Balance des Autos gekämpft, mein Team hat super reagiert. Ich hatte ein tolles Auto. Hier machen frische Reifen einen riesigen Unterschied, deshalb war ich viel schneller."

Das ganze Rennen über zählte Spengler zu den schnellsten Piloten im Feld, fuhr zwischenzeitlich die schnellsten Rennrunden und konnte mit seinem sechsten Platz zahlreiche Punkte auf seinen Titelkonkurrenten Gary Paffett gutmachen, der aufgrund eines Schadens an seinem Mercedes, den er sich im Startgetümmel zuzog, frühzeitig aufgeben musste. Der Vorsprung beträgt vor dem Saisonfinale in Hockenheim in drei Wochen nur noch drei Punkte.

Fotoquelle: BMW

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