Bart Mampaey hat seinen Ruf als guter Teamchef in der DTM bestätigt

DTM 2012

— 10.10.2012

Mampaey: Nichts erwartet, viel erreicht

Der RBM-Teamchef zeigt sich zufrieden mit dem Abschneiden in der Debütsaison und will mit Farfus sowie Priaulx "besser früher als später" um den Titel fahren

Bart Mampaey versteht etwas von seinem Handwerk als Teamchef bei RBM. Mit Andy Priaulx und BMW feierte der Belgier Titel in der Tourenwagen-Europameisterschaft (ETCC) und Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC), bevor er 2012 mit den Münchenern den Einstieg in die DTM wagte - und mit Augusto Farfus, dem Rookie des Jahres 2012, in der Debütsaison in Valencia den ersten Sieg landete. "Alle bei BMW können sehr glücklich sein", so Mampaey gegenüber der 'Touring Car Times'.

Das Fazit fällt positiv aus, wenn es um die Marke geht: "Wir hatten bisher eine sehr gute Saison und alle Teams haben mindestens ein Mal das Podium erreicht - es ist eine komfortable Situation", sagt Mampaey. Und auch in der Mannschaft aus Mechelen, der neben Farfus mit Priaulx ein langjähriger Weggefährte und weiterer DTM-Neuling angehört, gibt es keine Enttäuschung: "Wir sind komplett ohne Erwartungen in die Saison gegangen", erinnert sich Mampaey an den Beginn des Abenteuers.

Qualifying ist der Schlüssel

Die DTM bedeutet für die 1995 gegründete Truppe eine Herausforderung: "Es ist eine neue Serie, ein ganz anderes Auto, als wir es gewohnt sind. Es wird also noch dauern, bis wir das Potenzial voll ausgeschöpft haben", prognostiziert Mampaey, der die DTM bereits durchschaut haben will. "Das Niveau ist hoch, die Zeitabstände gering. Kleinigkeiten können eine Menge verändern. Du brauchst ein gutes Auto, eine gute Strategie und gute Boxenstopps, aber das Qualifying ist entscheidend."

Zwar konnte RBM mit Ausnahme des Laufes in Brands Hatch bei jeder DTM-Station Zähler einfahren, es gab jedoch auch Tiefpunkte. Die kompensierten die Belgier mit Routine. "In solchen Situationen muss man Ruhe bewahren, positiv bleiben und aus Erfahrung klug werden", findet Mampaey, der in der DTM kein Nervenbündel geworden ist: "Wir sind es gewohnt, mit Druck umzugehen. Der ist im Motorsport normal, aber ich spüre keinen negativen. Er gibt uns Auftrieb."

Noch nicht auf dem Niveau der Platzhirsche

Ständig an der Oberfläche schwimmt das Team dennoch nicht, wie Mampaey selbst einräumt: "Wir kämpfen regelmäßig um Plätze innerhalb der Top 10, aber es gibt eine Spitzengruppe in der Meisterschaft, was Erfahrung und Talent angeht", spielt er auf Platzhirsche wie HWA-Mercedes mit Gary Paffett oder Abt-Audi mit Mattias Ekström und Timo Scheider an. "Sie können konstant unter die besten Vier fahren. Da sind wir noch nicht angekommen." Ist es also noch zu früh, um an die Meisterschaft zu denken?

"Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird, aber umso früher desto besser", gibt sich Mampaey ungeduldig und blickt auf die Arbeit im Winter voraus: "Das ist wie ein Puzzle: Du musst die richtigen Teile finden und ich bin mir sicher, dass wir alle zusammenbekommen. Wir bauen jedes Mal etwas Besseres, sollten aber die Herausforderung nicht unterschätzen", erklärt er. "Es wird wohl noch einige Jahre dauern, aber diese Abenteuer zaubern mir ein Lächeln auf das Gesicht."

Fotoquelle: BMW

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