Timo Scheider erlebt weiterhin eine Saison zum Vergessen

DTM 2012

— 30.09.2012

Scheider, Mortara und Molina: Die Pechvögel von Audi

Sowohl Timo Scheider als auch Edoardo Mortara und Miguel Molina fielen in Valencia wegen technischer Defekte aus: Ursache bei Scheider und Mortara gleich

Unter dem Strich war Audi in Valencia trotz des Sieges von BMW-Pilot Augusto Farfus der erfolgreichste der drei Hersteller in der DTM: Die Ingolstädter fuhren mit fünf Autos in die Top 10 und hätten dieses Ergebnis sogar noch besser gestalten können, hätten nicht gleich drei Piloten technische Probleme gehabt, die sie letztendlich zur Aufgabe zwangen.

Prominentester Ausfall war dabei Timo Scheider, für den die Saison nach wie vor unglaublich schlecht verläuft. In dieser Saison holte der Gesamtsieger von 2008 und 2009 gerade einmal magere 19 Zähler, fiel in der jüngsten Vergangenheit immer wieder vor allem durch technische Probleme an seinem Audi aus. So auch in Valencia. Dieses Mal war der Grund dafür die Kardanwelle.

Scheider lechzt nach Erfolgen

"Die Startphase war sehr turbulent mit einigen Berührungen, aber ich bin ganz gut durchgekommen", so Scheider nach dem Rennen, das er von Platz sieben in Angriff nahm und das er zwischenzeitlich sogar einige Runden lang anführte, weil er spät zum ersten Boxenstopp kam. "Danach hatten wir einen guten Speed und einen ordentlichen Boxenstopp. Unsere Strategie mit unserem langen Stint war gut. Leider habe ich am Ende Vibrationen bekommen und hatte später keinen Vortrieb mehr. 17 Runden vor Schluss bin ich ausgefallen. Schade, denn ich hätte wichtige Punkte für mich und für die Konstrukteurs-Meisterschaft holen können."

Bist dato war der 34-Jährige mit seinem Rennverlauf einigermaßen zufrieden: "Das Auto war eigentlich gut, ich bin ganz gut durchs Rennen gekommen", fährt Scheider fort. "Ich hatte eine gute Pace und ein Top-5-Resultat wäre schon drin gewesen. So war das mal wieder ein Wochenende zum Vergessen."

Ohne die technischen Probleme wäre laut Scheider für seinen Arbeitgeber in Valencia noch deutlich mehr drin gewesen. Nun hofft er auf das Saisonfinale in Hockenheim in drei Wochen: "Ich versuche natürlich immer, mein Bestes zu geben und wir lechzen natürlich nach guten Ergebnissen", erklärt Scheider. "Hier in Valencia war Audi extrem stark, das hätten aber mehr Piloten nutzen können. Mortara und ich sind ja beide in sehr guten Positionen ausgefallen. Das tut uns weh, das tut Audi weh, aber in Hockenheim sahen wir ja immer gut aus."

Auch bei Mortara war die Kardanwelle schuld

Der von Scheider erwähnte Edoardo Mortara fiel aus dem gleichen Grund aus wie sein deutscher Markenkollege. Auch am Audi des Franko-Italieners gab es ein Problem mit der Kardanwelle: "Eine große Enttäuschung für mich", sagt Mortara nach dem Rennen, in dem er bis zu seinem Ausfall an zweiter Stelle gelegen hatte. "Mein Rennen war gut, ich wurde aber von der Technik gestoppt."

"Augusto Farfus war im ersten Rennabschnitt etwas schneller als ich und auch unserer erster Stopp war nicht perfekt, aber dann habe ich auf ihn aufgeschlossen. Im ersten Streckenabschnitt war ich schneller, im zweiten waren wir gleich auf, nur im dritten war er etwas schneller. Leider konnte ich das Duell nicht zu Ende bringen, was sehr, sehr schade ist."

Besonders bitter war der Ausfall für Scheiders und Mortaras Markenkollegen Miguel Molina: Der Spanier hatte ausgerechnet beim Heimrennen, bei dem er lange Zeit in den Punkterängen lag, einen Ausfall zu verbuchen. Am Ende der Gerade nach der ersten Kurve verfügte er über keine Bremskraft mehr und rutschte nach einem daraus resultierenden Dreher in die Reifenstapel. Grund dafür war fehlender Bremsbelag am rechten Vorderrad seines Audi A5.

"Ich hatte einen guten Start, konnte zwei Fahrer überholen und ich fuhr im ersten Stint in der Audi-Gruppe mit", so der 23-Jährige. "Später hatte ich ein Problem mit den Bremsen und musste aufgeben." Trotz alle dem kann der junge Mann aus Barcelona auch etwas Erfreuliches aus der Heimat mitnehmen: "Das Positive ist, dass die Performance der Audi stark war. Dies ist nicht mein bestes Jahr in der DTM. Aber ich bin optimistisch für das Saisonfinale in Hockenheim."

Fotoquelle: xpbimages.com

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